Bam­berg: “Dau­er­haf­te Per­spek­ti­ve für die Soli­da­ri­sche Land­wirt­schaft – Pacht­ver­trag für neu­en Stand­ort in der Süd­flur unterzeichnet”

ertrags­un­ter­zeich­nung bei der der­zei­ti­gen Anbau­flä­che an der Forch­hei­mer Stra­ße (v.r.n.l.): Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke und Bür­ger­mei­ster Jonas Glü­sen­kamp mit Chri­sti­an Luplow, Hei­ke Kett­ner und Eli­sa­beth Prüm von der Sola­wi.
Foto: Pres­se­stel­le / Stef­fen Schützwohl

Ver­tre­ter der Soli­da­ri­schen Land­wirt­schaft (Sola­wi) Bam­berg kamen am 13. Novem­ber mit Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke, Bür­ger­mei­ster Jonas Glü­sen­kamp und Wirt­schafts­re­fe­rent Dr. Ste­fan Gol­ler zusam­men, um den Pacht­ver­trag für die neue Flä­che der Sola­wi (Soli­da­ri­sche Land­wirt­schaft) in der Süd­flur zu unter­zeich­nen. Neben den Anbau­flä­chen der Sola­wi wird hier auch der Selbst­ern­te­gar­ten „Sega Süd“ ein neu­es Zuhau­se bekom­men. Außer­dem sol­len hier wei­ter wie bis­her im Rah­men der Pro­jekt­werk­statt des Bund Natur­schutz unter­schied­lich­ste Bil­dungs­pro­jek­te, Work­shops und Füh­run­gen mit Schul­klas­sen und vie­len ande­ren Grup­pen durch­ge­führt wer­den. „Wir haben eine gute Lösung gefun­den“, sag­te Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Starke.

Auch die Mit­glie­der des Sola­wi-Orga­teams zei­gen sich zufrie­den. „Es ist uns wich­tig zu zei­gen, dass es nur mit einem ande­ren Umgang mit wert­vol­lem Acker­land und ohne wei­te­re Ver­sie­ge­lung die­ser Flä­chen gelin­gen kann, die drin­gend not­wen­di­gen Kli­ma­schutz­zie­le zu errei­chen. Wir wün­schen uns, dass auch die Stadt die­sen Weg mit uns wei­ter­geht“, so Hei­ke Kett­ner vom Solawi-Orgateam.

Mit der Ver­trags­un­ter­zeich­nung durch Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke und Chri­sti­an Luplow, Hei­ke Kett­ner und Eli­sa­beth Prüm von der Sola­wi fin­den inten­si­ve Gesprä­che zwi­schen Stadt und Sola­wi einen posi­ti­ven Abschluss für alle Betei­lig­ten. Gestar­tet waren die Ver­hand­lun­gen unmit­tel­bar mit Bekannt­wer­den der Bau­plä­ne der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken (HWK) auf dem aktu­ell von der Sola­wi genutz­ten Grund­stück neben der Brose-Arena.

„Es freut mich sehr, dass es nun gelun­gen ist, hier im Süden Bam­bergs für zwei wich­ti­ge Pro­jek­te der Stadt­ent­wick­lung und der Stadt­ge­sell­schaft die Wei­chen zu stel­len. Zugleich kön­nen wir der Sola­wi am neu­en Stand­ort end­lich eine ech­te Per­spek­ti­ve in Form einer lang­fri­sti­gen Nut­zungs­mög­lich­keit zusi­chern“, erklär­te Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke. Wirt­schafts­re­fe­rent Dr. Ste­fan Gol­ler ergänz­te: „Dass wir der Sola­wi mit dem alter­na­ti­ven Flä­chen­an­ge­bot eine dau­er­haf­te Lösung anbie­ten kön­nen, war uns ein beson­de­res Anlie­gen, denn auf dem bis­her genutz­ten Are­al war dies lei­der nicht möglich.“

Seit 2018 bewirt­schaf­tet die Sola­wi die Flä­che in der Süd­flur. Hier ver­sorgt sie rund 100 Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger mit hoch­wer­ti­gem bio­lo­gi­schen Gemü­se und gibt dar­über hin­aus seit 2019 im Selbst­ern­te­gar­ten „Sega Süd“ etwa 100 Hob­by­gärt­nern die Mög­lich­keit, eige­nes Bio-Gemü­se anzu­bau­en. „Es han­delt sich hier um ein Vor­zei­ge­pro­jekt bür­ger­li­chen Enga­ge­ments, denn die Sola­wi bringt Men­schen an einem ganz neu­en Erfah­rungs- und Lern­ort zusam­men, för­dert zugleich die bäu­er­li­che und viel­fäl­ti­ge Land­wirt­schaft und stellt regio­na­le Lebens­mit­tel zur Ver­fü­gung,“ beton­te Bür­ger­mei­ster Jonas Glüsenkamp.

Das Sola­wi-Team hat nun bereits mit den Vor­be­rei­tun­gen der neu­en Flä­che begon­nen und erhielt dabei tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung von der Stadt und den Stadt­wer­ken Bam­berg: So wur­de die bestehen­de Pap­pel­plan­ta­ge der Stadt­wer­ke abge­ern­tet und der Boden für die Bepflan­zung vorbereitet.

Auf der neu­en Flä­che soll die aktu­el­le Sola­wi um etwa ein Drit­tel erwei­tert wer­den, der Selbst­ern­te­gar­ten „SegaSüd“ wird Ende näch­sten Jah­res auf das Gelän­de umzie­hen. „Auch das neue Gelän­de als offe­nen und inspi­rie­ren­den Lern‑, Bil­dungs- und Begeg­nungs­ort mit viel­fäl­ti­gen Ange­bo­ten für alle zu eta­blie­ren, ist uns ein beson­de­res Anlie­gen,“ betont Chri­sti­an Luplow. Hier­für star­tet zeit­gleich mit der Pacht­ver­trags­un­ter­zeich­nung eine gro­ße Crowd­fun­dinak­ti­on (sie­he unten).

„Ich dan­ke allen Ver­ant­wort­li­chen, die gemein­sam dar­an gear­bei­tet haben, dass die Sola­wi einen dau­er­haf­ten Stand­ort in der Süd­flur bekom­men kann. Damit set­zen wir auch ein wich­ti­ges Signal für die Bedeu­tung der Gärt­ner­stadt Bam­berg“, so Ober­bür­ger­mei­ster Star­ke und wei­ter: „Den Mit­glie­dern der Sola­wi wün­sche ich am neu­en Stand­ort ein gutes Mit­ein­an­der, viel Erfolg bei allen anste­hen­den Pro­jek­ten und natür­lich all­zeit gute Ernte“.

Mit der Ver­trags­un­ter­zeich­nung star­tet die Sola­wi eine gro­ße Crowd­fun­ding-Akti­on, um gemein­sam den Umzug und Aus­bau die­ses ambi­tio­nier­ten Pro­jekts, das allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern die­nen soll, umset­zen zu können.

Mehr Infos dazu unter: www​.start​next​.com/​s​o​l​a​w​i​-​neu oder www​.sola​wi​-bam​berg​.de