Bam­ber­ger Gärt­ner- und Häcker­mu­se­um geht in die Winterpause

Garten abräumen im Gärtner- und Häckermuseum Bamberg © Diana Büttner
Garten abräumen im Gärtner- und Häckermuseum Bamberg © Diana Büttner

Wie­der­öff­nung am 30. März geplant

Vie­le hel­fen­de Hän­de waren, unter Ein­hal­tung der Hygie­ne­vor­schrif­ten, an einem son­ni­gen wenn auch kal­ten Sams­tag­mor­gen zusam­men­ge­kom­men, um im Frei­licht­be­reich des Gärt­ner- und Häcker­mu­se­ums alles für den bevor­ste­hen­den Win­ter vor­zu­be­rei­ten. Es wur­de geschnit­ten, gegra­ben und gefräst, bis der Gar­ten „abge­räumt“ und für die kal­te Jah­res­zeit vor­be­rei­tet war.

Damit befin­det sich das klei­ne Muse­um nun in der Win­ter­pau­se. Für sei­ne Gäste muss­te es in die­sem Jahr Coro­na-bedingt bereits eine Woche frü­her als geplant schlie­ßen. Dass die Sai­son so abrupt endet war nicht erstaun­lich, eher erwar­tet und im Ver­gleich zum Früh­jahr waren jetzt alle bereits vor­be­rei­tet. Damit geht ein tur­bu­len­tes Jahr für das klei­ne Muse­um in der Bam­ber­ger Gärt­ner­stadt zu Ende, mit neu­em Hygie­nekon­zept nebst ent­spre­chen­der Maß­nah­men, ver­kürz­ter Öff­nung und weni­ger Gästen, aber annä­hernd gleich­blei­ben Aus­ga­ben und Arbeiten.

All dies bleibt nicht ohne finan­zi­el­le Ver­lu­ste für den ehren­amt­li­chen Ver­ein, der das Muse­um betreibt, den­noch wird posi­tiv in die Zukunft geblickt: „Wir schau­en auf eine ereig­nis- wie arbeits­rei­che Sai­son zurück. Die Win­ter­pau­se wer­den wir sinn­voll nut­zen, um unse­ren Gästen auch 2021 wie­der inter­es­san­te Besu­che im Muse­um ermög­li­chen zu kön­nen.“, so Andre­as Dechant, erster Vor­sit­zen­der des Ver­eins Gärt­ner- und Häcker­mu­se­ums. Ab dem 30. März 2021 wird das Muse­um, so es die Bestim­mun­gen zulas­sen, die Türen wie­der für sei­ne Gäste öff­nen und in eine neue Sai­son starten.

Info:

Als ein­zi­ges Muse­um in Süd­deutsch­land bie­tet das Gärt­ner- und Häcker­mu­se­um Bam­berg Infor­ma­tio­nen rund um das gewerb­li­che inner­städ­ti­sche Arbei­ten und Leben der Gemü­se- und Wein­gärt­ner, ihre Kul­tur und Geschich­te. Die Alt­stadt von Bam­berg gehört seit 1993 zum UNESCO-Welt­erbe. Einen Teil des Welt­erbe­ge­biets bil­det das Sied­lungs­ge­biet der Gärt­ner­stadt. Noch heu­te sind dort typi­sche mit­tel­al­ter­li­che Gärt­ner­häu­ser samt Anbau­flä­chen erhal­ten. Zudem wur­de der inner­städ­ti­sche Erwerbs­gar­ten­bau 2016 auf die deut­sche Liste des Imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes aufgenommen.