Hum­mel­tal erhält 25.000 € Preis­geld bei Bun­des­wett­be­werb “Natur­stadt”

Für die Pro­jekt­idee „Hum­mel­ret­ter“ wird die Gemein­de Hum­mel­tal als eine von bun­des­weit 40 Kom­mu­nen mit einem Preis­geld von 25.000 Euro aus­ge­zeich­net. Das Geld kann bis zum jahr 2023 für ver­schie­de­ne Maß­nah­men zur För­de­rung der Bio­di­ver­si­tät ein­ge­setzt wer­den. Kon­kret sind neben Anschaf­fun­gen zur kom­mu­na­len Grün­pfle­ge, samt einer eige­nen Saat­gut­ge­win­nung auch ver­schie­de­ne Umwelt­bil­dungs­maß­nah­men geplant.

An dem Pro­jekt betei­li­gen sich neben den ört­li­chen Imker­ver­ei­nen, auch die unte­re Natur­schutz­be­hör­de des Land­krei­ses, die Grund- und Mit­tel­schu­le Hum­mel­tal sowie ört­li­che Land­wir­te, die sich bereits im Ver­trags­na­tur­schutz engagieren.

Unter fol­gen­dem Link fin­den Sie den Steck­brief zum Pro­jekt auf der Sei­te des Bünd­nis­ses „Kom­mu­nen für bio­lo­gi­sche Viel­falt e.V.“ einsehen:
https://​www​.wett​be​werb​-natur​stadt​.de/​z​u​k​u​n​f​t​s​p​r​o​j​e​k​t​e​/​h​u​m​m​e​l​t​a​l​.​h​tml

Infor­ma­tio­nen zum Wett­be­werb „Natur­stadt – Kom­mu­nen schaf­fen Vielfalt“

Vom 01. Febru­ar 2020 bis zum 30. Juni 2020 konn­ten Städ­te, Land­krei­se und Gemein­den mit Pro­jekt­ideen zur För­de­rung von Stadt­na­tur und Insek­ten im Sied­lungs­raum am Bun­des­wett­be­werb „Natur­stadt – Kom­mu­nen schaf­fen Viel­falt“ teil­neh­men. Der Wett­be­werb wird vom Bünd­nis „Kom­mu­nen für bio­lo­gi­sche Viel­falt“ durch­ge­führt und im Bun­des­pro­gramm Bio­lo­gi­sche Viel­falt durch das Bun­des­amt für Natur­schutz mit Mit­teln des Bun­des­um­welt­mi­ni­ste­ri­ums gefördert.

Ins­ge­samt gin­gen 332 Bei­trä­ge aus 310 ver­schie­de­nen Kom­mu­nen Deutsch­lands ein. Aus den ein­ge­reich­ten Wett­be­werbs­bei­trä­gen wähl­te eine Fach­ju­ry die 40 besten Pro­jekt­ideen aus. Maß­geb­lich waren hier­bei, inwie­weit die Pro­jekt­ideen zu Ver­bes­se­run­gen für Stadt­na­tur, Insek­ten und deren Lebens­räu­men füh­ren, zu Umwelt­bil­dung und gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment bei­tra­gen, nach­hal­tig wir­ken, vor­bild­lich und inno­va­tiv sind.

Alle 40 Kom­mu­nen erhal­ten jeweils 25.000 Euro Preis­geld für die Umset­zung Ihrer Zukunfts­pro­jek­te. Bun­des­um­welt­mi­ni­ste­rin Sven­ja Schul­ze und Robert Spre­ter, Geschäfts­füh­rer des Bünd­nis­ses „Kom­mu­nen für bio­lo­gi­sche Viel­falt“, ver­lei­hen die Prei­se digi­tal an die aus­ge­wähl­ten Kom­mu­nen und wür­di­gen deren Ein­satz und Enga­ge­ment in einer Gruß­bot­schaft per Video.

Aus­ge­zeich­net wur­den 34 Städ­te und Gemein­den, vier Krei­se sowie eine Ver­wal­tungs­ge­mein­schaft und ein Bezirk. Hier­bei sind klei­ne Kom­mu­nen mit bis zu 5.000 Einwohner*innen eben­so ver­tre­ten wie Städ­te mit bis zu 500.000 Einwohner*innen. Die aus­ge­zeich­ne­ten Bei­trä­ge rei­chen von klas­si­schen Arten­schutz­maß­nah­men (z.B. Rena­tu­rie­rung von Gewäs­sern und Feucht­bio­to­pen, Pflan­zung und Pfle­ge von Streu­obst­wie­sen, Neu­an­la­ge von San­da­ri­en für boden­ni­sten­de Wild­bie­nen­ar­ten) über inno­va­ti­ve Ideen zur För­de­rung von Stadt­na­tur (z.B. Umrü­stung auf insek­ten­freund­li­che Beleuch­tung, Dach- und Fas­sa­den­be­grü­nung, Anla­ge von Insekt­en­trän­ken, Citi­zen Sci­ence Pro­jek­te zur Arten- und Flä­chen­k­ar­tie­rung in der Stadt) bis hin zur Umge­stal­tung natur­fer­ner Pri­vat­gär­ten in insek­ten­freund­li­ches Grün (z.B. Umge­stal­tung von Schot­ter­gär­ten hin zu natur­na­hen Gär­ten, Anla­ge von Schau­gär­ten, Gar­ten­wett­be­wer­be, Bera­tungs­an­ge­bo­te für Gartenbesitzer*innen). Vie­le Bei­trä­ge ver­knüp­fen die­se Ansät­ze zudem mit Umwelt­bil­dung (z.B. durch Beet- und Baum­pa­ten­schaf­ten, grü­ne Klas­sen­zim­mer und lehr­plan­ori­en­tier­te Bil­dungs­ein­hei­ten für Kin­der, Erwach­se­nen­bil­dung über Kunst- und Kul­tur­bei­trä­ge auf den Flä­chen, Lehr­pfa­de und Workshops).

Die Kom­mu­nen zei­gen mit ihren Zukunfts­pro­jek­ten, wie eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung von Stadt­na­tur auf kom­mu­na­ler Ebe­ne aus­se­hen kann. Dabei inte­grie­ren sie in beson­de­rem Maße den Schutz von Insek­ten und berück­sich­ti­gen zudem die Inter­es­sen ihrer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Mit ihrem Enga­ge­ment demon­strie­ren sie auch eine gelun­ge­ne Umset­zung von Hand­lungs­pro­gram­men wie dem 2019 ver­ab­schie­de­ten „Master­plan Stadt­na­tur“ oder dem „Akti­ons­pro­gramm Insek­ten­schutz“ auf kom­mu­na­ler Ebe­ne und die­nen hier­durch ande­ren Städ­ten, Gemein­den und Land­krei­sen als Vorbild.

Die Umset­zung aller Zukunfts­pro­jek­te erfolgt bis Ende 2022 und wird vom Bünd­nis fach­lich beglei­tet. Ergän­zend hier­zu sind diver­se an Kom­mu­nen gerich­te­te Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen vor­ge­se­hen (z.B. eine Fach­ta­gung Ende 2021).

Mehr zum Wett­be­werb und zu den aus­ge­zeich­ne­ten Pro­jekt­ideen unter:
www​.wett​be​werb​-natur​stadt​.de