Bam­ber­ger Stadt­spit­ze erhält Unter­stüt­zung der Regie­rung zum Kon­so­li­die­rungs­kon­zept für den Haus­halt 2021

Stadt und Regie­rung von Ober­fran­ken bera­ten Haus­halts­kon­zept 2021. 

In einer Situa­ti­on, in der coro­nabe­dingt ca. 38 Mil­lio­nen Euro im Ver­wal­tungs­haus­halt feh­len, legen Bam­bergs Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke, Bür­ger­mei­ster Jonas Glü­sen­kamp und Finanz­referent Bert­ram Felix der Regie­rung von Ober­fran­ken einen über­zeu­gen­den Kon­so­li­die­rungs­vor­schlag vor. Ober­bür­ger­mei­ster Star­ke betont: „In die­ser histo­ri­schen Aus­nah­me­si­tua­ti­on brau­chen wir ein gesun­des Kon­zept aus Ein­spa­run­gen, Ein­nah­me­ver­bes­se­run­gen und Kreditaufnahme.“

Dem Ziel, die Coro­na-Kri­se nicht zu einer tief­grei­fen­den städ­ti­schen Finanz­kri­se wer­den zu las­sen, ist Bam­berg einen wich­ti­gen Schritt näher­ge­kom­men. „Erfolg­reich, kon­struk­tiv und sehr hilf­reich“ ist das Spit­zen­ge­spräch vom 05.11.2020 bei der Regie­rung von Ober­fran­ken ver­lau­fen, berich­te­te Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke. Gemein­sam mit Bür­ger­mei­ster Jonas Glü­sen­kamp und dem Finanz­re­fe­ren­ten Bert­ram Felix ver­han­del­te die städ­ti­sche Dele­ga­ti­on in Bay­reuth, um das vom Stadt­rat geneh­mig­te Haus­halts­kon­so­li­die­rungs­kon­zept vor­zu­stel­len und zu bera­ten. In der Dis­kus­si­on gab die Regie­rungs­prä­si­den­tin Hei­drun Piwer­netz grü­nes Licht für den ein­ge­schla­ge­nen Weg. Die Regie­rung begrüß­te den Spar­kurs und das Finan­zie­rungs­mo­dell. Die beab­sich­tig­ten Maß­nah­men wur­den als „ver­nünf­tig, vor­aus­schau­end und beson­nen“ ein­ge­stuft, um in die­ser histo­ri­schen Aus­nah­me­si­tua­ti­on hand­lungs­fä­hig zu bleiben.

Die Stadt­spit­ze schil­der­te die „aktu­el­le dra­ma­ti­sche Situa­ti­on im Ver­wal­tungs­haus­halt, wo ca. 38 Mil­lio­nen Euro coro­nabe­dingt feh­len. Dies gab es noch nie.“ Um die­se Finan­zie­rungs­lücke zu schlie­ßen, sei aus­nahms­wei­se eine maß­vol­le Kre­dit­auf­nah­me unver­zicht­bar, um wich­ti­ge Insti­tu­tio­nen, Initia­ti­ven und Ein­rich­tun­gen wei­ter­hin zu för­dern und am Leben zu erhal­ten. Daher wer­de die Ver­wal­tung dem Stadt­rat vor­schla­gen, eine ein­ma­li­ge Kre­dit­auf­nah­me von ca. 15 Mil­lio­nen Euro in die­ser histo­ri­schen Aus­nah­me­si­tua­ti­on durch­zu­füh­ren. Nur so kön­ne eine geord­ne­te Haus­halts­wirt­schaft und die Lei­stungs­fä­hig­keit der Stadt gewähr­lei­stet wer­den, begrün­de­te OB Star­ke das Vor­ge­hen. „Kul­tur, Sozia­les, Sport und Jugend haben eine Schlüs­sel­funk­ti­on im Zusam­men­halt unse­rer Stadt­ge­sell­schaft. Hier müs­sen wir lei­stungs­fä­hig blei­ben“, so der Ober­bür­ger­mei­ster. Die Regie­rung zeig­te gro­ßes Ver­ständ­nis und beton­te die beson­de­re Bedeu­tung der Kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung auch im Bereich der Haus­halts­auf­stel­lung. Finan­zie­rungs­vor­schlä­ge und die damit zusam­men­hän­gen­den Ein­spa­rungs­mög­li­che­ki­ten sei­en von den Kom­mu­nen zu ent­wickeln. Der Finan­zie­rungs­vor­schlag der Stadt Bam­berg die­ne daher im Rah­men der Selbst­ver­wal­tung der Erfül­lung öffent­li­cher Auf­ga­ben und siche­re die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der kom­mu­na­len Institution.

Im Per­so­nal­ko­sten­be­reich der Stadt Bam­berg erwar­tet die Regie­rung die Umset­zung der Kon­so­li­die­rungs­maß­nah­men und bezog sich dabei auch auf die frü­he­ren Geneh­mi­gungs­be­schei­de zu den Haus­halts­plä­nen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren: Schon dort wur­den Ein­spa­run­gen ange­mahnt. Die­se Fest­stel­lun­gen hät­ten wei­ter­hin ihre Gültigkeit.

Auch Bür­ger­mei­ster Glü­sen­kamp und der Finanz­re­fe­rent Felix freu­ten sich nach dem Gespräch über die über­ein­stim­men­de Beur­tei­lung und die posi­ti­ven Signa­le zum Kon­zept der Stadt. Dadurch bestehe die „gro­ße Chan­ce, auch die bud­ge­tier­ten Ein­rich­tun­gen, wie zum Bei­spiel das Thea­ter, die Volks­hoch­schu­le und die Musik­schu­le, finan­zi­ell aus­zu­stat­ten“. Es sei ein Erfolg, wenn 97,5 Pro­zent des bis­he­ri­gen Volu­mens abge­si­chert wer­den. Der Stadt­rat wer­de außer­dem gestärkt, weil künf­tig die Fach­se­na­te für die Ver­tei­lung der Glo­bal­be­trä­ge zustän­dig sind. Ange­sichts der weg­bre­chen­den Ein­nah­men und der Unsi­cher­heit bei der Steu­er­ent­wick­lung 2021 sei­en dies gute Ergebnisse.

Der Finanz­re­fe­rent sprach sich dafür aus, bereits das Haus­halts­jahr 2022 mit in den Blick zu neh­men. „Wir müs­sen bei der Kri­sen­be­wäl­ti­gung lang­fri­stig den­ken, um die Lei­stungs­fä­hig­keit der Stadt dau­er­haft zu sichern.“ Der Finanz­re­fe­rent kün­dig­te an, bei der Haus­halts­ein­brin­gung am 18.11.2020 einen Vor­schlag zu machen, „wie wir über das Jahr 2021 hin­aus mit den finan­zi­el­len Fol­gen der welt­wei­ten Coro­na-Pan­de­mie umge­hen können“.

Bür­ger­mei­ster Glü­sen­kamp beton­te, dass „nur eine kon­se­quen­te Kon­so­li­die­rung auch in Zukunft die Inve­sti­ti­ons­kraft der Stadt sichert. Ich hof­fe dabei auf einen gemein­sa­men Schul­ter­schluss im Stadt­rat über alle Par­tei­gren­zen hinweg“.