Menin­go­kok­ken-Infek­ti­on im Land­kreis Wun­sie­del

Vier­jäh­ri­ger aus dem Land­kreis erkrankt

Ein Vier­jäh­ri­ger aus dem Land­kreis ist an einer Menin­go­kok­ken-Infek­ti­on erkrankt. Der Fall wur­de dem Gesund­heits­amt des Land­krei­ses heu­te (12.10.) gemel­det. Wei­te­re Erkran­kungs­fäl­le sind bis­lang nicht bekannt gewor­den.

Da das Kind eine Kin­der­ta­ges­stät­te besucht, hat das Gesund­heits­amt des Land­krei­ses umge­hend alle erfor­der­li­chen Maß­nah­men ein­ge­lei­tet. Alle betrof­fe­nen Fami­li­en wur­den infor­miert und auf­ge­for­dert, sich mit Ihren Kin­dern in medi­zi­ni­sche Bera­tung zu bege­ben. Kon­kret wird allen, die in der ver­gan­ge­nen Woche Kon­takt zu dem erkrank­ten Kind hat­ten, emp­foh­len, unbe­dingt einen Arzt auf­zu­su­chen und mit ihm die Not­wen­dig­keit einer vor­sorg­li­chen Ein­nah­me von Anti­bio­ti­ka abzu­klä­ren. Damit folgt das Gesund­heits­amt den Hin­wei­sen des Robert Koch-Insti­tu­tes und der Deut­schen Gesell­schaft für Kin­der­heil­kun­de und Jugend­me­di­zin sowie inter­na­tio­na­len Exper­ten­gre­mi­en.

Die Über­tra­gung der Menin­go­kok­ken-Bak­te­ri­en erfolgt durch Tröpf­chen­in­fek­ti­on, etwa beim Spre­chen und Anhu­sten. Grund­sätz­lich sind Sekre­te des Nasen-Rachen-Rau­mes und Spei­chel infek­ti­ös, so dass die Erre­ger zum Bei­spiel auch beim Küs­sen über­tra­gen wer­den kön­nen. Da die Bak­te­ri­en außer­halb des Kör­pers nur kur­ze Zeit über­le­ben, ist ein enger Kon­takt zum Kran­ken oder einem Keim­trä­ger erfor­der­lich. Ein Zusam­men­tref­fen von Men­schen ohne engen Kon­takt führt im Nor­mal­fall nicht zu einer Ansteckung. Die Zeit zwi­schen Ansteckung und Aus­bruch der Krank­heit beträgt meist zwei bis sie­ben Tage.