Kein Feu­er­werk um Bay­erns Schlös­ser ganz­tä­gig an Sil­ve­ster und Neujahr

Der Baye­ri­sche Mini­ster­rat hat in sei­ner Sit­zung vom 14. Dezem­ber 2020 beschlos­sen, dass neben der bereits gel­ten­den lan­des­wei­ten nächt­li­chen Aus­gangs­sper­re von 21 Uhr bis 5 Uhr am 31. Dezem­ber und 1. Janu­ar ein voll­stän­di­ges Ver­bot von Ver­samm­lun­gen und Ansamm­lun­gen gilt. Zudem wer­den das Abbren­nen und die Mit­füh­rung von Pyro­tech­nik an die­sen Tagen auf von den Kom­mu­nen fest­zu­le­gen­den publi­kums­träch­ti­gen Plät­zen verboten.

In die­sem Zusam­men­hang weist die Baye­ri­sche Schlös­ser­ver­wal­tung dar­auf hin, dass am 31. Dezem­ber und am 1. Janu­ar ergän­zend zu den gel­ten­den staat­li­chen bzw. kom­mu­na­len Regeln ganz­tä­gig rund um die baye­ri­schen Schlös­ser, Bur­gen und Resi­den­zen kei­ne Feu­er­werks­kör­per oder son­sti­ge Pyro­tech­nik abge­brannt wer­den dür­fen. Die Schlös­ser­ver­wal­tung unter­sagt jedes Abbren­nen die­ser Gegen­stän­de ins­be­son­de­re auf den Schloss­plät­zen und Burginnenhöfen.

Neben der Pan­de­mie­be­kämp­fung dient die­se Rege­lung auch der Ver­hü­tung einer erhöh­ten Brand­ge­fahr: Rake­ten, Böl­ler und Fun­ken­flug gefähr­den die histo­ri­schen Gebäu­de erheb­lich. Dies­be­züg­lich will die Schlös­ser­ver­wal­tung an die ver­hee­ren­den Fol­gen von Groß­brän­den in histo­ri­schen Gebäu­den erin­nern, bei­spiels­wei­se die Brän­de auf der Burg Traus­nitz in Lands­hut 1961 oder in der Her­zo­gin-Anna-Ama­lia-Biblio­thek in Wei­mar 2004.

Die Baye­ri­sche Schlösserverwaltung

Die Baye­ri­sche Ver­wal­tung der staat­li­chen Schlös­ser, Gär­ten und Seen ist eine der tra­di­ti­ons­reich­sten Ver­wal­tun­gen des Frei­staa­tes Bay­ern. Als Hof­ver­wal­tung der Kur­für­sten und der Köni­ge ent­stan­den, ist sie heu­te mit 45 Schlös­sern, Bur­gen und Resi­den­zen sowie wei­te­ren Bau­denk­mä­lern einer der größ­ten staat­li­chen Muse­um­s­trä­ger in Deutsch­land. Dazu kommt noch ein ganz beson­de­res geschicht­li­ches Erbe: die vie­len pracht­vol­len Hof­gär­ten, Schloss­parks, Gar­ten­an­la­gen und Seen. Die ein­zig­ar­ti­gen Ensem­bles euro­päi­scher Archi­tek­tur gepaart mit reich­hal­ti­ger künst­le­ri­scher Aus­stat­tung zie­hen jähr­lich über fünf Mil­lio­nen Besu­cher aus aller Welt an.