Stadt Erlangen/​Landkreis ERH: Grü­ne nomi­nie­ren Tina Prietz als Direkt­kan­di­da­tin für den Bundestag

Man­fred Bach­may­er, Kreiss­spre­cher Bünd­nis 90/​Die Grü­nen Erlan­gen-Land, gra­tu­liert Prietz zum Wahl­sieg / Foto: Privat

Die erste 27ährige Tina Prietz will für Erlan­gen in den Bun­des­tag / Foto: Privat

Die Grü­nen im Bun­des­tags­wahl­kreis Erlan­gen nomi­nier­ten auf ihrer Auf­stel­lungs­ver­samm­lung am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag Tina Prietz als Bun­des­tags­di­rekt­kan­di­da­tin. Die 27-jäh­ri­ge Pro­jekt­lei­te­rin setz­te sich mit einer gro­ßen Mehr­heit gegen ihre vier Mitbewerber*innen durch.

Tina Prietz enga­giert sich schon seit Jah­ren für Umwelt- und Kli­ma­the­men, so war sie auch Mit­be­grün­de­rin der Erlan­ger Fri­days for Future-Bewe­gung. Die­ses Enga­ge­ment resul­tier­te in einem her­aus­ra­gen­den Wahl­er­geb­nis bei der letz­ten Kom­mu­nal­wahl, bei der sie von den Erlan­ger Bürger*innen auf Platz 2 „hoch­ge­wählt” wur­de. Im Stadt­rat ist sie seit­dem ins­be­son­de­re zustän­dig für Kli­ma­schutz und Kli­ma­an­pas­sung, Par­ti­zi­pa­ti­on sowie Natur- und Arten­schutz. Auf Bun­des­ebe­ne will sie sich für eine öko­lo­gi­sche Trans­for­ma­ti­on des Wirt­schafts­sy­stems ein­set­zen. Laut Prietz ist der Kampf für eine kli­ma­ge­rech­te Welt die drän­gend­ste Auf­ga­be unse­rer Zeit. Prietz wei­ter: „Aktu­ell ist unser Wirt­schafts­sy­stem geprägt von Umwelt­ver­schmut­zung, Aus­beu­tung und Krie­gen. Dies muss sich wan­deln hin zu loka­ler, fai­rer und nach­hal­ti­ger Pro­duk­ti­on, von der alle pro­fi­tie­ren. Loh­nen muss sich doch die Bio­bäue­rin von neben­an, das repa­rier­ba­re Smart­pho­ne und die Ener­gie­ge­nos­sen­schaft für Wind und Solar.”

Als Lei­te­rin des Pro­jek­tes „Nach­hal­tig­keit trifft Alt­stadt” ist sie in stän­di­gem Kon­takt mit den Erlan­ger Bürger*innen sowie Ver­bän­den und Initia­ti­ven und orga­ni­siert Aus­stel­lun­gen zu Umwelt- und Kli­ma­schutz­the­men. Aus die­ser Erfah­rung her­aus möch­te sie das The­ma Par­ti­zi­pa­ti­on im Bun­des­tag zu ihrem Haupt­the­ma machen. Prietz dazu: „Ich bekom­me jeden Tag die Sor­gen aber v.a. auch die vie­len krea­ti­ven Ideen zur Kli­ma­wen­de mit. Wenn wir die Viel­falt der Bevöl­ke­rung zusam­men­brin­gen, den Kom­pro­miss und das Mit­ein­an­der­spre­chen wie­der in den Fokus der Demo­kra­tie stel­len, kön­nen Lösun­gen für genera­tio­nen­über­grei­fen­de Her­aus­for­de­run­gen ent­ste­hen. Das enor­me Poten­zi­al von Betei­li­gung für Inspi­ra­ti­on, Akzep­tanz für Ver­än­de­rung und neu­en Zusam­men­halt in der Gesell­schaft müs­sen wir nut­zen. Ich will, dass alle Men­schen vor dem Berg der Kli­ma­her­aus­for­de­run­gen nicht ver­zwei­feln, son­dern ihn mutig hoch­stei­gen und als Chan­ce für eine bes­se­re Zukunft sehen.”