För­der­ver­ein Chor­aka­de­mie des FSB im Bene­dik­ti­ner­klo­ster Wei­ßeno­he hielt Jahreshauptversammlung

Mit Berich­ten des Vor­stan­des über das lau­fen­de Geschäfts­jahr 2019/2020 wur­den die anwe­sen­den Mit­glie­der in der Lil­l­ach­tal-Hal­le von Wei­ßeno­he über den aktu­el­len Stand des Ver­eins und der Pla­nun­gen für die Errich­tung des Chor­zen­trums Klo­ster Wei­ßeno­he infor­miert. 1. Vor­sit­zen­der Edu­ard Nöth begrüß­te neben den Mit­glie­der v.a. Frau MdB Dr. Sil­ke Lau­nert, den Vor­sit­zen­den des Sän­ger­krei­ses Erlangen/​Forch­heim Nor­bert Misch­ke, den Ehren­prä­si­den­ten des Frän­ki­schen Sän­ger­bun­des Peter Jaco­bi, das neue Vor­stands­mit­glied für die Öffent­lich­keits­ar­beit Diet­lin­de Peter, Bgm. Rudolf Braun den Bür­ger­mei­ster der Nach­bar­ge­mein­de Igen­s­dorf Edmund Ulm und hob in sei­nem Bericht zunächst die erfreu­li­che Mit­glie­der­ent­wick­lung her­vor, die seit der letz­ten JHV von 318 auf 348 anstieg. Erfreut gab Nöth zur Kennt­nis, dass zum heu­ti­gen Tag der 1. Vize­prä­si­dent des Baye­ri­schen Land­tags Karl Frel­ler, der Chef der Bera­tungs­fi­ma CIMA Roland Wöl­fel und die Frau des Krei­schor­lei­ters Ralf Schu­band aus dem Sän­ger­kreis Fürth, Frau Sabi­ne Schu­band ihren Bei­tritt erklär­ten. Mit dem Bei­tritt der Gemein­den Pinz­berg und Leu­ten­bach unter­stüt­zen nun­mehr 25 der 29 Land­kreis­kom­mu­nen den För­der­ver­ein und somit das über­re­gio­nal bedeut­sa­me Kul­tur­pro­jekt. Des­wei­te­ren sind eine Rei­he von Chö­ren und Chor­lei­te­rIn­nen bei­getre­ten. Aus der poli­ti­schen Sze­ne begrüß­te Edu­ard Nöth die Bei­trit­te von MdB Lisa Badum, des 1. Bgm. von Igen­s­dorf Edmund Ulm, des 2. Bgm. von Wei­ßeno­he Marc-And­re Schuh­mann und des frü­he­ren Kreis­rats Hans Schorr. Aus dem Bereich Wirt­schaft sind das Ehe­paar Hein­rich und Sigi Hüb­sch­mann aus Eber­mann­stadt und das Ehe­paar Dr. Tho­mas und Vio­la Kor­ne­li aus Forch­heim dem För­der­ver­ein bei­getre­ten. Kaplan Flo­ri­an Sas­sik, gebür­ti­ger Wei­ßeno­her, bekann­te sich klar zur Zukunft des Klo­sters Wei­ßeno­he. Edu­ard Nöth dank­te allen Mit­glie­dern für ihre Treue und finan­zi­el­le Unter­stüt­zung teil­we­sie über 11 Jah­re hin­weg. Der­zeit gene­riert der För­der­ver­ein ein jähr­li­ches Bei­trags­vo­lu­men von ca. 26.000 Euro, Ziel ist es, bis zum Eröff­nungs­ter­min des Chor­zen­trums die 30.000 Euro – Mar­ke zu errei­chen. Nöth erin­ner­te in sei­nem Bericht auch an das rege Bemü­hen, eine Lösung für das bestan­de­ne Finan­zie­rungs­de­fi­zit von 2,7 Mio Euro zu fin­den. Dies gelang durch den Ein­satz der bei­den Forch­hei­mer Abge­ord­ne­ten Micha­el Hof­mann und Thor­sten Glau­ber, die die Über­nah­me von 2 Mio Euro aus den Frak­ti­ons­re­ser­ven von CSU und FW sicher­stel­len konn­ten. Neben einem aus­drück­li­chen Dank an die Lan­des­po­li­tik rich­te­te der Vor­sit­zen­de auch einen herz­li­chen Dank an den Bezirks­tag von Ober­fran­ken und an den Kreis­tag Forch­heim, die durch Beschlüs­se dau­er­haft ab Inbe­trieb­nah­me je 20.000 Euro für den lfd. Betrieb bei­steu­ern. Schließ­lich dank­te Edu­ard Nöth Bgm. Rudolf Braun und dem Gemein­de­rat Wei­ßeno­he für alle bis­her ein­stim­mig ergan­ge­nen Beschlüs­se zur Unter­stüt­zung die­ses Pro­jekts. Dem­nach wird die Gemein­de Kofi­nan­zie­run­gen beim Bau in Höhe von über 2 Mio erbringen.

Bür­ger­mei­ster Rudolf Braun erin­ner­te in sei­nem Gruß­wort an den Ter­min mit der Regie­rungs­prä­si­den­tin Hei­drun Piwer­netz am 4.8.20 in Forch­heim, bei dem Anfor­de­run­gen for­mu­liert wur­den, die aktu­ell abge­ar­bei­tet wer­den, aber not­wen­dig sind, um aus Bay­reuth und Bonn „Grü­nes Licht“ für den Bau­be­ginn zu erhal­ten. So gehe es zum einen um eine Ver­ein­ba­rung zwi­schen der Gemein­de und der Bau­her­ren- und Betrei­ber-gGmbH zur Siche­rung des öffent­li­chen, gemein­be­dar­f­li­chen Zwecks und des dau­er­haf­ten Betriebs. Die­se Ver­ein­ba­rung lie­ge im Ent­wurf vor, so Braun. Des­wei­te­ren war dar­zu­le­gen, dass durch das Chor­zen­trum kei­ne Kon­kur­renz zu bestehen­den Musik­aka­de­mien geschaf­fen wird. Dies hat der künst­le­ri­sche Lei­ter Dr. Gerald Fink zwi­schen­zeit­lich aus­führ­lich begrün­det. Eine wei­te­re For­de­rung war die unbe­fri­ste­te Zusa­ge des Land­krei­ses und des Bezirks Ober­fran­ken für ihre Unter­stüt­zung des lau­fen­den Betriebs. Schließ­lich, so Braun, wer­de in den näch­sten Tagen noch eine ver­bind­li­che Durch­fi­nan­zie­rungs­be­stä­ti­gung der Haus­bank erwar­tet. Die Haus­auf­ga­ben wären also soweit erle­digt. Der Pro­jekt­steue­rer des Bau­herrn Die­ter Chri­stoph erwähn­te in sei­nem Bei­trag neben einer Auf­zäh­lung der vie­len Ter­mi­ne und Gesprä­che auch noch, dass es durch eine anwalt­schaft­li­che Bera­tung gelun­gen sei, das Bau­mi­ni­ste­ri­um davon zu über­zeu­gen, die Bau­maß­nah­me unter Beach­tung för­der- und bei­hil­fe­recht­li­cher Vor­ga­ben neu zu ‚bewer­ten. Das führ­te schließ­lich dazu, dass das Chor­zen­trum Klo­ster Wei­ßeno­he als Gemein­be­darfs­ein­rich­tung anzu­se­hen ist und somit auch der Bet­ten­neu­bau geför­dert wird. Der Finanz­be­richt des Schatz­mei­sters Her­bert Mei­er zeig­te erfreu­li­che Zah­len. Der Ver­ein wird bis Bau­be­ginn den gefor­der­ten Eigen­mit­tel von 230.000 Euro und die Stüt­zung des lau­fen­den Betriebs mit jähr­lich 25.000 Euro erbrin­gen kön­nen. Mit Stolz konn­te Her­bert Mei­er auch auf den ste­ten Auf­wuchs der gegrün­de­ten Stif­tung Chor­aka­de­mie ver­wei­sen. Mei­er zeigt sich hoff­nungs­voll, dass noch in die­sem Jahr die 200.000 Eure Gren­ze erreicht wird. Kas­sen­prü­fer Alfons Traut­ner bestä­tig­te die Kor­rekt­heit des Kas­sen­be­richts und der geprüf­ten Unter­la­gen Er ermu­tig­te mit einer Erwei­te­rung der bene­dik­ti­ni­schen Grund­re­gel „ora et labor et can­ta“ ( bete, arbei­te und sin­ge) die Ver­ant­wort­li­chen das begon­ne­ne Werk zu Ende zu füh­ren und bean­trag­te die Ent­la­stung der Vorstandschaft.

Die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Sil­ke Lau­nert, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des För­der­ver­eins und ver­ant­wort­lich für die Beschaf­fung einer Bun­des­kul­tur­för­de­rung in Höhe von 5,3 Mio Euro, dank­te in ihrem Gruß­wort dem Vor­stand dafür, dass er sich trotz vie­ler Tief­schlä­ge nie habe ent­mu­ti­gen las­sen, son­dern sei­nen gerad­li­ni­gen Weg, immer das Ziel vor Augen, nie ver­las­sen habe. Eben­so beein­druckt zeig­te sich der künst­le­ri­sche Lei­ter des Chor­zen­trum Dr. Gerald Fink über die gedul­di­ge und fin­di­ge Arbeit, die jeder aus dem Vor­stand an sei­nem Ort bis­her erbrach­te. So etwas habe er bei den uns ent­ge­gen­schla­gen­den Wider­stän­den über die Jah­re hin­weg noch nicht erlebt. Er schlug vor, sich bereits jetzt inten­si­ver mit Fra­gen der künf­ti­gen Orga­ni­sa­ti­on des Chor­zen­trums , des Per­so­nals, des kon­kre­ten Ver­an­stal­tungs­an­ge­bots und der mög­li­chen Koope­ra­tio­nen zu befas­sen, damit wir zur gege­be­nen Zeit gerü­stet sind.

Im letz­ten Tages­ord­nungs­punkt ging es um eine Ver­än­de­rung des Stamm­ka­pi­tals an der gemein­nüt­zi­gen GmbH , die ja als Bau­herr und spä­te­rer Betrei­ber agie­ren wird. Den Ände­rungs­vor­schlag des Vor­stan­des trug der Geschäfts­füh­rer der gGmbH Her­bert Mei­er vor. Dem­nach soll der För­der­ver­ein von sei­nem 40%-gen Anteil 25% an die Gemein­de ver­kau­fen, die dann 45 % des Stamm­ka­pi­tals besä­ße. 32% hält nach­wie­vor der Frän­ki­sche Sän­ger­bund und 8% die Chor­ju­gend des FSB, 15% ver­blie­ben beim För­der­ver­ein. Mit dem Beschluß, so Mei­er, käme man einer Bit­te der Regie­rung nach, die in einer stär­ke­ren Betei­li­gung der Gemein­de gera­de für die erfor­der­li­che Fremd­fi­nan­zie­rung und deren Kon­di­tio­nen grö­ße­re Spiel­räu­me sieht. Der Antrag wur­de ein­stim­mig so beschlos­sen. Der Ver­kaufs­er­lös die­ser Antei­le in Höhe von 6.750 Euro, wird dem Ver­mö­gen der Stif­tung Chor­aka­de­mie zugeführt.

Über­zeugt von der Rich­tig­keit und Bedeu­tung des Chor­zen­trums Klo­ster Wei­ßeno­he für das Chor­we­sen, aber auch für den Land­kreis Forch­heim und Ober­fran­ken appel­lier­te Edu­ard Nöth an die Mit­glie­der, sich wei­ter für den För­der­ver­ein und das geplan­te Ziel zu enga­gie­ren. “Wir möch­ten, dass in Bäl­de in Bay­reuth die Ampel auf „Grün“ wech­selt und wir in 2021 den ersten Spa­ten­stich vor­neh­men können.”