Land­kreis Lich­ten­fels ist nun „Digi­ta­le Bil­dungs­re­gi­on“ Kul­tus­mi­ni­ste­ri­um ver­leiht Qualitätssiegel

Symbolbild Bildung

Lich­ten­fels ist nun Digi­ta­le Bil­dungs­re­gi­on / Foto: Land­kreis Lichtenfels

LICH­TEN­FELS (06.11.2020). „Die Covid-Pan­de­mie führt es uns deut­lich vor Augen: Der Digi­ta­li­sie­rung kommt ins­be­son­de­re im Bil­dungs­be­reich eine immer wich­ti­ge­re Bedeu­tung zu. Der Land­kreis Lich­ten­fels hat in die­sem Bereich die rich­ti­gen Wei­chen gestellt und das wur­de nun auch von staat­li­cher Sei­te aner­kannt“, kom­men­tiert Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner: „Wir freu­en uns sehr, dass uns das Baye­ri­sche Kul­tus­mi­ni­ste­ri­um das Qua­li­täts­sie­gel ‚Digi­ta­le Bil­dungs­re­gi­on‘ ver­lie­hen hat.“

Die Mit­tei­lung, dass die Bewer­bung erfolg­reich war, kam bereits Anfang April. Bedingt durch die Pan­de­mie woll­te das Kul­tus­mi­ni­ste­ri­um mit der Preis­ver­lei­hung war­ten, bis die Situa­ti­on sich ent­spannt. Doch auch die für 23. Okto­ber 2020 geplan­te fei­er­li­che Über­ga­be des Qua­li­täts­sie­gels „Digi­ta­le Bil­dungs­re­gi­on“ wur­de dann eben­falls Coro­na-bedingt kurz­fri­stig abge­sagt. Regie­rungs­prä­si­den­tin Hei­drun Piwer­netz über­sand­te die Sie­gel nun an die ein­zel­nen Bil­dungs­re­gio­nen in Ober­fran­ken – alle Land­krei­se und kreis­frei­en Städ­te erhiel­ten die Aus­zeich­nung – und dank­te für das Engagement.

„Im Bereich der schu­li­schen Bil­dung kön­nen und müs­sen wir die Grund­la­gen dafür legen, dass die Men­schen in Bay­ern auch künf­tig von der tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung pro­fi­tie­ren und als Gewin­ner der Digi­ta­li­sie­rung die­se aktiv mit­ge­stal­ten kön­nen. Für unse­re Regi­on hal­te ich das für enorm wich­tig“, betont der Land­rat. Im August 2018 war der Land­kreis als „Bil­dungs­re­gi­on“ zer­ti­fi­ziert wor­den. Doch habe man dies wei­ter vor­an­brin­gen wol­len. Mit Blick auf die Zukunft gel­te es, die Bil­dungs­land­schaft so zu gestal­ten, dass sich jun­ge Men­schen gut in einer digi­ta­li­sier­ten Welt zurecht­fin­den und an digi­ta­len Ent­wick­lun­gen best­mög­lich teil­ha­ben kön­nen. „Her­vor­ra­gen­de digi­ta­le Bil­dung ist ein Stand­ort­fak­tor“, unter­streicht Meiß­ner. Mit Blick auf den demo­gra­phi­schen Wan­del meint der Land­rat wei­ter: „Unser Land­kreis muss eine erst­klas­si­ge Bil­dungs­land­schaft anbie­ten, damit wir attrak­tiv für Fami­li­en der hier drin­gend benö­tig­ten Fach­kräf­te sind und blei­ben und die­se hier auch Per­spek­ti­ven sehen. Digi­ta­le Bil­dung ist dabei ein Kernthema.“

Digi­ta­le Bil­dung bedeu­te jedoch nicht nur, Schul­klas­sen mit Lap­tops, Tablets oder Smart­Boards aus­zu­stat­ten, son­dern auch, Kern­kom­pe­ten­zen zu ver­mit­teln, die Gerä­te effek­tiv im Unter­richt als Arbeits­mit­tel ein­zu­set­zen oder damit den Unter­richt anschau­li­cher und prak­ti­scher gestal­ten zu kön­nen, betont der Land­rat wei­ter. Eben­so soll die indi­vi­du­el­le Ein­zel­för­de­rung dadurch ver­stärkt wer­den. Auch Leh­rer brauch­ten hier­für digi­ta­le Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te. Bereits in der Schu­le spielt die Vor­be­rei­tung auf den spä­te­ren Arbeits­markt eine wich­ti­ge Rolle.

Lebens­lan­ges Ler­nen unter dem Blick­win­kel der Digi­ta­li­sie­rung – das soll in der „Digi­ta­len Bil­dungs­re­gi­on“ im Land­kreis Lich­ten­fels mit einem Netz­werk ver­schie­de­ner Fach­leu­te, Insti­tu­tio­nen, Schu­len und Arbeits­krei­se unter dem Leit­mo­tiv „In der Regi­on, aus der Regi­on, für die Regi­on“ geför­dert und vor­an­ge­bracht wer­den, so Land­rat Meiß­ner. Allen, die sich ein­brin­gen, sagt er ein herz­li­ches Dankeschön.

Der Land­rat ver­weist dar­auf, dass beim Pro­jekt „Digi­ta­le Bil­dungs­re­gi­on“ die För­der­pro­gram­me des Frei­staa­tes Bay­ern und des Bun­des zur Unter­stüt­zung der Schul­auf­wands­trä­ger eine wich­ti­ge Rol­le spie­len. Ein Bei­spiel dafür ist die Ver­bes­se­rung der IT-Aus­stat­tung, ins­be­son­de­re für die Ein­füh­rung des digi­ta­len Klas­sen­zim­mers an Schu­len und beim Auf­bau / der Ver­bes­se­rung der digi­ta­len Ver­net­zung in Schulgebäuden.

Der Land­kreis hat laut Meiß­ner für die Schu­len, für die er Sach­auf­wands­trä­ger ist, im Rah­men der Umset­zung des Digi­tal­bud­gets für das Digi­ta­le Klas­sen­zim­mer Inve­sti­tio­nen von ins­ge­samt rund 325.000 Euro getä­tigt. Ange­schafft wur­den ins­ge­samt: 78 Note­books mit Zube­hör, 155 Tablets mit Zube­hör, 40 PCs mit Zube­hör, drei inter­ak­ti­ve Tafel­sy­ste­me mit Zube­hör, 26 Bea­mer sowie 26 Dokumentenkameras

Bei der Umset­zung des Bud­gets für inte­grier­te Fach­un­ter­richts­räu­me an berufs­qua­li­fi­zie­ren­den Schu­len erfolg­ten Inve­sti­tio­nen von ins­ge­samt rund 161.000 Euro für 48 PCs mit Zube­hör, 17 Bea­mer, einen 3D-Drucker, Foto­aus­stat­tung, Eye-Tracker mit Zube­hör sowie Nach­rü­stung einer CNC-Steuerung.

Aus dem Pro­gramm Digi­ta­le Bil­dungs­in­fra­struk­tur (dBIR) ste­hen dem Land­kreis wei­te­re 1,6 Mio. Euro zur Ver­fü­gung. Der­zeit lau­fen Pla­nun­gen mit einem Inge­nieur­bü­ro zum WLAN- und Netz­werks­aus­bau an Schu­len zur Umset­zung 2021. Wei­te­re IT-Anschaf­fun­gen sind geplant.

Mit Mit­teln aus dem För­der­pro­gramm Son­der­bud­get Leih­ge­rä­te (zur Beschaf­fung mobi­ler End­ge­rä­te zum Ver­leih an Schüler/​innen wäh­rend Coro­na-beding­ter Schul­schlie­ßun­gen – danach Ein­bin­dung der Gerä­te ins Schul­netz) wur­den Inve­sti­tio­nen von ins­ge­samt rund 180.000 Euro getä­tigt. Ange­schafft wur­den ins­ge­samt 160 Tablets mit Zube­hör, 62 Note­books mit Zube­hör. Wei­te­re Anschaf­fun­gen von Leih­ge­rä­ten sind geplant, sobald die För­der­mit­tel auf­ge­stockt wer­den, infor­miert Land­rat Chri­sti­an Meißner.