Neu­es Lay­out für die Bay­reu­ther Kam­pa­gne „Let‘s go Mehrweg“

Dr. Peter-Michael Habermann, Fachbereichsleiter Abfallwirtschaft beim Landratsamt, Landrat Florian Wiedemann, Nina Titus von Radio Mainwelle (gleichzeitig ein Gesicht der Kampagne), Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und Bernd Sellheim, Leiter des Stadtbauhofs.
Dr. Peter-Michael Habermann, Fachbereichsleiter Abfallwirtschaft beim Landratsamt, Landrat Florian Wiedemann, Nina Titus von Radio Mainwelle (gleichzeitig ein Gesicht der Kampagne), Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und Bernd Sellheim, Leiter des Stadtbauhofs.

„Mit Herz. Und Ver­stand“ gegen zuneh­men­den Müll

Die Umwelt­kam­pa­gne „Let‘s go Mehr­weg“ von Stadt und Land­kreis Bay­reuth hat ein neu­es Erschei­nungs­bild bekom­men und zeigt sich künf­tig im moder­nen Lay­out und mit dem fri­schen Slo­gan „Mit Herz. Und Ver­stand.“. Ober­bür­ger­mei­ster Tho­mas Ebers­ber­ger und Land­rat Flo­ri­an Wie­de­mann haben das neue Lay­out der Kam­pa­gne jetzt prä­sen­tiert – vor einem Müll­fahr­zeug der Stadt Bay­reuth, das mit dem neu­en Pla­kat beklebt ist und künf­tig die Bot­schaft durch die Stra­ßen Bay­reuths fah­ren wird. Ergän­zend dazu erfolgt zunächst im Stadt­ge­biet Bay­reuth eine Pla­ka­tie­rung des neu­en Motivs.

Um der Kam­pa­gne ein fri­sche­res, jün­ge­res Gesicht zu geben, wur­de das Logo auf­ge­peppt sowie Lay­out und Design der Wer­be­ma­te­ria­li­en erneu­ert. Dabei wur­de das bis­he­ri­ge Logo in den Grund­zü­gen bei­be­hal­ten, da es bereits einen Bekannt­heits­grad erreicht hat. Für das neue Kon­zept wur­de das Mot­to „Mit Herz. Und Ver­stand.“ aus­ge­wählt. Damit soll deut­lich gemacht wer­den, dass die Ver­wen­dung umwelt­freund­li­cher Mehr­weg­ar­ti­kel eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit eines jeden Ein­zel­nen sein soll­te und mit Hil­fe des Ver­stands die rich­ti­ge Ent­schei­dung für Mehr­weg (und gegen Ein­weg) getrof­fen wird.

Bereits in der Ver­gan­gen­heit wur­den ver­schie­de­ne Wer­be­bot­schaf­ter ver­wen­det, um die Bot­schaft der Kam­pa­gne zu ver­mit­teln. Bis­her kamen die­se über­wie­gend in Form von Radio­spots zum Ein­satz. Mit dem neu­en Lay­out sol­len sie auch auf Pla­ka­ten zum Ein­satz kom­men. Als erstes Motiv wur­de mit den belieb­ten Mode­ra­to­ren Nina Titus und Chri­sti­an Höreth von Radio Main­wel­le ein Pla­kat mit RECUP-Mehr­weg­be­chern erstellt.

Über „Let’s go Mehrweg“

Stadt und Land­kreis Bay­reuth the­ma­ti­sie­ren seit 1997 mit der Umwelt­kam­pa­gne „Let’s go Mehr­weg“ (lets​go​mehr​weg​.de und face​book​.de/​l​e​t​s​g​o​m​e​h​r​weg) Berei­che, in denen umwelt­freund­li­che Mehr­weg­sy­ste­me zum Ein­satz kom­men. Hin­ter­grund ist der dra­sti­sche Anstieg des Markt­an­teils an Ein­weg­ver­packun­gen vor allem im Geträn­ke­sek­tor seit Anfang der 1990er Jah­re. Dies führt zu Abfall­ber­gen und wirkt sich nega­tiv auf die Umwelt aus.

In Deutsch­land wer­den pro Stun­de 320.000 Ein­weg-Cof­fee-to-go-Becher ver­braucht, dies ent­spricht rund 2,8 Mil­li­ar­den Becher pro Jahr und führt zu einem immensen Ener­gie- und Res­sour­cen­ver­brauch und jede Men­ge Abfall, der nicht recy­c­le­bar ist. Aktu­ell ist durch die Coro­na­kri­se und durch die mit dem (Teil-)Lockdown ein­her­ge­hen­den Café- und Restau­rant­schlie­ßun­gen für den Vor-Ort-Ver­zehr sogar noch eine wei­te­re Zunah­me an Ein­weg-Bechern (und ande­ren Ein­weg-Ver­packun­gen) festzustellen.

Ziel der Kam­pa­gne von Stadt und Land­kreis ist es, Abfäl­le zu ver­mei­den. Denn Abfall­ver­mei­dung ist prak­ti­zier­ter Umwelt­schutz, zu dem jeder Ein­zel­ne ganz ein­fach bei­tra­gen kann. Die­ser fängt bereits beim Ein­kauf an. Fol­gen­de Tipps für bewuss­tes Ein­kau­fen geben die Abfall­wirt­schaf­ten von Stadt und Landkreis:

  • unver­pack­te Frisch­wa­re kaufen
  • Mehr­weg­fla­schen/-kaf­fee­be­cher wählen
  • Ein­kaufs­korb, Beu­tel oder Netz selbst mitbringen
  • Frisch­hal­te­box oder Glas für den Ein­kauf an der Fri­sche­the­ke o.ä. mitnehmen
  • über­flüs­si­ge Ver­packun­gen und Pla­stik­tü­ten zurückweisen
  • Pro­duk­te, die nur in klei­nen Men­gen gebraucht wer­den, lose und nach Bedarf kaufen
  • Ein­zel­ver­packun­gen ver­mei­den (z.B. bei Süßig­kei­ten, Kaffeesahne)

Jedes über­flüs­si­ge Pro­dukt bewirkt Umwelt­be­la­stun­gen: zunächst bei der Her­stel­lung und am Ende der Ket­te als Abfall. Die Verbraucher/​innen kön­nen durch bewuss­tes Ein­kau­fen die Abfall­men­ge beein­flus­sen, denn was nicht gekauft wird, wird auf Dau­er auch nicht her­ge­stellt, und was ver­mie­den wird, braucht nicht besei­tigt zu werden.

Mehr­weg­pro­duk­te kön­nen zum Bei­spiel fol­gen­de Ein­weg­pro­duk­te ersetzen:

  • Por­zel­lang­e­schirr (z.B. aus dem Geschirr­mo­bil) und rich­ti­ges Besteck statt Papp- und Pla­stik­ge­schirr bzw. Plastikbesteck
  • Hand­tü­cher und Stoff­ser­vi­et­ten anstel­le der Papiervarianten
  • Stoff­win­deln statt Ein­weg­win­deln für Babys
  • Rasier­ho­bel oder Rasie­rer mit aus­tausch­ba­rer Rasier­klin­ge statt Einwegrasierer
  • Mehr­weg-Kaf­fee­be­cher (z.B. RECUP) statt Papp- oder Plastikbecher
  • Mehr­weg­fla­sche statt Ein­weg­fla­sche und Geträn­ke­do­se (Erken­nungs­zei­chen: 25 Cent Pfand für Einweg)