KV für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge Bam­berg zeich­ne­te 18 natur­nah bewirt­schaf­te­te Pri­vat­gär­ten mit dem Zer­ti­fi­kat „Natur­gar­ten“ aus

Nach dem Auf­takt im Som­mer ging am 9. Okto­ber die Initia­ti­ve „Natur­gar­ten – Bay­ern blüht“ in die letz­te Run­de. Der Kreis­ver­band für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge Bam­berg zeich­ne­te 18 natur­nah bewirt­schaf­te­te Pri­vat­gär­ten mit dem Zer­ti­fi­kat „Natur­gar­ten“ aus. Die enga­gier­ten Gar­ten­be­sit­zer dür­fen zukünf­tig mit einer Pla­ket­te am Gar­ten­tor dar­auf auf­merk­sam machen, dass ihre grü­ne Oase ein ech­ter Rück­zugs­raum für hei­mi­sche Tie­re und Pflan­zen ist, die res­sour­cen­scho­nend gepflegt wird.

Impressionen aus dem Garten von Familie Sicklinger (Quelle: Alexandra Klemisch)

Impres­sio­nen aus dem Gar­ten von Fami­lie Sick­lin­ger (Quel­le: Alex­an­dra Kle­misch)

Wor­um es eigent­lich geht, for­mu­lier­te Alt­be­zirks­tags­prä­si­dent und Vor­sit­zen­der des Kreis­ver­bands Dr. Gün­ther Denz­ler in sei­nen Begrü­ßungs­wor­ten: „Einen Gar­ten natur­nah zu bewirt­schaf­ten, das bedeu­tet, mit der Natur zu arbei­ten und nicht gegen sie.“ Wie gut das gelin­gen kann, bewei­sen die aus­ge­zeich­ne­ten Gär­ten. Ein Natur­gar­ten ist kei­ne Wild­nis, son­dern ein blü­hen­der Lebens­raum, in dem das gan­ze Jahr hin­durch Obst, Gemü­se, Kräu­ter, Bäu­me und Blu­men wach­sen. Vögel, Insek­ten, Frö­sche und Eidech­sen füh­len sich hier genau­so zuhau­se wie der Gärt­ner selbst.

Die Kam­pa­gne „Natur­gar­ten – Bay­ern blüht“ kann als Leit­fa­den für natur­na­hes Gärt­nern ver­stan­den wer­den. Kern­kri­te­ri­en sind der Ver­zicht auf che­mi­sche Pflan­zen­schutz­mit­tel, Kunst­dün­ger und Torf zur Boden­ver­bes­se­rung. Getra­gen wird die Initia­ti­ve vom Baye­ri­schen Lan­des­ver­band für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge, der Baye­ri­schen Lan­des­an­stalt für Wein­bau und Gar­ten­bau Veits­höch­heim, dem Baye­ri­schen Gärt­ne­rei­ver­band und dem Berufs­ver­band der Kreis­fach­be­ra­ter für Gar­ten­kul­tur und Lan­des­pfle­ge.

Auch Bür­ger­mei­ster Car­sten Jon­ei­tis, der die Grü­ße des Land­ra­tes Johann Kalb über­brach­te, liegt der Natur­schutz sehr am Her­zen. Er beton­te den engen Zusam­men­hang der Natur-schutz-Kon­zep­te sei­ner Gemein­de mit Gar­ten­pro­jek­ten auf ehren­amt­li­cher Basis. Nur weni­ge Meter Luft­li­nie tren­nen das 13 Hekt­ar gro­ße kom­mu­na­le Natur­wald­re­ser­vat See­laub vom Kreis­lehr­gar­ten Ober­haid, den der ört­li­che Obst- und Gar­ten­bau­ver­ein mit gro­ßem Enga­ge­ment betreibt.

Im ersten Teil der Ver­an­stal­tung wur­den die rund 35 Teil­neh­mer durch den Gar­ten von Fami­lie Sick­lin­ger in Ober­haid geführt. Die Eigen­tü­mer des Gar­tens gaben einen beein­drucken­den Ein­blick hin­ter die Kulis­sen. Neben der prak­ti­zier­ten Kreis­lauf­wirt­schaft und dem Gemü­se­an­bau in Misch­kul­tur, ist auch für die Insek­ten der Tisch das gan­ze Jahr über reich gedeckt. Ein ganz beson­de­rer Gar­ten mit viel Lie­be fürs Detail. Im Anschluss über­reich­ten Kreis­vor­sit­zen­der Dr. Gün­ther Denz­ler und Bür­ger­mei­ster Car­sten Jon­ei­tis den Gar­ten­be­sit­zern Urkun­de und Pla­ket­te der Akti­on. Kreis­fach­be­ra­te­rin­nen Alex­an­dra Kle­misch und Clau­dia Küh­nel prä­sen­tier­ten die besten Anre­gun­gen aus den aus-gezeich­ne­ten Gär­ten.

Sie möch­ten Ihren Gar­ten zer­ti­fi­zie­ren las­sen?

Auch im kom­men­den Jahr wird der Kreis­ver­band Natur­gar­ten-Zer­ti­fi­ka­te ver­lei­hen. Teil­ne­men kann jeder, der sei­nen Gar­ten natur­nah pflegt. In einer Gar­ten­be­ge­hung und Gar­ten­be­ra­tung ent­schei­den die von der Lan­des­an­stalt für Wein- und Gar­ten­bau geschul­ten Zer­ti­fi­zie­rer, ob Ihr Gar­ten die Kri­te­ri­en der Öko­lo­gie und Nach­hal­tig­keit erfüllt – und anschlie­ßend kön­nen viel­leicht auch Sie mit der Pla­ket­te „Natur­gar­ten – Bay­ern blüht!“ an Ihrem Gar­ten-zaun ein sicht­ba­res Zei­chen für mehr Natur im hei­mi­schen Gar­ten set­zen.

Für Mit­glie­der der Obst- und Gar­ten­bau­ver­ei­ne in Stadt und Land­kreis Bam­berg über­nimmt der Kreis­ver­band für Gar­ten­bau und Lan­des­pfle­ge die Kosten der Zer­ti­fi­zie­rung. Bei Fra­gen wen­den Sie sich an die Kreis­fach­be­ra­ter für Gar­ten­kul­tur und Lan­des­pfle­ge im Land­rats­amt Bam­berg Alex­an­dra Kle­misch, Tel. 0951/85–534, Clau­dia Küh­nel, Tel. 0951/85–515 oder Oli­ver Rendl, Tel. 0951/85–527.