Her­zo­gen­au­ra­cher Auto­mo­bil- und Indu­strie­zu­lie­fe­rer Scha­eff­ler mit star­kem 3. Quar­tal 2020

Erho­lung im 3. Quar­tal vor allem durch die bei­den Auto­mo­ti­ve-Spar­ten getrie­ben, Umsatz­ent­wick­lung der Spar­te Indu­strie gegen­über 1. Halb­jahr leicht verbessert

Der welt­weit täti­ge Auto­mo­bil- und Indu­strie­zu­lie­fe­rer Scha­eff­ler hat heu­te sei­nen Zwi­schen­be­richt für die ersten neun Mona­te 2020 vor­ge­legt. In die­sem Zeit­raum erziel­te die Scha­eff­ler Grup­pe einen Umsatz in Höhe von 8.971 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 10.839 Mil­lio­nen Euro). Wäh­rungs­be­rei­nigt ging der Umsatz in die­sem Zeit­raum ins­be­son­de­re als Fol­ge des Nach­fra­ge­rück­gangs im Zusam­men­hang mit der Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie deut­lich um 15,4 Pro­zent zurück, im drit­ten Quar­tal ver­bes­ser­te sich die Nach­fra­ge ins­be­son­de­re durch eine Bele­bung in den bei­den Auto­mo­ti­ve-Spar­ten, so dass der Rück­gang im Ver­gleich zum drit­ten Quar­tal des Vor­jah­res nur noch 2,6 Pro­zent betrug. Maß­geb­lich für den Umsatz­rück­gang im Berichts­zeit­raum war die volu­men­be­dingt rück­läu­fi­ge Umsatz­ent­wick­lung in allen drei Spar­ten. Die vier Regio­nen waren unter­schied­lich von der Pan­de­mie betrof­fen. Die Regi­on Grea­ter Chi­na konn­te auf­grund der im zwei­ten Quar­tal in der Regi­on ein­set­zen­den Erho­lung im Berichts­zeit­raum auf wäh­rungs­be­rei­nig­ter Basis ein Umsatz­wachs­tum von 8,1 Pro­zent auf­wei­sen, im drit­ten Quar­tal lag der Zuwachs gegen­über dem Vor­jah­res­quar­tal bei 16,5 Pro­zent. Die übri­gen drei Regio­nen wie­sen in den ersten neun Mona­ten wäh­rungs­be­rei­nigt jeweils einen deut­li­chen Umsatz­rück­gang auf. Die­ser betrug in der Regi­on Euro­pa 22,6 Pro­zent, in Ame­ri­cas 18,4 Pro­zent und in Asien/​Pazifik 19,3 Prozent.

Die Scha­eff­ler Grup­pe erziel­te in den ersten neun Mona­ten ein EBIT vor Son­der­ef­fek­ten in Höhe von 385 Mil­lio­nen Euro, was deut­lich unter dem Wert des Vor­jah­res lag (883 Mil­lio­nen Euro). Dies ent­spricht einer EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten von 4,3 Pro­zent (Vor­jahr: 8,1 Prozent).

Das EBIT im Berichts­zeit­raum war durch Son­der­ef­fek­te in Höhe von 798 Mil­lio­nen Euro bela­stet (Vor­jahr: 88 Mil­lio­nen Euro). Hier­in ent­hal­ten war eine im ersten Quar­tal vor­ge­nom­me­ne Wert­min­de­rung des der Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies zuge­ord­ne­ten Geschäfts- oder Fir­men­wer­tes um 249 Mil­lio­nen Euro. Zudem umfas­sen die Son­der­ef­fek­te Auf­wen­dun­gen in Höhe von 549 Mil­lio­nen Euro für die Aus­wei­tung der Pro­gram­me RACE (Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies), GRIP (Spar­te Auto­mo­ti­ve After­mar­ket) und FIT (Spar­te Indu­strie), ins­be­son­de­re im Zusam­men­hang mit dem im Sep­tem­ber kom­mu­ni­zier­ten Abbau von Arbeits­plät­zen zur Anpas­sung von struk­tu­rel­len Über­ka­pa­zi­tä­ten. Mit die­sen Son­der­ef­fek­ten betrug das EBIT minus 413 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: plus 795 Mil­lio­nen Euro).

Star­kes Q3 führt zu aus­ge­gli­che­nem ope­ra­ti­vem Ergeb­nis bei Auto­mo­ti­ve Technologies

Die Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies erziel­te in den ersten neun Mona­ten des Jah­res 2020 Umsatz­er­lö­se in Höhe von 5.429 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 6.772 Mil­lio­nen Euro). Wäh­rungs­be­rei­nigt ging der Umsatz im Ver­gleich zum Vor­jahr vor allem volu­men­be­dingt deut­lich um 18,2 Pro­zent zurück. Nach einem Ein­bruch der glo­ba­len Auto­mo­bil­pro­duk­ti­on im ersten Halb­jahr als Fol­ge der Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie wies das drit­te Quar­tal eine deut­li­che Bele­bung der Nach­fra­ge ins­be­son­de­re in den Regio­nen Grea­ter Chi­na und Ame­ri­cas auf. Im Berichts­zeit­raum ging die glo­ba­le Auto­mo­bil­pro­duk­ti­on um 23 Pro­zent zurück, so dass die Out­per­for­mance der Spar­te Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies im glei­chen Zeit­raum bei rund 5 Pro­zent­punk­ten lag.

Der deut­li­che Umsatz­rück­gang wäh­rend der ersten neun Mona­te 2020 betraf mit Aus­nah­me der Regi­on Grea­ter Chi­na alle Regio­nen. In der Regi­on Euro­pa sank der Umsatz wäh­rungs­be­rei­nigt um 27,7 Pro­zent. Die Regi­on Ame­ri­cas ver­zeich­ne­te wäh­rungs­be­rei­nigt ein Umsatz­mi­nus in Höhe von 20,7 Pro­zent, und in Asien/​Pazifik betrug der Rück­gang 20,1 Pro­zent. In der Regi­on Grea­ter Chi­na konn­te der Umsatz auf wäh­rungs­be­rei­nig­ter Basis um 4,1 Pro­zent gestei­gert wer­den. Nach einem leich­ten Umsatz­rück­gang im ersten Halb­jahr um wäh­rungs­be­rei­nigt 2,2 Pro­zent, nahm hier der Umsatz im drit­ten Quar­tal auf­grund einer deut­li­chen Bele­bung der Nach­fra­ge um wäh­rungs­be­rei­nigt 14,2 Pro­zent zu.

Inner­halb der vier Unter­neh­mens­be­rei­che (UB), die alle Umsatz­rück­gän­ge ver­zeich­ne­ten, konn­ten die Pro­dukt­grup­pen nas­se Dop­pel­kupp­lun­gen, vor allem getrie­ben durch die star­ke Nach­fra­ge in Grea­ter Chi­na, und elek­tri­sche Achs­an­trie­be in Euro­pa (bei­de UB E‑Mobilität) ihre Umsatz­er­lö­se steigern.

In den ersten neun Mona­ten wur­de ein aus­ge­gli­che­nes EBIT vor Son­der­ef­fek­ten in Höhe von 0 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 379 Mil­lio­nen Euro) erzielt. Die EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten lag damit im sel­ben Zeit­raum bei 0 Pro­zent und somit deut­lich unter dem Vor­jah­res­wert von 5,6 Prozent.

Auto­mo­ti­ve After­mar­ket minus 9,7 Pro­zent, EBIT-Mar­ge 15,7 Prozent

Die Spar­te Auto­mo­ti­ve After­mar­ket ver­zeich­ne­te wäh­rend der ersten neun Mona­te des Jah­res 2020 mit einem Umsatz von 1.203 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 1.386 Mil­lio­nen Euro) volu­men­be­dingt einen Umsatz­rück­gang um wäh­rungs­be­rei­nigt 9,7 Pro­zent. Nach­dem im ersten Halb­jahr der Umsatz vor allem infol­ge der Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie wäh­rungs­be­rei­nigt noch um 14,8 Pro­zent zurück­ge­gan­gen war, lag der Umsatz im drit­ten Quar­tal nur gering­fü­gig unter dem Vor­jah­res­ni­veau (wäh­rungs­be­rei­nigt minus 0,2 Prozent).

Der Umsatz­rück­gang in der Regi­on Euro­pa betrug auf wäh­rungs­be­rei­nig­ter Basis 9,7 Pro­zent, in der Regi­on Ame­ri­cas 9,1 Pro­zent, in der Regi­on Grea­ter Chi­na 8,0 Pro­zent und in Asien/​Pazifik 17,8 Pro­zent. In den Regio­nen Euro­pa, Ame­ri­cas und Asien/​Pazifik zeig­ten sich im drit­ten Quar­tal deut­li­che Erho­lungs­ten­den­zen, die vor allem auf das Inde­pen­dent-After­mar­ket-Geschäft zurück­zu­füh­ren waren. In Grea­ter Chi­na setz­te sich die zu Beginn des zwei­ten Quar­tals begon­ne­ne Erho­lung auch im drit­ten Quar­tal fort.

Auf Basis der zuvor skiz­zier­ten Umsatz­ent­wick­lung betrug das EBIT vor Son­der­ef­fek­ten im Berichts­zeit­raum 189 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 228 Mil­lio­nen Euro). Dies ent­spricht einer EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten von 15,7 Pro­zent (Vor­jahr: 16,4 Prozent).

Spar­te Indu­strie minus 11,3 Pro­zent, anhal­ten­des Wachs­tum in Grea­ter Chi­na im Windgeschäft

Die Spar­te Indu­strie erziel­te in den ersten neun Mona­ten des Jah­res 2020 Umsatz­er­lö­se in Höhe von 2.338 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 2.681 Mil­lio­nen Euro). Wäh­rungs­be­rei­nigt lag der Umsatz­rück­gang volu­men­be­dingt ins­be­son­de­re als Fol­ge der Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie bei 11,3 Pro­zent. Die Nach­fra­ge im drit­ten Quar­tal zeig­te sich gegen­über dem ersten Halb­jahr etwas robu­ster. Im Berichts­zeit­raum haben die Regio­nen Euro­pa, Ame­ri­cas und Asien/​Pazifik kri­sen­be­dingt eine deut­lich nega­ti­ve Geschäfts­ent­wick­lung ver­zeich­net. Eine zwei­stel­li­ge Wachs­tums­ra­te konn­te hin­ge­gen die Regi­on Grea­ter Chi­na vor­wei­sen, in der ins­be­son­de­re die Sek­tor­clu­ster Wind und Power Trans­mis­si­on wei­ter­hin ein deut­li­ches Wachs­tum aufwiesen.

Das Umsatz­wachs­tum lag in der Regi­on Grea­ter Chi­na auf wäh­rungs­be­rei­nig­ter Basis bei 20,2 Pro­zent, wäh­rend die Umsatz­ent­wick­lung in den Regio­nen Euro­pa mit 21,5 Pro­zent, Ame­ri­cas mit 15,5 Pro­zent und Asien/​Pazifik mit 17,5 Pro­zent deut­lich rück­läu­fig war.

Die Spar­te Indu­strie erziel­te in den ersten neun Mona­ten ein EBIT vor Son­der­ef­fek­ten in Höhe von 195 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 277 Mil­lio­nen Euro), was einer EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten von 8,4 Pro­zent ent­spricht (Vor­jahr: 10,3 Prozent).

Free Cash Flow über Vorjahr

Das den Anteils­eig­nern zuzu­rech­nen­de Kon­zern­er­geb­nis vor Son­der­ef­fek­ten ging in den ersten neun Mona­ten 2020 im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum auf 139 Mil­lio­nen Euro zurück (Vor­jahr: 547 Mil­lio­nen Euro). Das Kon­zern­er­geb­nis betrug minus 525 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr: 485 Mil­lio­nen Euro). Das Ergeb­nis je Vor­zugs­ak­tie belief sich damit auf minus 0,78 Euro (Vor­jahr: 0,73 Euro).

Der Free Cash Flow vor Ein- und Aus­zah­lun­gen für M&A‑Aktivitäten betrug in den ersten neun Mona­ten 185 Mil­lio­nen Euro und lag somit über dem Ver­gleichs­zeit­raum des Vor­jah­res (133 Mil­lio­nen Euro). Im Berichts­zeit­raum lagen die Inve­sti­ti­ons­aus­zah­lun­gen (Capex) für Sach­an­la­gen und imma­te­ri­el­le Ver­mö­gens­wer­te mit 481 Mil­lio­nen Euro deut­lich unter dem Niveau des Vor­jah­res (823 Mil­lio­nen Euro), was einer Inve­sti­ti­ons­quo­te bezo­gen auf den Umsatz in Höhe von 5,4 Pro­zent (Vor­jahr: 7,6 Pro­zent) entspricht.

Dr. Klaus Patzak, Finanz­vor­stand der Scha­eff­ler AG, sag­te: „Im drit­ten Quar­tal hat die Scha­eff­ler Grup­pe mit 333 Mil­lio­nen Euro einen star­ken Free Cash Flow erzielt. Bezo­gen auf den Berichts­zeit­raum liegt der Wert mit 185 Mil­lio­nen Euro über dem Wert des Vor­jahrs. Neben der Bele­bung der Geschäfts­ak­ti­vi­tät wir­ken sich die bereits im Vor­jahr initi­ier­ten Steue­rungs­maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung des Free Cash Flow, ins­be­son­de­re die Fokus­sie­rung von Inve­sti­tio­nen und die Opti­mie­rung des Working Capi­tal, posi­tiv aus.“

Die Net­to-Finanz­schul­den erhöh­ten sich zum 30. Sep­tem­ber 2020 auf 2.688 Mil­lio­nen Euro (31. Dezem­ber 2019: 2.526 Mil­lio­nen Euro). Das Gearing-Ratio, also das Ver­hält­nis von Net­to-Finanz­schul­den zu Eigen­ka­pi­tal, stieg deut­lich auf 169,9 Pro­zent an (31. Dezem­ber 2019: 86,6 Pro­zent). Der Ver­schul­dungs­grad vor Son­der­ef­fek­ten liegt per Ende Sep­tem­ber 2020 bei 1,6x (31. Dezem­ber 2019: 1,2x).

Die Scha­eff­ler Grup­pe wies per 30. Sep­tem­ber 2020 eine ver­füg­ba­re Liqui­di­täts­po­si­ti­on in Höhe von 2.771 Mil­lio­nen Euro aus, was rund 22 Pro­zent vom Umsatz der letz­ten zwölf Mona­te entspricht.

Der Kon­zern beschäf­tig­te zum 30. Sep­tem­ber 2020 83.711 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter (31. Dezem­ber 2019: 87.748), was einem Rück­gang der Beschäf­tig­ten­zahl im Berichts­zeit­raum um 4,6 Pro­zent oder 4.037 Stel­len entspricht.

Trans­for­ma­ti­on beschleu­nigt, Pro­gno­se für Geschäfts­jahr 2020 aufgestellt

Die im Früh­jahr 2019 in den drei Spar­ten initi­ier­ten Pro­gram­me RACE (Auto­mo­ti­ve Tech­no­lo­gies), GRIP (Auto­mo­ti­ve After­mar­ket) und FIT (Indu­strie) zei­gen die beab­sich­tig­te Wir­kung. Die in die­sem Kon­text initi­ier­ten Struk­tur- und Effi­zi­enz­maß­nah­men wirk­ten sich posi­tiv auf die Umsatz­ko­sten aus. Zudem wur­den im Berichts­zeit­raum Maß­nah­men ein- und fort­ge­führt, mit denen die finan­zi­el­len Effek­te infol­ge der Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie aus­ge­gli­chen wer­den. Dazu gehö­ren die Ein­füh­rung und Aus­wei­tung von Kurz­ar­beit, der Abbau von Zeit­kon­ten, Ein­stel­lungs­stopps und tem­po­rä­re Werk­schlie­ßun­gen. Bereits im ersten Quar­tal wur­de das Frei­wil­li­gen­pro­gramm von 1.300 auf 1.900 abzu­bau­en­de Stel­len ausgeweitet.

Im Sep­tem­ber hat die Scha­eff­ler Grup­pe ein umfas­sen­des Maß­nah­men­pa­ket kom­mu­ni­ziert, in dem struk­tu­rel­le Anpas­sun­gen in Euro­pa mit dem Schwer­punkt Deutsch­land defi­niert wer­den und in des­sen Rah­men 4.400 Stel­len abge­baut wer­den sol­len. Neben der Reduk­ti­on von struk­tu­rel­len Über­ka­pa­zi­tä­ten und der Kon­so­li­die­rung von Stand­or­ten zielt das Maß­nah­men­pa­ket auch auf die Stär­kung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit und den Aus­bau loka­ler Kompetenzen.

Der Vor­stand der Scha­eff­ler AG hat sich am 9. Novem­ber 2020 auf Basis der aktu­el­len Infor­ma­tio­nen zum Geschäfts­ver­lauf im vier­ten Quar­tal auf eine neue Pro­gno­se für das Geschäfts­jahr 2020 ver­stän­digt. Am 24. März 2020 hat­te der Vor­stand die am 10. März 2020 ver­öf­fent­lich­te Pro­gno­se aus­ge­setzt und war zuletzt wegen der außer­ge­wöhn­li­chen Unsi­cher­heit im Zusam­men­hang mit der Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie von Geschäfts­zah­len jeweils unter­halb der Vor­jah­res­wer­te ausgegangen.

Die neue Pro­gno­se basiert auf der Annah­me, dass die Erho­lung der für die Scha­eff­ler Grup­pe rele­van­ten Absatz­märk­te im vier­ten Quar­tal 2020 wei­ter anhält und es ins­be­son­de­re infol­ge der Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie nicht erneut zu wesent­li­chen nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf die Geschäfts­ent­wick­lung kommt. Gleich­wohl ist das Umfeld wei­ter­hin von Vola­ti­li­tät und Unsi­cher­heit geprägt.

Die Scha­eff­ler Grup­pe rech­net für das Gesamt­jahr 2020 mit einem wäh­rungs­be­rei­nig­ten Umsatz­wachs­tum von ‑13 bis ‑11,5 Pro­zent. Zugleich geht das Unter­neh­men für das Gesamt­jahr 2020 davon aus, eine EBIT-Mar­ge vor Son­der­ef­fek­ten in Höhe von 4,5 bis 5,5 Pro­zent zu erzie­len. Für das Jahr 2020 erwar­tet die Scha­eff­ler Grup­pe zudem einen Free Cash Flow vor Ein- und Aus­zah­lun­gen für M&A‑Aktivitäten zwi­schen 500 und 600 Mil­lio­nen Euro.

Klaus Rosen­feld, Vor­sit­zen­der des Vor­stands der Scha­eff­ler AG, sag­te: „Das drit­te Quar­tal weist eine deut­li­che Erho­lung gegen­über dem ersten Halb­jahr auf, was sich ins­be­son­de­re an der Ver­bes­se­rung der Ergeb­nis­mar­ge, aber auch am star­ken Free Cash Flow able­sen lässt. Gera­de die bei­den Auto­mo­ti­ve-Spar­ten konn­ten von der Bele­bung der Nach­fra­ge pro­fi­tie­ren und tra­gen somit zur Sta­bi­li­sie­rung des Ergeb­nis­ses der Scha­eff­ler Grup­pe bei. Gleich­wohl wäre es ange­sichts der anhal­tend hohen Unsi­cher­heit über den wei­te­ren Fort­gang der Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie und auch mit Blick auf die erneu­ten Lock­down-Maß­nah­men in eini­gen Märk­ten ver­früht, davon aus­zu­ge­hen, dass die Kri­se vor­bei ist. Es gilt daher, wei­ter wach­sam zu blei­ben und die beschlos­se­nen Maß­nah­men zur Stär­kung der Zukunfts- und Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Scha­eff­ler Grup­pe kon­se­quent umzusetzen.“

Zukunfts­ge­rich­te­te Aus­sa­gen und Prognosen

Bei bestimm­ten Aus­sa­gen in die­ser Pres­se- und IR-Mit­tei­lung han­delt es sich um zukunfts­ge­rich­te­te Aus­sa­gen. Zukunfts­ge­rich­te­te Aus­sa­gen sind natur­ge­mäß mit einer Rei­he von Risi­ken, Unwäg­bar­kei­ten und Annah­men ver­bun­den, die dazu füh­ren kön­nen, dass die tat­säch­li­chen Ergeb­nis­se oder Ent­wick­lun­gen von den in den zukunfts­ge­rich­te­ten Aus­sa­gen ange­ge­be­nen oder impli­zier­ten Ergeb­nis­sen oder Ent­wick­lun­gen in wesent­li­cher Hin­sicht abwei­chen. Die­se Risi­ken, Unwäg­bar­kei­ten und Annah­men kön­nen sich nach­tei­lig auf das Ergeb­nis und die finan­zi­el­len Fol­gen der in die­sem Doku­ment beschrie­be­nen Vor­ha­ben und Ent­wick­lun­gen aus­wir­ken. Es besteht kei­ner­lei Ver­pflich­tung, zukunfts­ge­rich­te­te Aus­sa­gen auf­grund neu­er Infor­ma­tio­nen, zukünf­ti­ger Ent­wick­lun­gen oder aus son­sti­gen Grün­den durch öffent­li­che Bekannt­ma­chung zu aktua­li­sie­ren oder zu ändern. Die Emp­fän­ger die­ser Pres­se- und IR-Mit­tei­lung soll­ten nicht in unver­hält­nis­mä­ßi­ger Wei­se auf zukunfts­ge­rich­te­te Aus­sa­gen ver­trau­en, die aus­schließ­lich den Stand zum Datum die­ser Pres­se- und IR-Mit­tei­lung wider­spie­geln. In die­ser Pres­se- und IR-Mit­tei­lung ent­hal­te­ne Aus­sa­gen über Trends oder Ent­wick­lun­gen in der Ver­gan­gen­heit soll­ten nicht als Aus­sa­gen dahin­ge­hend betrach­tet wer­den, dass sich die­se Trends und Ent­wick­lun­gen in der Zukunft fort­set­zen. Die vor­ste­hend auf­ge­führ­ten Warn­hin­wei­se sind im Zusam­men­hang mit spä­te­ren münd­li­chen oder schrift­li­chen zukunfts­ge­rich­te­ten Aus­sa­gen von Scha­eff­ler oder in deren Namen han­deln­den Per­so­nen zu betrachten.

Scha­eff­ler Grup­pe – We pioneer motion

Seit über 70 Jah­ren treibt die Scha­eff­ler Grup­pe als ein welt­weit füh­ren­der Auto­mo­bil- und Indu­strie­zu­lie­fe­rer zukunfts­wei­sen­de Erfin­dun­gen und Ent­wick­lun­gen in den Berei­chen Bewe­gung und Mobi­li­tät vor­an. Mit inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gien, Pro­duk­ten und Ser­vices in den Fel­dern CO₂-effi­zi­en­te Antrie­be, Elek­tro­mo­bi­li­tät, Indu­strie 4.0, Digi­ta­li­sie­rung und erneu­er­ba­re Ener­gien ist das Unter­neh­men ein ver­läss­li­cher Part­ner, um Bewe­gung und Mobi­li­tät effi­zi­en­ter, intel­li­gen­ter und nach­hal­ti­ger zu machen. Das Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men pro­du­ziert Prä­zi­si­ons­kom­po­nen­ten und Syste­me für Antriebs­strang und Fahr­werk sowie Wälz- und Gleit­la­ger­lö­sun­gen für eine Viel­zahl von Indu­strie­an­wen­dun­gen. Im Jahr 2019 erwirt­schaf­te­te die Unter­neh­mens­grup­pe einen Umsatz von rund 14,4 Mil­li­ar­den Euro und ist mit zir­ka 83.700 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern eines der welt­weit größ­ten Fami­li­en­un­ter­neh­men. Mit knapp 2.400 Patent­an­mel­dun­gen beleg­te Scha­eff­ler im Jahr 2019 laut DPMA (Deut­sches Patent- und Mar­ken­amt) Platz zwei im Ran­king der inno­va­ti­ons­stärk­sten Unter­neh­men Deutschlands..