Forch­hei­mer Gesprächs­run­de “Sicher Rad­fah­ren – auch im Winter!”

In locke­rer Run­de und bei win­ter­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren spra­chen Ende Novem­ber 2020 Bür­ger­mei­ste­rin Dr. Annet­te Prech­tel und Ver­tre­ter der Stadt­ver­wal­tung mit Ver­tre­tern des ADFC Forch­heim und der Fir­ma Sie­mens Healt­hi­neers über die Bedürf­nis­se von Radfahrer*innen auf ihrem täg­li­chen Weg zur Arbeitsstelle.

Gesprächsrunde bei winterlichen Temperaturen: Passend zur Jahreszeit standen die Schwerpunktthemen „Reinigung der städtischen Radwege“ und „mehr Sicherheit durch Räumen und Winterdienst“ im Vordergrund des Ortstermins im Forchheimer Süden direkt an der Siemens-Niederlassung in der Simon-Hegele-Straße. V.l.n.r: Walter Mirschberger, Referatsleiter des städtischen Bau,- Grün- und Bäderbetriebs, ADFC-Vorstand Gerhard Krahl, Siemens-Betriebsrat Michael Dürr, Bürgermeisterin Dr. Annette Prechtel, Siemens-Mitarbeiter und ADFC-Mitglied Jürgen Koch, Klaus Bartosch, Leiter des städtischen Bauhofs und Florian Pfaff vom Location Management der Siemens Real Estate. Foto: Stadt Forchheim

Wal­ter Mirsch­ber­ger, Refe­rats­lei­ter des städ­ti­schen Bau,- Grün- und Bäder­be­triebs, ADFC-Vor­stand Ger­hard Krahl, Sie­mens-Betriebs­rat Micha­el Dürr, Bür­ger­mei­ste­rin Dr. Annet­te Prech­tel, Sie­mens-Mit­ar­bei­ter und ADFC-Mit­glied Jür­gen Koch, Klaus Bar­tosch, Lei­ter des städ­ti­schen Bau­hofs und Flo­ri­an Pfaff vom Loca­ti­on Manage­ment der Sie­mens Real Estate. Foto: Stadt Forchheim

Pas­send zur Jah­res­zeit stan­den die Schwer­punkt­the­men „Rei­ni­gung der städ­ti­schen Rad­we­ge“ und „mehr Sicher­heit durch Räu­men und Win­ter­dienst“ im Vor­der­grund des Orts­ter­mins im Forch­hei­mer Süden direkt an der Sie­mens-Nie­der­las­sung in der Simon-Hege­le-Stra­ße. Flo­ri­an Pfaff vom Loca­ti­on Manage­ment der Sie­mens Real Estate, Sie­mens-Betriebs­rat Micha­el Dürr, Sie­mens-Mit­ar­bei­ter und ADFC-Mit­glied Jür­gen Koch (alle auch Mit­glie­der im Sie­mens-inter­nen Pro­jekt „fahr­rad­freund­li­ches Unter­neh­men“) sowie ADFC-Vor­stand Ger­hard Krahl tausch­ten sich mit der Bür­ger­mei­ste­rin, dem Refe­rats­lei­ter des städ­ti­schen Bau,- Grün- und Bäder­be­triebs, Wal­ter Mirsch­ber­ger, und Klaus Bar­tosch, dem Lei­ter des städ­ti­schen Bau­hofs über die Ein­rich­tung, die Pfle­ge und Rei­ni­gung der Fahr­rad­we­ge und damit die Ver­mei­dung von Fahr­rad­un­fäl­len gera­de in der kal­ten dunk­len Jah­res­zeit aus.

„Vie­le Berufs­tä­ti­ge benut­zen das Fahr­rad als All­tags­ver­kehrs­mit­tel auch im Win­ter und wir möch­ten das nach Kräf­ten unter­stüt­zen“, erläu­ter­te Bür­ger­mei­ste­rin Dr. Prech­tel den Hin­ter­grund des Ter­mins. Ein guter Win­ter­dienst auf den Haupt­rad­we­gen sei aus Grün­den der Ver­kehrs­si­cher­heit not­wen­dig und die­ne der För­de­rung des Rad­ver­kehrs und damit einer nach­hal­ti­gen Mobi­li­tät. Ihren Appell ver­band die Bür­ger­mei­ste­rin mit dem Dank an die Mitarbeiter*innen des Bau­ho­fes und im Win­ter­dienst für ihren Einsatz.

„Wir sind uns bewusst, dass Sie hier schon im Ein­satz sind!“, erklär­te Jür­gen Koch, der sich bedank­te für die schnel­le Reak­ti­ons­zeit der Stadt, wenn es dar­um geht, Unfall­schwer­punk­te zu ent­schär­fen. Die Sie­mens-Ver­tre­ter hat­ten zum Orts­ter­min als Infor­ma­ti­ons­grund­la­ge eine fir­men­in­ter­ne Ana­ly­se der Arbeits­we­ge­un­fäl­le in den letz­ten Jah­ren mit­ge­bracht die zusam­men mit dem ADFC aus­ge­wer­tet wur­de. Die Fir­ma Sie­mens Healt­hi­neers hat ihre Pendler*innen im Blick, die vom Auto aufs Fahr­rad umge­stie­gen sind: „Die Anzahl der Fahr­rad­fah­rer steigt“, beton­te Koch, „wir wol­len unse­re Fahr­rad­fah­rer noch stär­ker moti­vie­ren und wei­te­re dazu gewin­nen. Der Healt­hi­neers-Stand­ort wächst wei­ter. Es wird sich wei­ter stei­gern“, ist er über­zeugt. ADFC-Chef Krahl ergänzt: „Wir sehen hier den Kli­ma­ef­fekt: Wir wol­len die Leu­te aus dem Auto her­aus­krie­gen, wir wol­len, dass sie auf ande­re Ver­kehrs­mit­tel umstei­gen. Immer mehr tun es!“

Da die­se Ent­wick­lung und die Sicher­heit der Radfahrer*innen auch im Inter­es­se der Stadt sind, wie Bür­ger­mei­ste­rin Dr. Prech­tel beton­te, wur­den beim Orts­ter­min vor allem die Sicher­heits­aspek­te beleuch­tet wie Sicht­ver­bes­se­rung durch Hecken­schnitt an Rad­we­gen, wei­ße Abmar­kie­rung von Rand­be­rei­chen der Fahr­rad­strecken, die Art des Boden­be­la­ges und die Rei­ni­gung im Herbst und Winter.

Refe­rats­lei­ter Mirsch­ber­ger bestä­tig­te, beson­ders zu den Stoß­zei­ten mor­gens und abends ver­stärkt ein Auge auf die Rad­we­ge zu haben: „Auch wir sehen die Not­wen­dig­keit, dass Rad­we­ge mehr win­ter­dienst­lich berück­sich­tigt wer­den. Wir wol­len die Rei­ni­gung inten­si­ver ange­hen. Ein zusätz­li­ches Räum­fahr­zeug für die Ent­fer­nung von Laub auf Fahr­rad­we­gen ist schon im Haus­halt 2021 bean­tragt. Auch wei­te­re per­so­nel­le Ver­stär­kung ist geplant. Je nach Bedarf kann im Stadt­rat ein wei­te­res Räum­fahr­zeug als Ergän­zung the­ma­ti­siert werden!“

Bau­hof­chef Bar­tosch ergänz­te: „Win­ter­dienst ist da not­wen­dig, wo es ver­kehrs­wich­tig und gefähr­lich ist, wir wol­len uns dem stär­ker auf Fahr­rad­we­gen anneh­men.“ Selbst­ver­ständ­lich sei­en die Unfall­schwer­punk­te beson­ders zu berück­sich­ti­gen. Die mor­gend­li­che Rund­fahrt deh­ne sich im Herbst und Win­ter auch auf die Fahr­rad­we­ge aus. Beson­ders im Blick hat der Win­ter­dienst auch die Brücken im Stadt­ge­biet, hier wer­den die Kräf­te aus dem Bau­hof und dem Grün­amt zum Ein­satz geru­fen, wenn die Wit­te­rung win­ter­lich wird.

Bür­ger­mei­ste­rin Dr. Prech­tel bedank­te sich bei allen Teil­neh­men­den des Tref­fens und beton­te abschlie­ßend: „Wir wol­len uns zur fahr­rad­freund­li­chen Kom­mu­ne ent­wickeln und des­halb ist es wich­tig im stän­di­gen Dia­log zu sein und gemein­sam an not­wen­di­gen Ver­bes­se­run­gen zu arbeiten.“