Spek­ta­ku­lä­rer Fall von Fahr­zeug­auf­brü­chen in Höchstadt – Zeugenaufruf

Symbolbild Polizei

Höchstadt an der Aisch (ots) – Der Geschäfts­füh­rer der Fir­ma eines Wohn­mo­bi­l­an­bie­ters hat­te die Poli­zei am Sams­tag­nach­mit­tag (14.11.2020) infor­miert, dass auf sei­nem Gelän­de im Med­ba­cher Weg meh­re­re Wohn­mo­bi­le beschä­digt wor­den waren. Zeu­gen wer­den gesucht.

An einer Viel­zahl von Fahr­zeu­gen waren die Drei­ecks­schei­ben zunächst auf­ge­he­belt und dann ein­ge­drückt wor­den. Anfäng­li­che Ermitt­lun­gen erga­ben, dass ledig­lich zwei min­der­wer­ti­ge Radi­os sowie ein Radio-/Na­vi­ga­ti­ons­ge­rät ent­wen­det wurden.

Da dies jedoch mit der Viel­zahl der ange­gan­gen Fahr­zeu­ge nicht in Ein­klang zu brin­gen war, erfolg­te eine genaue­re Über­prü­fung der Ver­kaufs­fahr­zeu­ge. Hier­bei wur­de dann fest­ge­stellt, dass an allen Fahr­zeu­gen die Injek­to­ren der Ein­spritz­an­la­ge pro­fes­sio­nell aus­ge­baut wurden.

Die Täter gelang­ten zunächst über die ein­ge­drück­te Schei­be in den Fahr­zeu­g­in­nen­raum und ent­rie­gel­ten dort die Motor­hau­be. Nach dem Aus­bau der Injek­to­ren wur­de die Motor­block­ab­deckung wie­der ein­ge­baut, sodass die Ver­än­de­rung von außen nicht sofort fest­stell­bar war.

Die Täter muss­ten bereits in der Nacht von Don­ners­tag auf Frei­tag (12./13.11.2020) in einer mehr­stün­di­gen Akti­on an den rund 35 Fahr­zeu­gen han­tiert haben. Der Gesamt­scha­den der Injek­to­ren beläuft sich nach ersten Schät­zun­gen auf rund 80.000 Euro. Die Beschä­di­gun­gen an den Wohn­mo­bi­len auf rund 60.000 Euro.

Die Erlan­ger Kri­mi­nal­po­li­zei hat die Ermitt­lun­gen über­nom­men und bit­tet even­tu­el­le Zeu­gen, die ver­däch­ti­ge Per­so­nen oder Fahr­zeu­ge beob­ach­tet haben oder sonst Hin­wei­se geben kön­nen, sich beim Kri­mi­nal­dau­er­dienst Mit­tel­fran­ken unter der Tele­fon­num­mer 0911 2112–3333 zu melden.