Bam­ber­ger Ombuds­team legt Arbeits­schwer­punk­te fest

Der neue Bam­ber­ger Stadt­rat hat auch für die lau­fen­de Legis­la­tur­pe­ri­ode die Wei­ter­füh­rung eines Ombuds­teams begrüßt. Im Ombuds­team der Stadt Bam­berg arbei­ten Ver­tre­ter der Stadt­rats­frak­tio­nen, der bei­den Kir­chen, der Wohl­fahrts­ver­bän­de, des Migra­ti­ons­bei­ra­tes der Stadt Bam­berg und des Ver­ei­nes Freund statt Fremd zusammen.

Daniela Reinfelder und Peter Ehmann bilden des Sprecherteam des Ombudsteam 2020/2021 und koordinieren die Aufgaben.

Danie­la Reinfel­der und Peter Ehmann bil­den des Spre­cher­team des Ombuds­team 2020/2021 und koor­di­nie­ren die Aufgaben.

Bei der Okto­ber-Sit­zung fand nun ein aus­führ­li­ches Gespräch mit dem Lei­ter der AEO-Bam­berg, Herrn Jür­gen Wolf, statt. Er stell­te die Struk­tur und die Orga­ni­sa­ti­on der Anker­ein­rich­tung anhand eines Orga­ni­gramms vor. Neben des Bun­des­am­tes für Migra­ti­on sind die Regie­rung von Ober­fran­ken, die Stadt Bam­berg, wei­te­re Behör­den wie das Ver­wal­tungs­ge­richt Bay­reuth, die Agen­tur für Arbeit oder auch die Berufs­schu­le II in dem Gelän­de tätig. Dar­über hin­aus gibt es exter­ne Dienst­lei­ster wie z. B. den Sicher­heits­dienst, die Kan­ti­ne und andere.

Zur aktu­el­len Coro­na-Situa­ti­on äußer­te sich Wolf dahin­ge­hend, dass aktu­ell bei einer frei­wil­li­gen Rei­hen­testung ca. 90 Pro­zent der 800 Bewoh­ne­rIn­nen gete­stet wur­den. Davon sei­en 7 posi­ti­ve Fäl­le fest gestellt wor­den. Ins­ge­samt gibt es aktu­ell 16 posi­ti­ve Coro­na-Fäl­le im Anker­zen­trum. Da auch Ange­hö­ri­ge und Kon­takt­per­so­nen in Qua­ran­tä­ne müs­sen sind aktu­ell ca. 70 Per­so­nen im Anker­zen­trum unter Qua­ran­tä­ne. Das Ombuds­team begrüß­te, dass es sich hier nicht um Voll­qua­ran­tä­ne han­delt, also nicht das gan­ze Anker­zen­trum in Qua­ran­tä­ne muss. Die genann­ten ca. 70 Per­so­nen befin­den sich in einem Gebäu­de, das durch unter­schied­li­che Trak­te und Ein­zel­woh­nun­gen für die Qua­ran­tä­ne gut geeig­net ist. Für die Men­schen in Qua­ran­tä­ne wird das Essen gebracht, eben­falls gibt es WLAN.

Eine Frucht der gemein­sa­men Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Ombuds­team und der Regie­rung von Ober­fran­ken ist die wei­te­re Ein­stel­lung eines Gewalt­schutz­be­auf­trag­ten. Eben­falls kön­nen die Mitarbeiter*innen des Secu­ri­ty­di­en­stes künf­tig durch Kenn­zeich­nun­gen an den Sicher­heits­we­sten iden­ti­fi­ziert wer­den. Das Café von „Freund statt Fremd“ bleibt unter Berück­sich­ti­gung von Auf­la­gen wei­ter­hin geöff­net. Eben­falls fin­det die Eltern-Kind-Grup­pe der Cari­tas regel­mä­ßig statt. Hier konn­te auch die Wei­ter­füh­rung die­ses Ange­bo­tes für ein wei­te­res Jahr ver­mel­det werden.

Zur Situa­ti­on der Flücht­lings- und Inte­gra­ti­ons­be­ra­tung wur­de aus den Rei­hen der Wohl­fahrts­ver­bän­de infor­miert, dass die neu­en För­der­richt­li­ni­en ledig­lich 60 Pro­zent der Gesamt­ko­sten der Trä­ger finan­zie­ren. Ein Abbau der Flücht­lings- und Inte­gra­ti­ons­be­ra­tung wird, nicht nur im Anker­zen­trum Bam­berg, daher die Fol­ge sein. Pro Voll­zeit­stel­le in der Flücht­lings-und Inte­gra­ti­ons­be­ra­tung müss­ten die Wohl­fahrts­ver­bän­de ca. 30.000,- € bereit­stel­len. Die künf­ti­gen Schwer­punk­te des Ombuds­teams wer­den in 4 Arbeits­grup­pen behan­delt. Neben dem Bereich Asylrecht/​Asyl­ver­fah­ren, Gesund­heit und Sozia­les, dem Bereich Erzie­hung – Schu­le – Kita, wird ein Schwer­punkt auf die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit der Nach­bar­schaft des Anker­zen­trums gelegt.

Auf­grund der Coro­na-Beschrän­kun­gen wird das Ombuds­team auch die näch­ste Sit­zung im Novem­ber im Gemein­de­saal der Auf­er­ste­hungs-Kir­che im Bam­ber­ger Osten abhal­ten. Dabei wird der Schwer­punkt auf die Arbeit Secu­ri­ty-Dienst gelegt und der ent­spre­chen­de Ver­ant­wort­li­che zum Tref­fen eingeladen.