Dech­sen­dorf: Die Oper kehrt zurück an den See – Mozarts „Die Zauberflöte“

Die Oper kehrt zurück an den See – Mozarts „Die Zauberflöte“

Foto: www​.uwe​-niklas​.com 2018

Pro­gramm:

W.A. Mozart: Die Zau­ber­flö­te Oper von Wolf­gang Ama­de­us Mozart in einer kon­zer­tan­ten Auf­füh­rung Libret­to von Ema­nu­el Schikaneder

Spre­cher: Hol­ger Wemhoff

Soli­sten: Inter­na­tio­nal besetz­tes Soli­sten-Ensem­ble sowie Mün­che­ner Knabenchor

Orche­ster: Hofer Sym­pho­ni­ker Lei­tung: Ljub­ka Bia­gio­ni zu Guttenberg

Ter­min: Diens­tag, 27. Juli und Mitt­woch, 28. Juli 2021

Kon­zert­be­ginn: 19.45 Uhr, Ein­lass: 18 Uhr

Ort: Dech­sen­dor­fer Wei­her, Erlangen/​Dechsendorf

Nach einem Jahr unfrei­wil­li­gem Pau­sie­rens ist es im Som­mer 2021 end­lich so weit: Der Klas­sik­kul­tur e.V. wird sein Publi­kum bei »Klas­sik am See« am 28. Juli im wahr­sten Sin­ne des Wor­tes – nicht nur einen, son­dern gleich zwei Aben­de hin­ter­ein­an­der, ver­zau­bern. Auf dem Pro­gramm steht eine kon­zer­tan­te Auf­füh­rung der welt­weit gefei­er­ten Oper „Die Zau­ber­flö­te“ von W.A. Mozart. In die­ser Oper gelingt es Mozart ver­schie­de­ne Musik- und Thea­ter­sti­le zu einer ein­zig­ar­ti­gen Kom­po­si­ti­on zu ver­ei­nen. Das mär­chen­haf­te Sing­spiel beinhal­tet sowohl ern­ste Ele­men­te der „ope­ra seria“, als auch komö­di­an­ti­sche Ele­men­te der „ope­ra buf­fa“. Da sowohl Mozart, als auch sein Libret­tist Ema­nu­el Schi­ka­ne­der, Frei­mau­rer waren, las­sen sich vie­le huma­ni­tä­re Ele­men­te in der Oper erken­nen. Das Neben­ein­an­der von Gut und Böse ist als Grund­sub­stanz des Wer­kes erkennbar.

Der Vor­schlag zur Rea­li­sie­rung des Wer­kes kam von dem mit ihm befreun­de­ten Thea­ter­di­rek­tor und Libret­ti­sten Ema­nu­el Schi­ka­ne­der. Die­ser schrieb einen mär­chen­haf­ten Text in deut­scher Spra­che und über­re­de­te Mozart die Musik dazu zu kom­po­nie­ren. Die Oper wur­de 1791 im Wie­ner Thea­ter des Libret­ti­sten Ema­nu­el Schi­ka­ne­der unter Mozarts Lei­tung urauf­ge­führt. Den unglaub­li­chen und lang­an­hal­ten­den Erfolg der Oper konn­te Mozart lei­der nicht mehr mit­er­le­ben, denn er starb kur­ze Zeit spä­ter. Heu­te gilt die „Zau­ber­flö­te“ welt­weit als eine der am mei­sten gespiel­ten Opern und kann durch ihre gute Zugäng­lich­keit jedes Alter begei­stern. Die tra­di­tio­nel­le Form des im 18. Jh. als „gro­ße deut­sche Oper“ beti­tel­ten Sing­spiels wur­de von Mozart um schlich­te Stro­phen­lie­der, Duet­te und Vau­de­villes erwei­tert. Das Ergeb­nis zeigt, wie voll­kom­men und sou­ve­rän Mozart das kom­po­si­to­ri­sche Hand­werk beherrschte.

Inhalt

Die Zau­ber­flö­te ist eine Oper in zwei Akten. Erzählt wird die Geschich­te von Tami­no, der von der Köni­gin der Nacht mit der Ret­tung ihrer Toch­ter Pami­na beauf­tragt wird. Tami­no bricht, beglei­tet von drei Damen und dem Vogel­fän­ger Papa­ge­no, zu Sara­stro auf, um Pami­na zu befrei­en. Für die Rei­se erhält Tami­no eine Zau­ber­flö­te und Papa­ge­no ein magi­sches Glocken­spiel. Als sie Pami­na fin­den, stellt sich her­aus, dass Sara­stro nicht böse ist und Pami­na nur zu ihrem Schutz, vor der Köni­gin der Nacht, ent­führt hat. Die Köni­gin der Nacht hat alle getäuscht um sich bei Sara­stro zu rächen. Um Pami­na zu befrei­en muss Tami­no drei Prü­fun­gen bestehen. Tami­no und Pami­na haben eine glück­li­che Zukunft vor sich, und auch Papa­ge­no hat sei­ne Lie­be gefun­den. Ein­zig und allein die Köni­gin der Nacht muss sich unglück­lich geschla­gen geben.

Unter der Lei­tung von Ljub­ka Bia­gio­ni zu Gut­ten­berg ent­steht ein zau­ber­haf­tes Erlebnis

Ljub­ka Bia­gio­ni zu Gut­ten­berg wird im kom­men­den Jahr die musi­ka­li­sche Lei­tung über­neh­men. Mit dem Chef­mo­de­ra­tor des Sen­ders Klas­sik Radio, Hol­ger Wem­hoff, konn­ten wir eine unver­wech­sel­ba­re Stim­me gewin­nen. Für die See­kon­zer­te in Dech­sen­dorf wird eine eige­ne Text­ver­si­on der Dia­lo­ge ent­wickelt: Hol­ger Wem­hoff spricht zwi­schen Ari­en und Ensem­bles neue Tex­te, die die Dia­lo­ge der Oper zusam­men­fas­sen. Dabei schlüpft er buch­stäb­lich in alle Rol­len. „Wir freu­en uns sehr, dass wir für den See eine ganz indi­vi­du­el­le und unver­gleich­li­che Opern-Pro­duk­ti­on spe­zi­ell für die­sen einen Abend schaf­fen wer­den“, freut sich Ronald Scheu­er, künst­le­ri­scher Vor­stand des Vereins.

Ljub­ka Bia­gio­ni zu Gut­ten­berg – eine Chef­di­ri­gen­tin von Rang

Ljub­ka Bia­gio­ni zu Gut­ten­berg wur­de in Rom gebo­ren. Nach Abschluss des huma­ni­sti­schen Gym­na­si­ums und inten­si­vem Kla­vier­un­ter­richt erhielt sie ein Sti­pen­di­um an der Musik­aka­de­mie von Sofia, die sie als Chor- und Orche­ster­di­ri­gen­tin mit Aus­zeich­nung absol­vier­te. Wei­te­re Stu­di­en führ­ten sie in ver­schie­de­ne Städ­te Euro­pas, wo sie mit nam­haf­ten Diri­gen­ten wie Leo­nard Bern­stein und Ilya Musin arbei­te­te. Wäh­rend eines zusätz­li­chen Stu­di­ums der Phi­lo­so­phie in Rom wirk­te sie drei Jah­re lang als assi­stie­ren­de Diri­gen­tin von Gustav Kuhn in zahl­rei­chen Pro­duk­tio­nen mit. Ihr dabei erwor­be­nes Reper­toire reicht von Mozart, Bel­li­ni und Ros­si­ni über Ver­di und Wag­ner bis Richard Strauss. Zusam­men mit dem Wie­ner Kam­mer­or­che­ster gestal­te­te sie 1996 eine Öster­reich-Tour­nee und bestritt als Erste Gast­di­ri­gen­tin des Orche­stra Filar­mo­ni­ca Mar­chi­gia­na zahl­rei­che Kon­zer­te in Ita­li­en. Im Rah­men der Her­ren­chiem­see Fest­spie­le prä­sen­tier­te sie ab 2007 eine hoch gelob­te Opern­rei­he mit halb-sze­ni­schen Auf­füh­run­gen, bei der sie auch für die Regie und Insze­nie­rung ver­ant­wort­lich zeich­ne­te. Von 2010 bis 2015 war Ljub­ka Bia­gio­ni beim Sofia Phil­har­mo­nic Orche­stra und beim Bul­ga­ri­an Natio­nal Choir als Diri­gen­tin tätig. Seit 2013 ist sie Chef­di­ri­gen­tin der Sofia Sym­pho­nics, die in Deutsch­land in den ver­gan­ge­nen Jah­ren an zahl­rei­chen hoch­ka­rä­ti­gen Festi­vals wie den Inter­na­tio­na­len Her­ren­chiem­see Fest­spie­len oder den Tiro­ler Fest­spie­len teil­nah­men. Auch bei den Opern für Klas­sik am See 2013 und 2014 spiel­te Bia­gio­ni eine tra­gen­de Rol­le und über­nahm auch damals schon die musi­ka­li­sche Lei­tung und Regie der Pro­duk­tio­nen. Auf zwei erfolg­rei­che Opern-Pro­duk­tio­nen zurück­blickend, freu­en wir uns auf einen phan­ta­sti­schen Operngenuss.Holger Wem­hoff – die ange­neh­me Stim­me aus dem Radio­Al­len Fans des Sen­ders Klas­sik Radio ist sei­ne Stim­me wohl­ver­traut: Hol­ger Wem­hoff ist seit über 20 Jah­ren als Chef­mo­de­ra­tor bei dem Sen­der tätig, den er bereits wäh­rend sei­ner Stu­di­en­zeit zu lie­ben begann.

Gebo­ren im west­fä­li­schen Ibben­bü­ren stu­dier­te Hol­ger Wem­hoff nach dem Abitur Thea­ter­wis­sen­schaft mit dem Schwer­punkt Musik­thea­ter sowie Ita­lie­ni­sche Phi­lo­lo­gie und Neue deut­sche Lite­ra­tur­ge­schich­te an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen. Zunächst woll­te er Opern­re­gis­seur wer­den, sam­mel­te erste Thea­ter­er­fah­run­gen als Abend­spiel­lei­ter am Staats­thea­ter am Gärt­ner­platz in Mün­chen und nahm einen Lehr­auf­trag für Opern­dar­stel­lung an der Hoch­schu­le für Musik und Thea­ter Mün­chen an. Regel­mä­ßig führt er als Chef­mo­de­ra­tor von Klas­sik Radio sei­ne Höre­rin­nen und Hörer durch die „Gro­ße Welt“ der Klas­sik, immer dar­auf bedacht, dass sie einem brei­ten Publi­kum zugäng­lich bleibt. Unter den zahl­rei­chen Stars, die Hol­ger Wem­hoff in sei­nen Sen­dun­gen inter­view­te sind u.a. Sir Peter Usti­nov, Armin Muel­ler-Stahl, Ennio Mor­rico­ne, Rolan­do Vil­la­zón, Mont­s­er­rat Cabal­lé und Anna Netreb­ko. Dar­über hin­aus beglei­tet Hol­ger Wem­hoff als Mode­ra­tor berühm­te Orche­ster, Diri­gen­ten und Kon­zer­te bei diver­sen Auf­trit­ten, unter ande­rem Andre­as Otten­sa­mer, Albrecht May­er, Simo­ne Ker­mes, Dia­na Damrau und vie­le mehr.

Dabei begei­stert mit sei­nen fach­kun­di­gen und amü­san­ten Mode­ra­tio­nen das Publi­kum in den Kon­zert­häu­sern Ber­lins, Ham­burgs, Mün­chens, Frank­furts und Stutt­garts. Seit 2009 hat ihn die Klas­sik-Echo-Jury mehr­fach als Lau­da­tor beru­fen, und im Krei­se der Preis­trä­ger ist er stets ein gern gese­he­ner Exper­te. Im Herbst 2011 erschien sein erstes Buch – „Hol­ger Wem­hoff Bio­gra­fie: Wo die Spra­che auf­hört – Mein Leben mit der Klas­sik“. 2013 gewan­nen ihn die Ver­an­stal­ter der Young Euro Clas­sics als offi­zi­el­len Paten für das Austra­li­an Youth Orchestra.

In die­sem Jahr wird er die­sen Part für das Chi­na Youth Phil­har­mo­nic Orche­stra wie­der­ho­len. Bei der Düs­sel­dor­fer Fest­li­chen AIDS-Gala der Deut­schen Oper am Rhein und der Deut­schen Aids-Stif­tung ist Hol­ger Wem­hoff seit 2009 regel­mä­ßig als Mode­ra­tor zu Gast. Dar­über hin­aus bestrei­tet er einen monat­li­chen Pod­cast für das renom­mier­te Klas­sik­la­bel „Deut­sche Gram­mo­phon“ mit Gästen wie Dani­el Bar­ne­bo­im, Anne-Sophie Mut­ter oder Rolan­do Vil­la­zon. Dar­über hin­aus hat er 2019 zum zwei­ten Mal das Som­mer­nachts­kon­zert der Wie­ner Phil­har­mo­ni­ker als Back­stage-Mode­ra­tor beglei­tet. Wir freu­en uns auf eine ein­zig­ar­ti­ge halb­sze­ni­sche Oper, in wel­cher Hol­ger Wem­hoff mit sei­ner ange­neh­men Stim­me den erzäh­le­ri­schen Ton ange­ben wird.

Infra­struk­tur für einen exklu­si­ven Opern­abend am See

Die Kon­zert­aben­de am See zäh­len mitt­ler­wei­le zu den hoch­wer­tig­sten Open-Air-Erleb­nis­sen in Nord­bay­ern. Kein ver­gleich­ba­res Frei­luft­kon­zert kann eine der­art aus­ge­feil­te Infra­struk­tur auf­wei­sen und sei­nem Publi­kum ein solch exklu­si­ves Kon­zert­er­leb­nis bie­ten. Aus­ge­feil­te Ton­tech­nik für her­vor­ra­gen­de Klang­qua­li­tät und Video-LED-Wän­de, die die Besu­cher nah am Gesche­hen auf der Büh­ne sei­en las­sen, fan­den schon in den letz­ten Jah­ren gro­ßen Anklang beim Publi­kum. „Corona-konform“Das Coro­na-kon­for­me Kon­zept des Klas­sik­kul­tur e.V. steht. Das weit­läu­fi­ge Open-Air-Gelän­de am Dech­sen­dor­fer Wei­her ermög­licht es uns die gel­ten­den Abstands­re­ge­lun­gen pro­blem­los umzu­set­zen. Es wer­den Lauf­we­ge vor­ge­ge­ben, es ist für eine umfang­rei­che Beschil­de­rung mit Infor­ma­tio­nen zu gel­ten­den Auf­la­gen gesorgt und eine Ent­zer­rung der Kon­takt­punk­te wie z.B. am Geträn­ke­aus­schank und an den Toi­let­ten geplant.

Wei­ter wird es für die See­kon­zer­te 2021 eine limi­tier­te Anzahl an Tickets gege­ben, sofern sich die Lage im Som­mer 2021 ähn­lich wie die­sen Juli gestal­tet. “Wir sind aber opti­mi­stisch, dass wir durch die­se Vor­keh­run­gen die Kon­zer­te im kom­men­den Som­mer durch­füh­ren kön­nen”, so Ronald Scheu­er, künst­le­ri­scher Vor­stand des Ver­eins. Die Impf­stoff­ent­wick­lung schrei­te gut vor­an und die Pro­gno­se über die Wirk­sam­keit sei her­vor­ra­gend. Auch für genü­gend Abstand zwi­schen den ein­zel­nen Sitz­plät­zen der Kon­zert­be­su­cher ist gesorgt.

Vor­ver­kaufs­start für 2021

Der Vor­ver­kauf für das 18. Open-Air »Klas­sik am See« 2021 läuft bereits.

Nähe­re Infor­ma­tio­nen und Online-Ver­kauf: www​.klas​sik​-am​-see​.com/​k​a​r​ten mit der Opti­on für das PRINT@home-Verfahren.

Ter­min: Diens­tag, 27. Juli 2021 und Mitt­woch, 28. Juli 2021

Kon­zert­be­ginn: 19.45 Uhr­Ort: Dech­sen­dor­fer Wei­her, Erlangen/​Dechsendorf

Kartenpreise:85 / 75 / 65 / 55 Euro inkl. Gebüh­ren, ggf. zzgl. Versandkosten.

Nach­läs­se für Schü­ler und Stu­den­ten, Aus­zu­bil­den­de, Schwer­be­hin­der­te und deren Begleitung:

Kate­go­rie 1: 10 Euro Nach­lass­Ka­te­go­rie 2–4: 50% Nach­lass Vor­ver­kauf Online: www​.klas​sik​-am​-see​.com/​k​a​r​t​en/ mit PRINT@home-VerfahrenVorverkaufsstellen: Erlan­gen Ticket, Fuch­sen­wie­se 1, im E‑Werk, Tel.: 09131/800 555