Bay­reuth: Impf­zen­trum für Stadt und Land­kreis Bay­reuth an der Johan­nes-Kep­ler-Real­schu­le (JKR)

Ulrich Schef­fer, Lei­ter des Geschäfts­be­reichs Öffent­li­che Sicher­heit und Ord­nung, Peter Baum, Fach­be­reichs­lei­ter der Zen­tra­len Ver­ga­be­stel­le vom Land­rats­amt und Flo­ri­an Wie­de­mann inspi­zie­ren das Impf­zen­trum. / Foto: Land­rats­amt Bayreuth

Um gleich­zei­tig mög­lichst vie­le Imp­fun­gen in Stadt und Land­kreis Bay­reuth durch­füh­ren zu kön­nen, wer­den zwei Impf­zen­tren betrie­ben. Neben dem Impf­zen­trum an der Sana-Kli­nik Peg­nitz mit einem Impf­vo­lu­men von 100 Imp­fun­gen täg­lich für die Bür­ger im süd­li­chen Land­kreis, wird ein an den Impf­ka­pa­zi­tä­ten gemes­sen deut­lich grö­ße­res Impf­zen­trum in der Turn­hal­le II der Johan­nes-Kep­ler-Real­schu­le betrie­ben. Hier sol­len in der Hoch­be­triebs­pha­se über 400 Imp­fun­gen täg­lich mög­lich sein. Auf­grund der dyna­mi­schen Ent­wick­lun­gen und unab­wäg­ba­ren Umstän­de bezüg­lich des Zeit­punk­tes der Ver­füg­bar­keit des Impf­stof­fes und der aktu­ell noch nicht bekann­ten Anzahl der gelie­fer­ten Impf­stof­fe, ist aller­dings noch nicht abschlie­ßend geklärt, wann und in wel­chem Umfang das Impf­zen­trum tat­säch­lich in Betrieb gehen wird. Des­halb – und um die Abläu­fe und Mecha­nis­men ein­spie­len zu kön­nen, wird sicher­lich nicht von Beginn an eine Voll­aus­la­stung mög­lich sein. Zudem wird zunächst eine star­ke Aus­la­stung der mobi­len Impf­teams erwar­tet, nach­dem anfäng­lich unter ande­rem Kli­nik­per­so­nal sowie Alten- und Pfle­ge­hei­me beimpft wer­den sollen.

Das Impf­zen­trum an der Johan­nes-Kep­ler-Real­schu­le war frist­ge­recht zum 15.12.2020 fer­tig­ge­stellt und ein­satz­be­reit. Hier ist selbst­ver­ständ­lich ein bar­rie­re­frei­er Zugang mög­lich. Die Stadt­wer­ke Bay­reuth stel­len die Strom­ver­sor­gung des Impf­zen­trums in der Turn­hal­le der Johan­nes-Kep­ler-Real­schu­le und damit die not­wen­di­ge Kühl­mög­lich­keit über ein Not­strom­ag­gre­gat sicher. Auch am Stand­ort der Stadt­bad-Turn­hal­len, wo ein „Rück­fall-Impf­zen­trum“ vor­ge­hal­ten wird, das bei Bedarf betrie­ben wer­den kann, stel­len die Stadt­wer­ke Bay­reuth ein Not­strom­ag­gre­gat bereit.

Die Errich­tung des Impf­zen­trums stell­te gera­de auch in per­so­nel­ler Hin­sicht eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für die Kreis­ver­wal­tungs­be­hör­de dar, wobei das Kli­ni­kum Bay­reuth eine maß­geb­li­che Rol­le im Hin­blick auf die Ent­wick­lung der medi­zi­ni­schen Abläu­fe spiel­te. Zur Bewäl­ti­gung die­ser Auf­ga­be muss­ten nahe­zu alle Fach­be­rei­che des Land­rats­amts in gro­ßem Umfang ein­ge­bun­den wer­den. Das Auf­ga­ben­spek­trum erstreck­te sich von der Bereit­stel­lung einer taug­li­chen IT-Infra­struk­tur bis hin zu kon­kre­ten bau­li­chen Arbei­ten vor Ort. Damit fiel ins­ge­samt ein erheb­li­cher Mehr­auf­wand für die betrof­fe­nen Mit­ar­bei­ter an, der zudem neben dem übli­chen Tages­ge­schäft gelei­stet wer­den musste.

Per­so­nal

Die Impf­sta­ti­on Johan­nes-Kep­ler-Real­schu­le wird mit zwei Impf­stra­ßen belegt sein, so dass vier Impf­ka­bi­nen par­al­lel zur Ver­fü­gung ste­hen. Grund­sätz­lich wird die Impf­sta­ti­on bei Voll­aus­la­stung von über 400 Imp­fun­gen täg­lich mit durch­gän­gig min­de­stens 14 Mit­ar­bei­tern besetzt sein. Hier­bei han­delt es sich um Ver­wal­tungs­per­so­nal, medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te und Ärz­te, die die Impf­lin­ge im Impf­zen­trum ver­sor­gen. Je nach Kapa­zi­täts­hö­he kann dies jedoch auch variieren.

Die Ärz­te stel­len das Kli­ni­kum Bay­reuth sowie die Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung. Der BRK Kreis­ver­band Bay­reuth stellt das medi­zi­ni­sche Fach­per­so­nal zur Ver­fü­gung. Die Ver­wal­tungs­kräf­te wer­den von exter­nen Dienst­lei­stern akqui­riert. Nur durch ein Zusam­men­wir­ken und das Enga­ge­ment aller Betei­lig­ten konn­te die per­so­nel­le Beset­zung und damit der Grund­stein für die Betriebs­fä­hig­keit sicher­ge­stellt werden.

Ablauf einer Impfung

Geimpft wer­den nur Per­so­nen, die sich vor­her zur Imp­fung ange­mel­det haben und zu dem ver­ein­bar­ten Ter­min zum Impf­zen­trum kommen.
Der Impf­ling durch­läuft die Sta­tio­nen Anmel­dung, Auf­klä­rung, Ana­mne­se, Imp­fung, Beob­ach­tung, Ausgang.

Kern des Impf­zen­trums ist die Auf­klä­rung der Pati­en­ten sowie – sofern erfor­der­lich – eine per­sön­li­che Auf­klä­rung unter Berück­sich­ti­gung indi­vi­du­el­ler Vor­aus­set­zun­gen (z.B. Vor­er­kran­kun­gen o.Ä.) sowie die tat­säch­li­che Imp­fung. Im Nach­gang an die Imp­fung erfolgt, wie auch beim Haus­arzt üblich, eine Beob­ach­tungs­pha­se, die die zu imp­fen­den Per­so­nen auf eige­nen Wunsch ent­fal­len las­sen kön­nen. An der Anmel­dung in der Impf­sta­ti­on erhält jeder Impf­ling einen Ana­mne­se­bo­gen, den am Aus­gang wie­der abzu­ge­ben ist.
Der kom­plet­te Pro­zess von Anmel­dung über Auf­klä­rung, Ana­mne­se, Imp­fung, Beob­ach­tung und Aus­gang dau­ert unter Ein­hal­tung der vor­ge­se­he­nen Beob­ach­tungs­zeit vor­aus­sicht­lich zwi­schen 20 und 30 Minuten.

Ohne Anmel­dung kei­ne Impfung

Um sich in den Impf­zen­tren imp­fen las­sen zu kön­nen, ist eine vor­he­ri­ge Anmel­dung zwin­gend erfor­der­lich. Ohne Ter­min kann kei­ne Imp­fung erfol­gen! Für die Anmel­dung soll vom Frei­staat Bay­ern eine Soft­ware bereit­ge­stellt wer­den, die maß­geb­lich als Anmel­de­me­di­um die­nen soll. Für dar­über­hin­aus­ge­hen­de Ein­zel­fäl­le soll eine Hot­line ange­bo­ten wer­den. Nach­dem nach wie vor noch nicht klar ist, wann genau die Impf­stof­fe zur Ver­fü­gung ste­hen und wel­che Per­so­nen­grup­pen prio­ri­siert beimpft wer­den sol­len, kön­nen aktu­ell noch kei­ne Ter­mi­ne ver­ein­bart wer­den! Wir bit­ten hier­für um Ver­ständ­nis der Bür­ger. Sobald die Mög­lich­keit besteht, sich als Bür­ger für die Imp­fun­gen auf digi­ta­lem oder tele­fo­ni­schem Weg anzu­mel­den, wird dies umge­hend medi­al bekannt gemacht wer­den. Wir bit­ten dar­um, bis dahin auf tele­fo­ni­sche und schrift­li­che Rück­fra­gen zu verzichten.

Was muss vom Pati­en­ten mit­ge­bracht werden?

Die Pati­en­ten soll­ten ihren Impf­pass und einen Licht­bild­aus­weis dabei­ha­ben. Nähe­re Infor­ma­tio­nen hier­zu wer­den zu gege­be­ner Zeit noch erfolgen.