MdB Anet­te Kram­me: “Ent­wurf für neue Leit­li­ni­en der euro­päi­schen Regio­nal­för­de­rung sorgt in Ober­fran­ken für Unmut”

Anette Kramme © Susie Knol

Anet­te Kram­me © Sus­ie Knol

Der von der EU-Kom­mis­si­on im Juli vor­ge­leg­te Ent­wurf für die ab 2022 gel­ten­den neu­en Leit­li­ni­en für die Regio­nal­för­de­rung sorgt in Ober­fran­ken zu Recht für erheb­li­chen Unmut. Es droht ein ekla­tan­tes För­der­ge­fäl­le von 40 Pro­zent zu den benach­bar­ten Höchst­för­der­ge­bie­ten in Tsche­chi­en. Beson­ders hart wür­de dies den Land­kreis Wun­sie­del sowie Stadt und Land­kreis Hof tref­fen. Aus die­sem Grund hat sich die Bay­reu­ther Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Anet­te Kram­me (SPD, Bay­reuth) ans Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie gewandt und nach­drück­lich dar­um gebe­ten, dass sich Bun­des­wirt­schafts­mi­ni­ster Peter Alt­mai­er auf euro­päi­scher Ebe­ne für Anpas­sun­gen des Ent­wurfs stark macht, um die zu erwar­ten­den, ekla­tan­ten Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen abzuwenden.

„Wir kön­nen es kei­nes­falls zulas­sen, dass ent­lang der bay­risch-tsche­chi­schen Gren­ze solch mas­si­ve Ver­zer­run­gen bei den Stand­ort­be­din­gun­gen herr­schen. Dem Ant­wort­schrei­ben der Par­la­men­ta­ri­schen Staats­se­kre­tä­rin Eli­sa­beth Win­kel­mei­er-Becker ent­neh­me ich, dass Wirt­schafts­mi­ni­ster Alt­mai­er unse­re Beden­ken teilt und in einer Stel­lung­nah­me zu den Richt­li­ni­en einen umfas­sen­den Maß­nah­men­ka­ta­log vor­ge­legt hat, um die­sem Ungleich­ge­wicht zu begeg­nen. Ich unter­stüt­ze etwa die For­de­rung von Bund und Län­dern, dass Regio­nen, die an För­der­ge­bie­te ande­rer Mit­glieds­staa­ten mit hohen För­der­sät­zen angren­zen, als zusätz­li­che För­der­ge­bie­te aus­ge­wie­sen wer­den und der Unter­schied der För­der­sät­ze in grenz­na­hen Gebie­ten wie bis­her auf 15 Pro­zent­punk­te begrenzt wird.

Wir dür­fen nicht ris­kie­ren, dass das zar­te Pflänz­chen des Auf­schwungs in unse­rer Regi­on durch der­ar­ti­ge Schief­la­gen wie­der zer­tre­ten wird. Die Aus­ge­stal­tung der neu­en För­der­richt­li­ni­en muss den Her­aus­for­de­run­gen in allen struk­tur­schwa­chen Regio­nen der Mit­glieds­staa­ten Rech­nung tra­gen und nicht die Regio­nen bestra­fen, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren einen klei­nen Auf­schwung erreicht haben”, so Kramme.