Stadt und Land­kreis Bam­berg: Deutsch­land­weit ein­heit­li­che neue Coro­na-Regeln ab sofort bis Ende November

Symbolbild Corona Mundschutz

Für den Frei­staat Bay­ern gilt nun die 8. Baye­ri­sche Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Lock­down für Gastro­no­mie außer Außer-Haus-Ver­kauf und Stopp für Ver­an­stal­tun­gen aller Art. Kitas und Schu­len blei­ben aber offen

Der Frei­staat Bay­ern hat mit der 8. Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung (8. BayIfSMV) die deutsch­land­weit abge­stimm­ten und ein­heit­lich durch­zu­füh­ren­den Maß­nah­men, wie sie von der Bun­des­kanz­le­rin und den Regie­rungs­chefin­nen und Regie­rungs­chefs der Län­der am 28. Okto­ber in einer Video­kon­fe­renz beschlos­sen wur­den, über­nom­men. Mit Aus­nah­me von Schu­len und Kitas sowie des Ein­zel­han­dels schlie­ßen Kultur‑, Frei­zeit- und alle Sport­ein­rich­tun­gen für den Mann­schafts­sport sowie alle Gastro­no­mie­be­trie­be bis Ende Novem­ber. Vor dem Hin­ter­grund dra­ma­tisch stei­gen­der Infek­ti­ons­zah­len, auch in Stadt und Land­kreis Bam­berg, ist es das Ziel aller Maß­nah­men pri­va­te Kon­tak­te auf ein abso­lut nöti­ges Mini­mum zu redu­zie­ren. Die Situa­ti­on ist ern­ster als im Früh­jahr. Damals lag der höch­ste Wert der 7‑Ta­ges-Inzi­denz in Stadt und Land­kreis bei rund 80. Heu­te dage­gen lie­gen der Land­kreis bei 122 und die Stadt Bam­berg bei 155, Ten­denz wei­ter stei­gend. Land­rat und Ober­bür­ger­mei­ster appel­lie­ren „an die Soli­da­ri­tät und gegen­sei­ti­ge Rück­sicht­nah­me der Bür­ge­rin­nen und Bürger.“

Ab Mon­tag, 2. Novem­ber bis Ende Novem­ber gel­ten weit­rei­chen­de neue Maß­nahmen, die die bis­he­ri­gen Rege­lun­gen in Bezug auf Kon­takt­be­schrän­kun­gen und Ver­an­stal­tun­gen deut­lich über­tref­fen. Sie basie­ren auf den Beschlüs­sen des Tref­fens der Kanz­le­rin mit den Mini­ster­prä­si­den­tin­nen und ‑prä­si­den­ten der Län­der am 28. Okto­ber und dem Bericht der Sit­zung des baye­ri­schen Kabi­netts am 29. Okto­ber. Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke und Land­rat Kalb ste­hen „ange­sichts der auch im Land­kreis und vor allem der Stadt dra­ma­tisch und un­gebremst stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len hin­ter den Maß­nah­men und begrü­ßen die bun­des­wei­te Ein­heit­lich­keit“, so Kalb und Star­ke über­ein­stim­mend. Der Frei­staat Bay­ern hat mit der 8. BayIfSMV die­se Vor­ga­ben für Bay­ern mit Wir­kung ab dem 2. Novem­ber übernommen.

„Was wir jetzt brau­chen, ist eine Redu­zie­rung der Kon­tak­te im pri­va­ten Bereich, weil bei 75% der Infek­tio­nen die Ansteckungs­um­stän­de unklar sind. Bei ste­tig stei­gen­den Fall­zah­len, steigt auch die Zahl der schwe­ren Fäl­le. Des­halb heißt es, Abstand hal­ten, Kon­tak­te ver­rin­gern und nicht not­wen­di­ge pri­va­te Rei­sen und Besu­che ver­mei­den“, so Land­rat Johann Kalb in einer Kri­sen­sit­zung. Der Auf­ent­halt im öffent­li­chen wie im pri­va­ten Raum sei jetzt begrenzt auf die Ange­hö­ri­gen des eige­nen Haus­stands und eines wei­te­ren Haus­stands, jedoch in jedem Fall auf maxi­mal 10 Personen.

Ober­bür­ger­mei­ster Star­ke wies auf eine wich­ti­ge Infor­ma­ti­on für alle Eltern hin: „Kitas und Schu­len blei­ben offen, solan­ge es irgend­wie geht. Damit wol­len wir Fami­li­en und Unter­neh­men hel­fen und die Situa­ti­on plan­bar machen. Geöff­net blei­ben auch Geschäf­te, Fri­seu­re und Pra­xen für medi­zi­nisch not­wen­di­ge Behand­lun­gen“, so der OB.

Sowohl Land­rat als auch Ober­bür­ger­mei­ster rie­fen im Hin­blick auf die ver­fügte Schlie­ßung der Gastro­no­mie­be­trie­be im Novem­ber die Bevöl­ke­rung auf, Spei­sen zum Abho­len oder Lie­fern zu bestel­len. Bam­bergs Ober­bür­ger­mei­ster füg­te an: „Für die Gastro­no­men und Über­nach­tungs­be­trie­be ist die aktu­el­le Rege­lung ein har­ter Schlag. Vie­le haben sich in den ver­gan­ge­nen Mona­ten etwas ein­fal­len las­sen. Umso bedau­er­li­cher ist es, wenn die Gastro­no­men betrof­fen sind.“

Uni­so­no mit der Lei­te­rin des Staat­li­chen Gesund­heits­am­tes, Dr. Susan­ne Paul­mann, appel­lier­ten Land­rat und Ober­bür­ger­mei­ster an die Soli­da­ri­tät und Ein­sicht der Bevöl­ke­rung: „Neben allen staat­li­chen Regeln geht es um die Rück­sicht­nah­me und Sor­ge jedes Ein­zel­nen um die Gesund­heit des Ande­ren. Dar­um bit­ten wir Sie und dafür dan­ken wir Ihnen!“

Die 8. BayIfSMV ent­hält fol­gen­de, ab dem 2. Novem­ber bis Ende Novem­ber gel­ten­de Regelungen:

  • Kon­tak­te zu ande­ren Men­schen außer­halb des eige­nen Haus­stands sind auf ein abso­lu­tes Mini­mum zu redu­zie­ren. Der Auf­ent­halt im öffentli­chen wie im pri­va­ten Raum ist begrenzt auf die Ange­hö­ri­gen des eige­nen Haus­stands und höch­stens eines wei­te­ren Haus­stands, jedoch in jedem Fall auf maxi­mal 10 Personen.
  • Gastro­no­mie­be­trie­be sowie Bars, Knei­pen und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen blei­ben geschlos­sen. Davon aus­ge­nom­men ist die Lie­fe­rung und Abho­lung mit­nah­me­fä­hi­ger Spei­sen für den Ver­zehr zu Hau­se sowie Betriebskantinen.
  • Der Groß- und Ein­zel­han­del bleibt unter Auf­la­gen zur Hygie­ne, zur Steue­rung des Zutritts und zur Ver­mei­dung von War­te­schlan­gen insge­samt geöff­net. Es darf sich in den Geschäf­ten aber wei­ter­hin nur ein Kun­de je 10 m² Ver­kaufs­flä­che aufhalten.
  • Schu­len und Kin­der­gär­ten sowie Ein­rich­tun­gen der Sozi­al- und Jugend­hilfe sowie ver­gleich­ba­re Bera­tungs­ein­rich­tun­gen blei­ben geöffnet.
  • Dienst­lei­stungs­be­trie­be im Bereich der Kör­per­pfle­ge wie Kosmetikstu­dios, Mas­sa­ge­pra­xen, Tat­too-Stu­di­os und ähn­li­che Betrie­be müs­sen ge­schlossen blei­ben. Medi­zi­nisch not­wen­di­ge Behand­lun­gen (z. B. Physio‑, Ergo‑, Logo­the­ra­pie, Podo­lo­gie) blei­ben wei­ter mög­lich. Fri­seur­sa­lons blei­ben unter den bestehen­den Hygie­ne­auf­la­gen geöffnet.
  • Mes­sen, Kon­gres­se und Tagun­gen dür­fen nicht stattfinden.
  • Frei­zeit­ein­rich­tun­gen und ‑insti­tu­tio­nen müs­sen geschlos­sen wer­den: Thea­ter, Opern, Kon­zert­häu­ser und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen, Kinos, Frei­zeit­parks und Anbie­ter von Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten (drin­nen und drau­ßen), Spiel­hal­len, Spiel­ban­ken, Wett­an­nah­me­stel­len und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen, Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten, Schwimm- und Spaß­bä­der, Sau­nen, Ther­men, Fit­ness­stu­di­os, Well­ness­ein­rich­tun­gen, Muse­en, Zoos und ähn­li­che Einrichtungen
  • Frei­zeit- und Ama­teur­sport­be­trieb mit Aus­nah­me des Indi­vi­du­al­sports allein, zu zweit oder mit dem eige­nen Haus­stand auf und in öffent­li­chen und pri­va­ten Sport­an­la­gen sind unter­sagt. Profisport­veranstaltungen dür­fen nur ohne Zuschau­er stattfinden.
  • Ver­an­stal­tun­gen aller Art wer­den unter­sagt, aus­ge­nom­men sind verfas­sungsrechtlich geschütz­te Berei­che (z. B. Got­tes­dien­ste, Versammlun­gen nach dem Baye­ri­schen Ver­samm­lungs­ge­setz, ggf. unter wei­ter­ge­hen­den Auflagen).

Tele­fon-Hot­lines für Fra­gen in Zusam­men­hang mit Corona:

Coro­na­vi­rus Hot­line Baye­ri­sches Lan­des­amt für Gesund­heit und Lebensmit­telsicherheit (LGL)

All­ge­mei­ne Fra­gen aktu­el­le Lage / Schul­schlie­ßun­gen / Verhaltensempfehlun­gen / gesund­heit­li­che Fragen

Tele­fon 09131/6808 5101

Mo-So 8–18 Uhr

Coro­na­vi­rus-Hot­line Frei­staat Bayern

Ein­heit­li­che Anlauf­stel­le für alle Fra­gen zum Corona-Geschehen

Tele­fon 089/122 220

Mo-So 8–18 Uhr

Bür­ger­te­le­fon Stadt Bamberg

All­ge­mei­ne Fragen

Tele­fon 0951/87 2525

Mo-Fr 9–14 Uhr

Land­rats­amt Bamberg:

Hot­line für all­ge­mei­ne Fra­gen mit loka­lem Bezug

Tele­fon 0951/85 9722

Mo-Do 9–15 (02.–05.11.) Fr 9–12 Uhr (06.11.2020)

Hot­line des Gesund­heits­am­tes Bam­berg für Rei­se­rück­keh­rer aus aus­län­di­schen Risikogebieten:

Tele­fon 0951/85 9700

Mo-Do 9–15 Uhr, Fr 9–12 Uhr

Coro­na Hot­line – Wirt­schafts­för­de­rung Stadt Bamberg

Ansprech­part­ner für Unter­neh­men Stadt Bamberg

Tele­fon 0951/87 1313

(zu den Öff­nungs­zei­ten Stadt Bamberg)

Coro­na Hot­line – Wirt­schafts­för­de­rung Land­kreis Bamberg

Ansprech­part­ner für Unter­neh­men Land­kreis Bamberg

Tele­fon 0951/85–207

(zu den Öff­nungs­zei­ten Land­rats­amt Bamberg)

Test­zen­tren für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ohne Sym­pto­me:

Stadt Bam­berg, Am Sen­del­bach 15, Mo-Do 14–18 Uhr

Land­kreis Bam­berg, Scheß­litz, Oberend 32 (alter Net­to), Mo, Mi, Fr 8–10 Uhr

Men­schen mit Sym­pto­men wen­den sich bit­te an ihren Haus­arzt oder die Tele­fon­num­mer 116 117.