Bund der Selb­stän­di­gen infor­miert: Kon­kre­ti­sie­run­gen Betriebs­schlie­ßun­gen und Misch­be­trie­be im Rah­men der Corona-Maßnahmen

Eine kur­ze Zusam­men­fas­sung der aktu­el­len Situa­ti­on bezüg­lich der 11. Baye­ri­schen Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung

Logo BDS Solidarität Mittelstand1. Wel­che Betrie­be, Laden­ge­schäf­te, etc. dür­fen geöff­net haben, betrie­ben wer­den bzw. wel­che Dienst­lei­stun­gen dür­fen aus­ge­übt werden?

  • Abga­be von Spei­sen zum Mitnehmen
  • Apo­the­ken
  • Aus­lie­fe­rung von Speisen
  • Auto­ma­ti­sier­te Auto- und LKW-Waschanlagen
  • Auto­ver­miet­sta­tio­nen
  • Baby­fach­märk­te
  • Bäcke­rei­en
  • Bahn
  • Ban­ken, Geldautomaten
  • Bau­ge­wer­be
  • Bau­märk­te für Hand­wer­ker mit Hand­werks­aus­weis, Gewer­be­trei­ben­de, Land- und Forstwirte
  • Bau­stoff­han­del
  • Bau­stel­len
  • Bestat­ter
  • Betrie­be der Indu­strie, des pro­du­zie­ren­den Gewer­bes, der Logi­stik, des Spe­di­ti­ons und Trans­port­ge­wer­bes, der Land- und Forstwirtschaft
  • Brenn­stoff­han­del (Öl, Pel­lets usw.)
  • Click und Collect (Abho­len von z.B. online bestell­ten Waren) nur bei Laden­ge­schäf­ten, die öff­nen dürfen
  • Com­pu­ter­ser­vice und ‑repa­ra­tur (nur beim Kunden)
  • Dia­be­tes­fach­ge­schäft
  • Dienst­lei­ster außer­halb eines Laden­ge­schäfts, also soweit sie online oder tele­fo­nisch tätig sind oder den Kun­den besu­chen, Aus­nah­me: kör­per­na­he Dienstleistungen
  • Dienst­lei­stun­gen gegen­über gewerb­li­chen Kunden
  • Dro­ge­rien
  • Fahr­rad­werk­stät­ten, Fahr­rader­satz­teil­han­del, Pan­nen­hil­fe, Wartung
  • Filia­len des Brief- und Versandhandels
  • Freie Beru­fe (Ärz­te, Zahn­ärz­te, Vete­ri­när­me­di­zi­ner, Rechts­an­wäl­te, Steu­er­be­ra­ter, Wirt­schafts­prü­fer, etc.)
  • Geträn­ke­märk­te (Wein- und Spi­ri­tuo­sen­lä­den auch!)
  • Groß­han­del inklu­si­ve Lebensmittelgroßhandel
  • Hand­wer­k­erlei­stun­gen beim Kunden/​außerhalb eines Laden­ge­schäfts (Aus­nah­me: Hand­wer­ker, die bei der Dienst­lei­stung not­wen­di­ger­wei­se die Kun­den berüh­ren müs­sen wie Friseure)
  • Heil­prak­ti­ker
  • Hof­lä­den für Lebensmittel
  • Hör­ge­räte­a­ku­sti­ker, Hörakustiker
  • Hun­de­pen­si­on
  • Immo­bi­li­en­mak­ler (außer­halb eines Laden­ge­schäfts, d.h. Besich­ti­gun­gen möglich)
  • Jagd­be­darf
  • Kamin­keh­rer
  • KFZ- und Motor­rad­werk­stät­ten, Ersatz­teil­han­del, Pan­nen­hil­fe, War­tung, Rei­fen­wech­sel aus Sicherheitsgründen
  • Land­han­del mit Dün­ger, Pflan­zen­schutz, Saat­gut, Tie­ren, land­wirt­schaft­li­chen Maschi­nen, Ersatz­tei­le usw.
  • Land­ma­schi­nen­re­pa­ra­tur, Landmaschinenersatzteile
  • Land­schafts- und Gar­ten­bau (außer­halb eines Ladengeschäfts)
  • Lebens­mit­tel­han­del + Direktvermarktung
  • Lebens­mit­tel­spe­zi­al­ge­schäf­te (Spirituosen‑, Süß­wa­ren- oder Fein­kost­ge­schäf­te, Weinhandel)
  • Lie­fer­dien­ste (auch bei geschlos­se­nen Laden­ge­schäf­ten; Bestel­lung Online oder per Tele­fon; Lie­fe­rung zum Kun­den durch das Unter­neh­men selbst oder durch exter­ne Lieferdienste)
  • Lie­fe­rung und Mon­ta­ge von Waren
  • LKW-Ver­kauf an Geschäftskunden
  • Online-Han­del
  • ÖPNV und ÖPNV-Kundencenter
  • Opti­ker
  • Paket­sta­tio­nen
  • Reform­häu­ser
  • Rei­ni­gun­gen
  • Rei­ni­gungs­dienst­lei­ster
  • Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­lä­den / Ser­vice­stel­len der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on zur Repa­ra­tur von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­rä­ten und zur Bera­tung und Behe­bung von Inter­net- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­men (Waren­ver­kauf ausgenommen)
  • Rol­len­de Supermärkte
  • Sai­son­ver­kaufs­hüt­ten für Lebensmittel
  • Sani­täts­häu­ser
  • Schreib­wa­ren zur Ver­sor­gung von zu Hau­se ler­nen­den Schülern/​Studenten und zur betrieb­li­chen Bedarfsdeckung
  • Schlüs­sel­dienst
  • Ski­werk­stät­ten (ohne Verkauf)
  • Spar­kas­sen
  • Stör- und Notdienste
  • Taxis
  • Tank­stel­len, Tank­stel­len­shops und SB-Waschanlagen
  • Tier­be­darf
  • Tier­nah­rung
  • Tier­pfle­ge, wenn unauf­schieb­ba­rer Bedarf
  • Ver­kehrs­dienst­lei­stun­gen
  • Ver­si­che­rungs­ver­mitt­ler (online oder tele­fo­nisch oder beim Kunden)
  • Vino­the­ken (ohne Aus­schank und Verkostung)
  • Wasch­sa­lons
  • Weih­nachts­baum­ver­kauf
  • Wert­stoff­hö­fe
  • Wochen- und Bau­ern­märk­te, nur Lebensmittelverkauf
  • Zei­tungs- und Zeit­schrif­ten­ver­kauf, Zeitungszustellung

Anmer­kung: Die­se Liste hal­ten wir wei­test­ge­hend für voll­stän­dig und abschließend.)

2. Was gilt bei Betrie­ben, die nicht ein­deu­tig einer Bran­che zuge­ord­net wer­den kön­nen (Misch­be­trie­be)?

Anmer­kung: Grund­sätz­lich gilt: Der Ver­kauf von Waren, die über das übli­che Sor­ti­ment des jewei­li­gen Geschäfts hin­aus­ge­hen, ist untersagt.

Misch­be­trie­be des Han­dels oder der Dienst­lei­stun­gen (Bei­spie­le Kiosk, Han­del mit ver­schie­de­nen Sor­ti­men­ten, Schreib­wa­ren­han­del mit Post­sta­ti­on, Lot­to­lä­den) wer­den nach dem Schwer­punkt­prin­zip beur­teilt. Sie kön­nen ins­ge­samt öff­nen, wenn der Schwer­punkt ihrer Tätig­keit (mehr als 50 %) im erlaub­ten Bereich (Bei­spiel Ver­kauf von Lebens­mit­teln, Ver­kauf von Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten) liegt. Sie kön­nen dann auch die übri­gen Sor­ti­men­te ver­kau­fen, um die betrieb­li­chen Abläu­fe nicht zu bela­sten. Bei Misch­be­trie­ben, bei denen der Schwer­punkt ihrer Tätig­keit im nicht erlaub­ten Bereich liegt, kann aus­schließ­lich der erlaub­te Teil (etwa Ver­kauf von Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten) wei­ter erfolgen.

Son­der­re­ge­lung Groß­be­triebs­for­men: Bei Groß­be­triebs­for­men des Han­dels wie ins­be­son­de­re SB-Waren­häu­sern, Ver­brau­cher­märk­ten und groß­flä­chi­gen Dro­ge­rie­märk­ten gilt die Misch­be­triebs­re­ge­lung nicht, wenn nicht-erlaub­te Sor­ti­men­te in eige­nen, gut abgrenz­ba­ren Abtei­lun­gen (etwa eige­nes Stock­werk; zusam­men­hän­gen­de, grö­ße­re Flä­che) des Betriebs ange­bo­ten wer­den. Die­se Abtei­lun­gen sind zu schlie­ßen. Auf Wochen- und Bau­ern­märk­ten ist ledig­lich der Lebens­mit­tel­ver­kauf zuläs­sig. Ein Stand, der vor­wie­gend Lebens­mit­tel ver­kauft, kann neben­bei auch noch Tan­nen­grün und Advents­krän­ze ver­kau­fen, wenn er dies auch unter nor­ma­len Umstän­den tun wür­de („übli­ches Sor­ti­ment“). Der Ver­kauf von Waren, die über das übli­che Sor­ti­ment hin­aus­ge­hen, ist untersagt.

Misch­be­trie­be des Hand­werks (Betrie­be des Hand­werks gemäß Hand­werks­rol­le, die dane­ben auch Waren ver­kau­fen) dür­fen ein­schließ­lich des Neben­bei­ver­kaufs von Waren wei­ter betrie­ben werden.

3. Kön­nen Dienst­lei­ster und Hand­wer­ker, deren Laden­ge­schäf­te zu schlie­ßen sind, Kun­den zu Hau­se aufsuchen? 

JA! Haus­be­su­che von Dienst­lei­stern oder Hand­wer­kern, die Teil ihrer nor­ma­len Tätig­keit sind, sind mit Aus­nah­me der kör­per­na­hen Dienst­lei­stun­gen zuläs­sig. Alle Ter­mi­ne, die ein per­sön­li­ches Zusam­men­tref­fen erfor­dern und die nicht not­wen­dig sind, soll­ten jedoch auf einen spä­te­ren Zeit­punkt ver­scho­ben werden.

4. Dür­fen ver­kauf­te Fahr­zeu­ge aus­ge­lie­fert werden? 

Eine Auslieferung/​Übergabe von ver­kauf­ten oder gelea­sten Fahr­zeu­gen im Rah­men von ver­ein­bar­ten Ein­zel­ter­mi­nen ist zuläs­sig. Bei der Ein­wei­sung des Kun­den soll­te jedoch auf Abstand geach­tet wer­den. Kun­de und Ver­käu­fer soll­ten nicht gleich­zei­tig im Fahr­zeug sit­zen. (Anmer­kung: Das Auto­haus vor Ort muss aber geschlos­sen werden!)


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