Kon­ti­nu­ier­lich ver­bes­sert – Das Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz behaup­tet sich im Klinikcheck

Gute Ergeb­nis­se in allen beur­teil­ten Leistungsbereichen

Der Ärztliche Direktor am Standort Forchheim, Prof. Dr. med. Jürgen Gschossmann (links), und der Geschäftsführer der Klinikum Forchheim Fränkische Schweiz. Foto: Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz

Der Ärzt­li­che Direk­tor am Stand­ort Forch­heim, Prof. Dr. med. Jür­gen Gschoss­mann (links), und der Geschäfts­füh­rer der Kli­ni­kum Forch­heim Frän­ki­sche Schweiz. Foto: Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz

Der För­der­ver­ein des Kli­ni­kums Forch­heim e.V. lud zu einem Vor­trag von Prof. Dr. Oli­ver Schöff­ski ein über den NZKli­nik­check, einer Zusam­men­ar­beit der Nürn­ber­ger Zei­tung mit dem Lehr­stuhl Gesund­heits­ma­nage­ment an der rechts- und wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät in Nürn­berg. Dabei wer­den mehr als 40 Kran­ken­häu­ser im Umkreis von 50 km in und um Nürn­berg anhand von Qua­li­täts­da­ten mit­ein­an­der ver­gli­chen und ein Ran­king für die bewer­te­ten Lei­stun­gen – die medi­zi­ni­schen Behand­lun­gen – erstellt.

Soli­des Stan­ding des Kli­ni­kums Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz Die Ergeb­nis­se des Kli­nik­checks wer­den seit 2016 ver­öf­fent­licht. Neu ist in die­sem Jahr die Fünf-Jah­res-Über­sicht. Hier erweist sich das Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz als Muster­schü­ler, wie Prof. Schöff­ski anhand der kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­bes­se­rung bei ver­schie­de­nen Indi­ka­tio­nen dar­legt. So stei­ger­te sich das Kran­ken­haus bei der Behand­lung einer Lun­gen­ent­zün­dung in den ver­gan­ge­nen fünf Jah­ren von Stu­fe 3 in die Stu­fe 1 der Top-Per­for­mer in die­sem Jahr. Ähn­li­ches gilt für die ope­ra­ti­ve Ent­fer­nung des Wurm­fort­sat­zes des Blind­darms. Hier stand das Kli­ni­kum 2016 auf den unte­ren Rän­gen. Heu­er hat es sich in der ersten Kate­go­rie eta­bliert. Auch bei der ope­ra­ti­ven Ent­fer­nung der Gal­len­bla­se erklomm das Kli­ni­kum von Stu­fe 3 im Jahr 2016 eine sehr gute Platz­ie­rung im ver­gan­ge­nen Jahr und erhält aktu­ell ein gutes Ran­king. Kon­stant gute Fach­be­rei­che hebt Prof. Schöff­ski eben­falls her­vor – die Geburts­hil­fe am Kli­ni­kum wird durch­gän­gig als gut oder sehr gut bewertet.

Er unter­streicht, dass Lei­stungs­be­rei­che eines Kran­ken­hau­ses, die im Ran­king in einer hell- oder dun­kel­grü­nen Kate­go­rie ein­ge­stuft sind – wie die Knie­en­do­pro­the­tik des Kli­ni­kums Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz – für soli­de, gute Qua­li­tät spre­chen. „Ins Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz kann man ohne Beden­ken gehen“, sagt er.

Abstim­mung mit den Füssen und Anre­gung für Krankenhäuser

Das NZ-Kli­ni­k­ran­king soll einer­seits die poten­ti­el­len Pati­en­ten infor­mie­ren und ande­rer­seits das Qua­li­täts­be­wusst­sein bei den Kran­ken­häu­sern ver­stär­ken. Das Ran­king unter­stützt auch nie­der­ge­las­se­ne Medi­zi­ner bei der Suche nach der besten Kli­nik für ihre Pati­en­ten, die oft nicht die Zeit haben, sich in kom­ple­xe Qua­li­täts­be­rich­te einzulesen.

Fünf-Jah­res-Über­sicht, Detail­in­fos und Fall­zah­len im 200 km-Radi­us Neben der Fünf-Jah­res-Über­sicht wer­den auch die Kran­ken­häu­ser mit den höch­sten Fall­zah­len im 200 km Radi­us ver­öf­fent­licht sowie Detail­in­for­ma­tio­nen bestehend aus den medi­zi­ni­schen Qua­li­täts­in­for­ma­tio­nen und der Pati­en­ten­wei­ter­emp­feh­lungs­ra­te der Wei­ssen Liste, einem kosten- und wer­be­frei­en Internetportal.

Die Fall­zah­len eines Lei­stungs­be­rei­ches tra­gen wesent­lich zur Posi­tio­nie­rung inner­halb einer Kate­go­rie bei, wobei die Stu­die davon aus­geht, dass eine höhe­re Fall­zahl mit einer höhe­ren Exper­ti­se einhergeht.

Die Ein­grup­pie­rung in eine der Kate­go­rien „Beste“, „Mitt­le­re“ und „Schlech­te­ste“ oder eine Zwi­schen­stu­fe der maxi­mal fünf Kate­go­rien erfolgt über die Daten aus den Qua­li­täts­be­rich­ten, die jedes Kran­ken­haus ver­öf­fent­li­chen muss, genau­er gesagt aus den Qua­li­täts­in­di­ka­to­ren, die dem IQTiG – dem Insti­tut für Qua­li­täts­si­che­rung und Trans­pa­renz im Gesund­heits­we­sen – gemel­det wer­den. Gleich­ge­wich­tet wer­den die­se mit anony­mi­sier­ten AOK-Rou­ti­ne­da­ten kom­bi­niert. Inner­halb der Kate­go­rie ent­schei­den die Fall­zah­len über die Platz­ie­rung, die durch die Pati­en­ten­wei­ter­emp­feh­lungs­ra­te noch vari­ie­ren kann. Die Daten, die für die Erstel­lung der Rang­li­ste ver­wen­det wer­den, sind ver­öf­fent­licht und frei zugäng­lich. Auf der Inter­net­sei­te des Lehr­stuhls wird aller­dings kri­tisch ange­merkt, dass die Ergeb­nis­se mit zeit­li­chem Ver­zug ver­öf­fent­licht wer­den. So basie­ren die aktu­el­len Resul­ta­te auf Infor­ma­tio­nen aus dem Jahr 2018. Kein kom­mer­zi­el­les Inter­es­se Prof. Dr. Schöff­ski betont in sei­nem Vor­trag, dass kein kom­mer­zi­el­les Inter­es­se bei der Erstel­lung des Ran­kings bestehe: „Alles wird aus den eige­nen, mick­ri­gen Lehr­stuhl­mit­teln finanziert.“

Heu­er wer­den in 17 Fol­gen ver­schie­de­ne Indi­ka­tio­nen beschrie­ben – eini­ge bewer­te­te Kran­ken­haus­lei­stun­gen sind auch fach­ab­tei­lungs­über­grei­fend , wie die Wund­ver­sor­gung. Die näch­ste Fol­ge am Sams­tag, 31. Okto­ber, beschäf­tigt sich mit Herzkatheter-Eingriffen.

Lebens­lauf Prof. Dr. Oli­ver Schöffski

Oli­ver Schöff­ski (Jahr­gang 1961) erhielt sein Diplom im Fach­be­reich Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Han­no­ver 1990. Ein Jahr spä­ter erwarb er den Titel „Master of Public Health“ an der Medi­zi­ni­schen Hoch­schu­le Han­no­ver. 1994 pro­mo­vier­te und 1999 habi­li­tier­te er an der Uni­ver­si­tät Han­no­ver. Bis Okto­ber 2000 war er als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter am Insti­tut für Ver­si­che­rungs­be­triebs­leh­re und als Mana­ging Direc­tor der For­schungs­stel­le für Gesund­heits­öko­no­mie und Gesund­heits­sy­stem­for­schung der Uni­ver­si­tät Han­no­ver tätig. Seit 2000 ist Prof. Schöff­ski Inha­ber des Lehr­stuhls für Gesund­heits­ma­nage­ment der Uni­ver­si­tät Erlangen-Nürnberg.