Bay­reuth Tigers unter­lie­gen in Frankfurt

Symbolbild Eishockey

Löwen behal­ten die Punk­te, dank eines guten ÜZ-Spiels an die­sem Abend, in Frankfurt

Genau nach 18 Sekun­den zap­pel­te zum ersten Mal die Schei­be im Bay­reu­ther Netz, was jedoch noch kei­nen Tor­er­folg für die Gast­ge­ber bedeu­tet, da hier auf Tor­raum­ab­seits ent­schie­den wur­de. Viel schlim­mer als die­ser Moment, war der Schock, wel­cher die Tigers nach 11 Minu­ten ereil­te, als Davi­dek das Eis ver­las­sen muss­te und nicht wei­ter am Spiel­ge­sche­hen teil­neh­men konn­te. Außer­halb unse­res Sicht­fel­des konn­te die Sze­ne nicht rich­tig beur­teilt wer­den. Mike Miesz­kow­ski muss­te jeden­falls in die­sem Moment für 2+2 Minu­ten auf die Straf­bank. Die anschlie­ßen­de Über­zahl nut­zen die Tigers durch einen Schuss von Davis aus der Halb­di­stanz. Eben­falls erfolg­reich im Power­play nur kurz dar­auf die Löwen, als Bin­dels eine Stra­fe genom­men hat­te und Mit­chell die­se Gele­gen­heit nut­zen konn­te. Bei einer wei­te­ren Hin­aus­stel­lung gegen die Löwen konn­ten die Tigers ihre Chan­cen – die vor allem Gron hat­te – nicht in Zähl­ba­res ummünzen.

Der zwei­te Abschnitt ging optisch und auch was das Ergeb­nis angeht, an die Löwen. Gleich zu Beginn traf Kret­sch­mann zur Füh­rung, was das ein­zi­ge Tor der Hes­sen blei­ben soll­te, was bei Fünf gegen Fünf fal­len soll­te. Der Ex-Löwe Mei­sin­ger glich zwar schnell aus, als er kei­ne kom­plet­te Minu­te spä­ter einen Schuss ansetz­te, der für den Goa­lie ver­deckt im Eck ein­schlug. Erneut ein Power­play-Tor fiel dann, als Gron die Straf­bank drück­te und man Wood zu viel Platz ließ. Den mög­li­chen Aus­gleich ver­pass­te Raja­la kurz vor Ende des Abschnitts, der in Unter­zahl ein schnel­les Break fuhr aber an Kucis scheiterte.

Mit einer rie­sen Chan­ce auf Sei­ten der Tigers begann auch das letz­te Drit­tel, als Jär­veläi­nen aus halb­rech­ter Posi­ti­on frei zie­len konn­te aber den fla­chen Schuss nicht unter­brin­gen konn­te. Eine wei­te­re gute Mög­lich­keit war die von Davis, der bei einer Stra­fe gegen Frank­furt und eige­ner Über­zahl eine Direkt­ab­nah­me nicht unter­brin­gen konn­te. Raja­la ver­such­te sich nach­her, als er eine Schei­be ablausch­te und davon gelau­fen war, es aus spit­zem Win­kel pro­bier­te und den mög­li­chen Aus­gleich lie­gen ließ, als die Schei­be ans Außen­netz rausch­te. Als genau Raja­la zwei Minu­ten zog, waren es die Frank­fur­ter, die mit ihrem drit­ten Über­zahl­tref­fer durch Dmi­triev auf 4:2 stell­ten. Auf­ge­ben war jedoch kei­ne Opti­on und so zog Coach Kuja­la über 3,5 Minu­ten vor Ende des Spiels den Tor­hü­ter für einen sech­sten Feld­spie­ler, was zunächst Erfolg brach­te. Raja­la brach­te die Schei­be in einer unüber­sicht­li­chen Situa­ti­on in den Slot, wo die­se von Kucis mit dem Schlitt­schuh ins eige­ne Tor abge­lenkt wur­de. Nur kurz kehr­te Her­den zurück um bei näch­ster Gele­gen­heit wie­der das Eis für einen wei­te­ren Angrei­fer zu ver­las­sen. Die­ses Mal mit weni­ger Glück, als Mit­chell einen Befrei­ungs­schlag am Ende aus dem eige­nen Drit­tel im ver­wei­sten Tor unter­brin­gen konn­te. Auch die drit­te Her­aus­nah­me des eige­nen Goa­lies brach­te dann aber kei­nen Erfolg mehr.

„Wir waren heu­te wie­der mit klei­ner Mann­schaft unter­wegs und nach­dem dann noch Davi­dek aus­ge­fal­len ist, waren wir oft unter Druck, vor allem im zwei­ten Drit­tel. Komi­scher­wei­se hat die Kraft nicht nach­ge­las­sen. Ich muss mei­ner Mann­schaft einen rie­sen Respekt zol­len – gera­de auch Domi­nik Mei­sin­ger, der mal als Ver­tei­di­ger auf­läuft, ein­mal als Mit­tel­stür­mer,“ war Coach Petri Kuja­la ein­ver­stan­den mit der Lei­stung sei­ner Jungs, auch wenn das Ergeb­nis sicher nicht nach sei­nem Geschmack gewe­sen sein dürfte.

Löwen Frank­furt – Bay­reuth Tigers 5:3 (1:1, 2:1, 2:1)

  • Frank­furt: Kucis, Klein – Wood, Son­nen­burg, Erk (2), Hüttl, Suvan­to, Obu, Wirt – Schin­ko, Proft, Buch­wie­ser (2), Dar­ren Miesz­kow­ski, Stro­del, Ferraro(2), Lewan­dow­ski, Dmi­triev (2), Mit­chell, Mike Miesz­kow­ski (4), Coll­berg (2), Kretschmann
  • Bay­reuth: Her­den, Zim­mer­mann Nico – Kar­rer, Poko­vic (2), Mei­sin­ger, Davis, Man­nes (2) – Raja­la (2), Davi­dek, Kolozva­ry, Jär­veläi­nen, Lil­lich (2), Bin­dels, Zim­mer­mann Tim, Wag­ner, Gron (2)
  • Zuschau­er: Kei­ne Zuschau­er zugelassen
  • Schieds­rich­ter: Haupt, Engel­mann – Lau­dan, Treitl
  • Stra­fen: Frank­furt: 14 Bay­reuth: 12 Power­play: Frank­furt 3/6 Bay­reuth: 1/7
    Tor­fol­ge: 0:1 (11.) Davis (Mei­sin­ger) PP1, 1:1 (14.) Mit­chell (Wood) PP1, 2:1 (22.) Kret­sch­mann (Dmi­triev, Buch­wie­ser), 2:2 (23.) Mei­sin­ger (Davis, Kolozva­ry) 3:2 (31.) Wood (Coll­berg, Mit­chell) PP1, 4:2 (51,) Dmi­triev (Wood, Buch­wie­ser) PP1, 4:3 (57.) Raja­la (Jär­veläi­nen, Davis) (6–5), 5:3 (59.) Mit­chell (Hüttl) EN

Alex­an­der Vögel