Ein Wün­sche­baum für Cobur­ger Senioren

Klei­ne Wün­sche, gro­ße Freude

Bernd Fischer, Hildegard Mogalle und Thomas Nowak hängen die Wunschkärtchen an den Baum.

Bernd Fischer, Hil­de­gard Mog­al­le und Tho­mas Nowak hän­gen die Wunsch­kärt­chen an den Baum.

200 Kar­ten hän­gen an dem Weih­nachts­baum, der im Foy­er des Bür­g­laß­schlöss­chens steht. Sie alle ste­hen für den Wunsch eines hil­fe­be­dürf­ti­gen Seni­ors. Die mei­sten der Wün­scher leben in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen. Es ist bereits das zwei­te Mal, dass der Senio­ren­bei­rat und das Büro für Senio­ren und Ehren­amt eine sol­che Akti­on orga­ni­siert haben.

„Wir waren im ver­gan­ge­nen Jahr von der Hilfs­be­reit­schaft der Cobur­ge­rin­nen und Cobur­ger über­wäl­tig“, sagt Ant­je Hen­nig, Lei­te­rin des Büros für Senio­ren und Ehren­amt. Die Wie­der­ho­lung sei ohne­hin geplant gewe­sen, die Coro­na-Kri­se mache die Initia­ti­ve aber noch wich­ti­ger. „Wir haben uns nicht trotz, son­dern gera­de wegen der Pan­de­mie ent­schlos­sen, den Baum auf­zu­stel­len“, erklärt Bernd Fischer, Vor­sit­zen­der des Seniorenbeirates.

Die Wunsch­kärt­chen haben in die­sem Jahr die Kin­der aus dem Bro­se Kids Club gestal­tet. Die Wün­sche, die dar­auf notiert wur­den, sind nicht groß, zum Bei­spiel ein Paar Haus­schu­he, ein Fri­seur­be­such oder Pra­li­nen, aber: „Für die Wün­scher sind das kei­ne Klei­nig­kei­ten, son­dern Din­ge, die sie sich sonst nicht lei­sten könn­ten. Ich habe letz­tes Jahr erlebt, wie sehr sich die Senio­rin­nen und Senio­ren dar­über gefreut haben und wie viel ihnen die Auf­merk­sam­keit bedeu­tet hat“, sagt Tho­mas Nowak, 3. Bürgermeister.

Die Mit­glie­der des Senio­ren­bei­ra­tes, die auch Paten der Heim­ein­rich­tun­gen sind, haben die Wunsch­kärt­chen zu den Senio­rin­nen und Senio­ren in die Ein­rich­tun­gen gebracht – und nun hän­gen sie am Baum und war­ten seit Don­ners­tag im Bür­g­laß­schlöss­chen auf die Cobur­ge­rin­nen und Cobur­ger. Jeder, der möch­te, kann einen Wunsch vom Baum pflücken und ihn erfül­len. Wich­tig ist dabei, dass die Regeln zum Infek­ti­ons­schutz ein­ge­hal­ten wer­den. Einen Ter­min braucht es aber nicht, um den Wün­sche­baum zu besuchen.

„Das Geschenk soll einen Wert von maxi­mal 20 Euro haben“, erklärt Hen­nig. Die Prä­sen­te sol­len schön ein­ge­packt wer­den und bis Mon­tag, 14. Dezem­ber, im Büro Senio­ren und Ehren­amt, Obe­rer Bür­g­laß 1, Tel. 09561–89/2575 96450 abge­ge­ben wer­den. Die Geschen­ke wer­den in der Weih­nachts­wo­che von den Mit­glie­dern des Senio­ren­bei­ra­tes in die Heim­ein­rich­tun­gen gebracht.

Das die­se Idee als gutes Bei­spiel Nach­ah­mer fin­den soll­te meint auch das das Baye­ri­schen Staats­mi­ni­ste­ri­um für Fami­lie, Arbeit und Sozia­les. Der Wün­sche­baum wird daher im dies­jäh­ri­gen Digi­ta­len Advents­ka­len­der auf­ge­nom­men. „Um auch in der bevor­ste­hen­den Advents­zeit auf das The­ma auf­merk­sam zu machen und um zu zei­gen, wel­che Soli­da­ri­tät es unter den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern in Bay­ern gibt, möch­te Frau Staats­mi­ni­ste­rin im Rah­men der Initia­ti­ve „Unser Sozia­les Bay­ern: Wir hel­fen zusam­men“ einen digi­ta­len Advents­ka­len­der gestal­ten, um Pro­jek­te, Initia­ti­ven und Ein­rich­tung zu zei­gen, die Senio­rin­nen und Senio­ren sowie Men­schen mit Behin­de­rung in die­ser Coro­na-Pan­de­mie unter­stüt­zen und ihnen eine gemein­sa­me Advents- und Weih­nachts­zeit ermöglichen.“

Die Öff­nungs­zei­ten des Büros Senio­ren und Ehren­amt für die Abga­be der Geschen­ke sind Mon­tag, Diens­tag und Don­ners­tag von 8:30 bis 15:30 Uhr und Mitt­woch und Frei­tag von 08:30 bis 12 Uhr.