Bay­reuth: Bezirk stimmt Inve­sti­ti­ons­ko­sten­zu­schüs­sen in Höhe von rund 14,5 Mil­lio­nen Euro zu

Der Bezirks­tag von Ober­fran­ken hat unter Lei­tung von Bezirks­tags­prä­si­den­ten Hen­ry Schramm in sei­ner heu­ti­gen Sit­zung wich­ti­ge Ange­le­gen­hei­ten im Bereich der Gesund­heit und der Kul­tur beschlos­sen. Die Gesund­heits­ein­rich­tun­gen des Bezirks Ober­fran­ken erhal­ten Inve­sti­ti­ons­ko­sten­zu­schüs­se in Höhe von rund 14,5 Mil­lio­nen Euro. Eben­falls wur­de einer Grün­dung eines Aus­schus­ses für Kul­tur- und Hei­mat­pfle­ge und der Ver­lei­hung von Denk­mal­pfle­ge­prei­sen zugestimmt.

Gewäh­rung von Investitionskostenzuschüssen

Der Bezirks­tag von Ober­fran­ken stimm­te einem Inve­sti­ti­ons­ko­sten­zu­schuss von rund 13,3 Mil­lio­nen Euro für den Neu­bau des Bezirks­kli­ni­kums Ober­main sowie einem Zuschuss von 1,2 Mil­lio­nen Euro für den Neu­bau des Psych­ia­trisch-Heil­päd­ago­gi­schen Bereichs („H‑Station“) am Bezirks­kran­ken­haus Bay­reuth zu.

Das gro­ße Enga­ge­ment von Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm hat sich gelohnt: „Wir schaf­fen mit den geplan­ten Neu­bau­ten eine erheb­li­che Ver­bes­se­rung für die Stand­or­te Ober­main und Bay­reuth. Mein herz­li­cher Dank geht an Staats­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml für ihren per­sön­li­chen, lobens­wer­ten Einsatz.“

Mit dem Neu­bau des Bezirks­kli­ni­kums Ober­main wer­den 178 akut­psych­ia­tri­sche Bet­ten, 14 tages­kli­ni­sche Plät­ze sowie zen­tra­le Kli­nik­be­rei­che neu errich­tet. Hier­bei han­delt es sich um das bis­her größ­te im Bereich der Bezirks­kran­ken­häu­ser umge­setz­te Bau­pro­jekt. Die geschätz­ten Gesamt­ko­sten des 1. Bau­ab­schnitts belau­fen sich auf rund 86 Mil­lio­nen Euro. Der kal­ku­lier­te Eigen­an­teil der Gesund­heits­ein­rich­tun­gen des Bezirks Ober­fran­ken (GeBO) liegt bei etwa 26,7 Mil­lio­nen Euro. Der Bezirks­tag erklärt nun sei­ne Bereit­schaft, die Hälf­te zu über­neh­men. Somit ergibt sich ein Inve­sti­ti­ons­ko­sten­zu­schuss von rund 13,3 Mil­lio­nen Euro, der noch in die­sem Jahr an die GeBO über­wie­sen wird.

Anschlie­ßend wur­den im Rah­men der Sit­zung die Plä­ne für den Ersatz­neu­bau der „H‑Station“ vor­ge­stellt. Hier wer­den Men­schen mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen und zusätz­li­chen gei­sti­gen Behin­de­run­gen behan­delt. In dem Neu­bau auf dem Gelän­de des Bezirks­kran­ken­haus Bay­reuth kön­nen 20 statt bis­her zwölf voll­sta­tio­nä­re Pati­en­ten und acht tage­kli­ni­sche Pati­en­ten unter­ge­bracht wer­den. Die geschätz­ten Gesamt­ko­sten belau­fen sich auf rund 10 Mil­lio­nen Euro. Davon sind etwa 2,4 Mil­lio­nen Euro von der GeBO zu tra­gen. Der Bezirk gewährt auch hier­zu einen fünf­zig­pro­zen­ti­gen Inve­sti­ti­ons­ko­sten­zu­schuss in Höhe von 1,2 Mil­lio­nen Euro.

Die bau­vor­be­rei­ten­den Maß­nah­men für bei­de Gebäu­de sol­len im Herbst 2021 beginnen.

Errich­tung eines Aus­schus­ses für Kul­tur- und Heimatpflege

Zudem stimm­te der Bezirks­tag von Ober­fran­ken der Errich­tung eines Aus­schus­ses für Kul­tur- und Hei­mat­pfle­ge zu. „Mit einem Aus­schuss für Kul­tur- und Hei­mat­pfle­ge stär­ken wir die Bedeu­tung die­ser wich­ti­gen Pflicht­auf­ga­be. Die­ser dient der bes­se­ren Abstim­mung, der Koor­di­nie­rung und der Umset­zung kul­tu­rel­ler Auf­ga­ben des Bezirks“, erklär­te Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm.

Der Aus­schuss wird beschlie­ßend in den all­ge­mei­nen und grund­sätz­li­chen Ange­le­gen­hei­ten der Kul­tur- und Hei­mat­pfle­ge tätig sein. Zudem soll er vor­be­ra­tend hin­sicht­lich der frei­wil­li­gen Lei­stun­gen des Bezirks fun­gie­ren und so die bis­her von der Arbeits­grup­pe frei­wil­li­ge Lei­stun­gen wahr­ge­nom­me­nen Auf­ga­ben künf­tig mit­er­le­di­gen. Der Beset­zung gehö­ren Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm, Dr. Ste­fan Specht und Dr. Ulrich Schürr (CSU), Hol­ger Grieß­ham­mer (SPD), Man­fred Hüm­mer (Freie Wäh­ler) und Man­fred Neu­mei­ster (Die Grü­nen) an.

Ver­lei­hung von Denkmalpflegepreisen

Wei­ter­hin wur­de beschlos­sen, dass der Bezirk Ober­fran­ken ab dem kom­men­den Jahr eige­ne Denk­mal­pfle­ge­prei­se ver­lei­hen wird. Jähr­lich wird es bis zu 13 Denk­mal­pfle­ge­prei­se geben, in jedem Land­kreis und in jeder kreis­frei­en Stadt einen. Prä­miert wer­den beson­ders gelun­ge­ne Sanie­run­gen von Gebäu­den und Bau­wer­ken. Die Denk­mal­prei­se sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert und wer­den zusam­men mit Erin­ne­rungs­ta­feln in fei­er­li­chem Rah­men vom Bezirks­tags­prä­si­den­ten über­ge­ben. „Ober­fran­ken ist reich an Denk­mä­lern. Mit den Denk­mal­pfle­ge­prei­sen wür­di­gen und unter­stüt­zen wir das hohe Enga­ge­ment von Bür­gern für den Erhalt von Bau­denk­mä­lern und Bau­ten von geschicht­li­cher Rele­vanz“, erläu­ter­te Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm.