Chri­sta Hop­pe bestückt das Bam­ber­ger “Kunst­fen­ster” im Bürgerlabor

“Oran­ge steht für die Leich­tig­keit des Sein” 

Christa Hoppe bestückt das Kunstfenster im Bürgerlabor

Chri­sta Hop­pe bestückt das Kunst­fen­ster im Bürgerlabor

Die Bam­ber­ger Künst­le­rin Chri­sta Hop­pe prä­sen­tiert vom 26.10. bis 01.11. ein drei­tei­li­ges Kunst­werk im Kunst­fen­ster im Bür­ger­la­bor in der Haupt­wach­stra­ße. Ihre aus­ge­stell­te Arbeit ist ein Tri­pty­chon in Oran­ge­tö­nen. Die Far­be Oran­ge ste­he für dabei Leich­tig­keit des Seins, Krea­ti­vi­tät, Indi­vi­dua­li­tät und Unan­ge­passt­heit, so Hop­pe. Die Mate­ria­li­en sind Farb­pig­men­te und Sumpfkalk.

Das lin­ke Bild drückt Gelas­sen­heit, Frei­heit und Har­mo­nie aus. Die ein­ge­bla­se­nen schwar­zen Pig­men­te sym­bo­li­sie­ren die Kraft der Ent­schie­den­heit des Momen­tes: „Es ist, was ist.“ Die gro­be Stoff­lich­keit des Bau­ma­te­ri­als steht im Ein­klang mit der fili­gra­nen Struk­tur des Sumpf­kal­kes als Aus­druck der per­sön­li­chen Frei­heit, dass man ist, was man ist und was man sein will. Das mitt­le­re Bild ver­kör­pert Opti­mis­mus und Lebens­freu­de. Es trifft die Aus­sa­ge: „Hier bin ich, ich habe alles, was ich brau­che, bin aber offen für jede Ver­än­de­rung und Her­aus­for­de­rung.“ Das rech­te Bild steht für ihren gren­zen­lo­sen Taten­drang, Neu­es zu schaf­fen und zu expe­ri­men­tie­ren. Die star­ken Farb­kon­tra­ste und die objekt­haf­te Struk­tur unter­strei­chen ihre Ener­gie und Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Mate­ri­al, das nicht macht, was sie will, son­dern was es will.

Chri­sta Hop­pes künst­le­ri­sche Arbeit will von der Mate­ria­li­tät her und ihrem Ein­las­sen auf sich selbst for­men­de Pro­zes­se beim Trock­nen, Trans­for­ma­ti­on und Wan­del zum Aus­druck brin­gen. Chri­sta Hop­pe lebt und arbei­tet als Male­rin und Tex­til­künst­le­rin in Bam­berg. Die intui­ti­ve Pro­zess­ma­le­rei steht im Mit­tel­punkt ihres Schaf­fens. Dabei ent­ste­hen reli­ef­ar­ti­ge, pla­sti­sche Bil­der aus indi­vi­du­ell gefer­tig­ten Spach­tel­mas­sen und Pig­men­ten. Die Bil­der ent­wickeln sich aus einer inne­ren Intui­ti­on her­aus und spie­geln natür­li­che Lebens­pro­zes­se wider. Durch den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess, den ste­ti­gen Wan­del zwi­schen Zer­stö­rung und Neu­be­ginn, zwi­schen Auf­tra­gen und Abtra­gen von Farb­schich­ten, ent­steht etwas völ­lig Neu­es, auf das man sich erneut ein­las­sen muss.

Kunst im Bürgerlabor

Den Anstoß für die Idee zu Kunst im Bür­ger­la­bor gab das Inter­na­tio­na­le Künst­ler­haus Vil­la Con­cordia und sei­ne Direk­to­rin Nora-Euge­nie Gom­rin­ger. Auf Suche nach einem Leer­stand in der Innen­stadt war sie im Gespräch mit Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Sie­ben­haar dar­auf gesto­ßen. Die Sti­pen­dia­tin und Kom­po­ni­stin Petra Stra­hov­nik (http://​petrastra​hov​nik​.eu) wird im Dezem­ber drei Wochen im Bür­ger­la­bor live komponieren.

Doch den Anfang machen die Bil­den­den Künst­ler. Bis Ende Novem­ber darf, für jeweils eine Woche ein*e Künstler*in aus Bam­berg das Fen­ster künst­le­risch bestücken. Auf Chri­sta Hop­pe fol­gen Nad­ja Rakow­ski, Micho Hal­ler, Peter Schop­pel und Chri­stia­ne Toewe.