Anschluss der Orts­um­ge­hung Mod­schie­del an die Staats­stra­ße 2190

„Neue Kreu­zung erhöht Ver­kehrs­si­cher­heit“ – Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner infor­miert sich mit MdB Emmi Zeul­ner und Bau­di­rek­to­rin Kat­rin Roth vor Ort

„Die Orts­um­ge­hung von Mod­schie­del wird die Lebens­qua­li­tät erheb­lich ver­bes­sern und die Ver­kehrs­si­cher­heit erhö­hen. Die Umge­stal­tung der Ein­mün­dung der neu­en Kreis­stra­ße LIF 12 in die Staats­stra­ße 2190 ist ein wesent­li­cher Bei­trag dazu“, beton­te Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner bei einem Orts­ter­min mit Bau­di­rek­to­rin Kat­rin Roth vom Staat­li­chen Bau­amt Bam­berg, der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Emmi Zeul­ner, dem Zwei­ten Weis­mai­ner Bür­ger­mei­ster Mat­thi­as Mül­ler, dem Lei­ter des Kreis­bau­hofs, Hei­ko Tre­mel, und Ver­tre­tern der Bau aus­füh­ren­den Fir­ma mit Geschäfts­füh­rer Peter Dechant. Allen sag­te der Land­rat herz­li­chen Dank für die Unter­stüt­zung und die gute Zusammenarbeit.

Für mehr Verkehrssicherheit wird die Einmündung der LIF 12 in die Staatsstraße 2190 im Zuge des Neubaus der Ortsumgehung von Modschiedel neu gestaltet. Über den Fortschritt der Arbeiten informierten (v.li.) Peter Dechant von der Bau ausführenden Firma, Kathrin Bullmann (Abteilungsleiterin Soziales, Jugend und Familie, Straßenverkehr, Tiefbau am Landratsamt), Zweiter Bürgermeister Matthias Müller (Stadt Weismain), Baudirektorin Katrin Roth vom Staatlichen Bauamt Bamberg, Projektleiter Alexander Dauer (Firma Dechant), Landrat Christian Meißner, Heiko Tremel (Leiter des Kreisbauhofes) und Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer

Für mehr Ver­kehrs­si­cher­heit wird die Ein­mün­dung der LIF 12 in die Staats­stra­ße 2190 im Zuge des Neu­baus der Orts­um­ge­hung von Mod­schie­del neu gestal­tet. Über den Fort­schritt der Arbei­ten infor­mier­ten (v.li.) Peter Dechant von der Bau aus­füh­ren­den Fir­ma, Kath­rin Bull­mann (Abtei­lungs­lei­te­rin Sozia­les, Jugend und Fami­lie, Stra­ßen­ver­kehr, Tief­bau am Land­rats­amt), Zwei­ter Bür­ger­mei­ster Mat­thi­as Mül­ler (Stadt Weis­main), Bau­di­rek­to­rin Kat­rin Roth vom Staat­li­chen Bau­amt Bam­berg, Pro­jekt­lei­ter Alex­an­der Dau­er (Fir­ma Dechant), Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner, Hei­ko Tre­mel (Lei­ter des Kreis­bau­ho­fes) und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Emmi Zeul­ner. Foto: Land­rats­amt Lichtenfels/​Heidi Bauer

2,9 Mil­lio­nen Zuschuss vom Freistaat

Gute Nach­rich­ten erhielt der Land­kreis Lich­ten­fels am Don­ners­tag hin­sicht­lich der Finan­zie­rung der Orts­um­ge­hung aus dem Baye­ri­schen Ver­kehrs­mi­ni­ste­ri­um: Laut Ver­kehrs­mi­ni­ste­rin Ker­stin Schrey­er unter­stützt der Frei­staat den Land­kreis beim Bau der Orts­um­ge­hung Mod­schie­del mit der maxi­ma­len För­der­sum­me nach dem Baye­ri­schen Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz mit 2,9 Mil­lio­nen Euro. Die Gesamt­ko­sten für die 1,5 Kilo­me­ter lan­ge Orts­um­ge­hung von Mod­schie­del lie­gen bei mehr als 5,7 Mil­lio­nen Euro. „Über die­se hohe För­de­rung freu­en wir uns in die­sen her­aus­for­dern­den Zei­ten ganz beson­ders“, betont Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner und ver­weist auf die Bedeu­tung der Ortsumgehungen.

Die Kreis­stra­ße LIF 12 ver­bin­det die Orts­tei­le Mod­schie­del, Wun­ken­dorf und Wohn­sig mit der Stadt Weis­main. Sie ist eine wich­ti­ge Zubrin­ger­stra­ße zum über­ört­li­chen Ver­kehrs­netz und soll laut Ver­kehrs­mi­ni­ste­ri­um zur Staats­stra­ße auf­ge­stuft wer­den, um den Schwer­ver­kehr zu ver­la­gern, der bis­lang durch das land­schaft­lich wert­vol­le Klein­zie­gen­fel­der Tal rollt. Nach der Orts­um­ge­hung Weis­main wird mit der Orts­um­ge­hung Mod­schie­del nun ein wei­te­rer Teil eines Ver­kehrs­kon­zepts zur Ent­la­stung der betrof­fe­nen Gemein­den vom Durch­gangs­ver­kehr verwirklicht.

Deut­li­cher Bürgerwunsch

„Mit der Ver­le­gung der Ein­mün­dung der Kreis­stra­ße LIF 12 in die Staatstra­ße St 2190 süd­lich von Mod­schie­del schaf­fen wir eine über­sicht­li­che Ein­mün­dung und lei­sten damit einen wich­ti­gen Bei­trag zur Erhö­hung der Ver­kehrs­si­cher­heit“, unter­streicht auch Bau­di­rek­to­rin Kat­rin Roth. Der Land­rat zeig­te sich sehr erfreut, dass die­ser gefähr­li­che Ein­mün­dungs­be­reich in Zusam­men­ar­beit mit dem Staat­li­chen Bau­amt umge­baut wer­den kann.

Der Umbau der Ein­mün­dung sei ein deut­li­cher Bür­ger­wunsch bei den Orts­ver­samm­lun­gen zur neu­en Orts­um­ge­hung gewe­sen, erin­ner­te er. In Zusam­men­ar­beit mit dem Staat­li­chen Bau­amt, Stadt­rat Weis­main und Kreis­tag Lich­ten­fels sei eine sinn­vol­le Lösung ent­stan­den, so Meiß­ner. Wie Hei­ko Tre­mel erläu­ter­te, wer­den durch die Ver­le­gung der Ein­mün­dung die Sicht­wei­ten ver­bes­sert wer­den. Ein Fahr­bahn­tei­ler hilft bei der Ori­en­tie­rung und dient der Ver­kehrs­si­cher­heit. Das Wege­kreuz, das an der alten Kreu­zung stand, wird versetzt.

Die Orts­um­fah­rung Mod­schie­del im Zuge der LIF 12 ist eine Maß­nah­me des Land­krei­ses Lich­ten­fels. Koor­di­niert wird die­se vom Kreis­bau­hof. Das Staat­li­che Bau­amt Bam­berg ist betei­ligt, weil die LIF 12 in die St 2190 süd­lich Mod­schie­del ein­mün­det und die­se Ein­mün­dung im Zuge der Maß­nah­me aus Grün­den der Ver­kehrs­si­cher­heit ver­legt und aus­ge­baut wird. Finan­ziert wird die Maß­nah­me vom Land­kreis Lich­ten­fels, der dafür Zuwen­dun­gen vom Frei­staat Bay­ern und von der Regie­rung von Ober­fran­ken erhält.

Das Staat­li­che Bau­amt Bam­berg ist nur bei der Ein­mün­dung nach Kreu­zungs­recht kosten­be­tei­ligt. Die Kosten allein für die Ver­le­gung und den Aus­bau der Ein­mün­dung, samt Anpas­sungs­maß­nah­men im land­wirt­schaft­li­chen Wege­netz und son­sti­ger beglei­ten­der Maß­nah­men betra­gen (nach Stand zum Abschluss der Kreu­zungs­ver­ein­ba­rung) ins­ge­samt 1.263.000 Euro. Davon trägt das Staat­li­che Bau­amt 842.421 Euro, der Land­kreis 420.579 Euro.

Pla­nung reicht bis ins Jahr 1996

Wie der Lei­ter des Kreis­bau­hofs, Hei­ko Tre­mel, erläu­ter­te, hat die Orts­um­ge­hung eine Gesamt­län­ge von ca. 1,5 Kilo­me­ter, der Umbau des Kreu­zungs­be­reichs mit der Staatstra­ße 2190 umfasst 0,6 Kilo­me­ter. Über 20 Jah­re Arbeit stecken in der Orts­um­fah­rung, deren Pla­nungs­ur­sprün­ge bis ins Jahr 1996 zurück­zu­füh­ren sind, infor­mier­te Land­rat Meiß­ner weiter.

Mit dem Bau der Umge­hung von Weis­main habe die Stadt Weis­main zusam­men mit dem Staat­li­chen Bau­amt Bam­berg den ersten Abschnitt der geplan­ten Ver­kehrs­ver­la­ge­rung aus dem Klein­zie­gen­fel­der Tal zur Auto­bahn A 70 ver­wirk­licht. In der Fol­ge galt es, das näch­ste Puz­zle­teil die­ses Ver­kehrs­kon­zep­tes zu einer ziel­füh­ren­den und rea­li­sier­ba­ren Lösung zu füh­ren: die Orts­um­ge­hung von Modschiedel.

Seit etwa sechs Jah­ren wur­de die Pla­nung für die­se Umfah­rung inten­siv vor­an­ge­trie­ben und war für vie­le Betei­lig­te auch eine Gedulds­pro­be, sag­te Meiß­ner. Der ersten Bür­ger­ver­samm­lung im April 2015 folg­ten vie­le not­wen­di­ge und sinn­vol­le Abstim­mun­gen mit allen Betei­lig­ten. Bau­be­ginn war schließ­lich am 18. Mai 2020.

Natur­schutz hat hohen Stellenwert

Der Land­rat macht deut­lich, dass sich durch die Umge­hung die Lebens­qua­li­tät in Mod­schie­del, die Ver­kehrs­si­cher­heit und die Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten ver­bes­sern wer­den. Das Bau­pro­jekt sei im Vor­feld eng mit der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de am Land­rats­amt abge­stimmt wor­den. Bei den Pla­nun­gen habe man gro­ßen Wert dar­auf gelegt, im Ein­klang mit der Natur zu pla­nen, was auch gut gelun­gen sei.

Über den Bau­fort­schritt unter­rich­te­te vor Ort Alex­an­der Dau­er, Abtei­lungs­lei­ter Tief­bau der Bau aus­füh­ren­den Fir­ma Dechant. Der Bau der Umge­hungs­stra­ße Mod­schie­del sei in acht Bau­ab­schnit­te geglie­dert. Die bei­den ersten sei­en bereits abge­schlos­sen, die Fer­tig­stel­lung des drit­ten – die Ver­kehrs­frei­ga­be des Anschlus­ses an die Staats­stra­ße 2190 – ist für den 27. Novem­ber 2020 geplant. Fer­tig sein soll die Stra­ße Ende Juli 2021. Doch hof­fe man, die Arbei­ten schon frü­her abschlie­ßen zu kön­nen, sag­te Dauer.

Beein­druckend war sein sta­ti­sti­scher Über­blick: So wer­den für die 2,1 Kilo­me­ter lan­ge Stra­ße ins­ge­samt rund 35.000 Kubik­me­ter Erde bewegt, 19.500 Qua­drat­me­ter Asphalt ver­baut und 800 Meter Ent­wäs­se­rungs­an­la­gen verlegt.