Chor­aka­de­mie in Wei­ßeno­he star­tet mit erstem Semi­nar

Der Vorstand des Sängerbundes vor dem Kloster. © Fränkischer Sängerbund
Der Vorstand des Sängerbundes vor dem Kloster. © Fränkischer Sängerbund

Ein beson­de­rer Tag

Zum Auf­takt des Semi­nar­be­triebs der Chor­aka­de­mie stand ein wich­ti­ges Zukunfts­the­ma auf dem Pro­gramm – „Sin­gen im Alter“ mit Fach­ex­per­tin Jut­ta Michel-Becher aus Mün­chen. Es mag vie­le Grün­de geben, mit dem Sin­gen auf­zu­hö­ren, aber Alter soll­te nicht dazu gehö­ren. Mit der rich­ti­gen Pfle­ge der Stim­me kann man bis ins hohe Alter Freu­de am Sin­gen haben und von den posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen des gemein­sa­men Gesangs pro­fi­tie­ren.

Das im Bau befind­li­che Chor­zen­trum Klo­ster Wei­ßeno­he soll Sän­ge­rin­nen und Sän­gern jeden Alters eine Hei­mat bie­ten, sei­nen Bil­dungs­auf­trag für Chor­lei­tun­gen wahr­neh­men und den Chö­ren eine Stim­me in der poli­ti­schen Land­schaft ver­lei­hen.

Pro­fes­sor Fried­helm Brusniak, Prä­si­dent des frän­ki­schen Sän­ger­bun­des, beton­te in sei­ner Eröff­nungs­re­de, wie wich­tig der Gesang für den Zusam­men­halt der Gesell­schaft ist. Auch wenn sich die Bedeu­tung der in Ver­ei­nen orga­ni­sier­ten Chö­re wan­delt, das Inter­es­se am Sin­gen ist unge­bro­chen, was sich nicht zuletzt in Fern­seh­for­ma­ten wie The Voice of Ger­ma­ny oder DSDS zeigt. Wer mit ande­ren zusam­men singt, lernt auf den Nach­barn zu hören, sich in Gemein­schaft ein­zu­fü­gen und ver­schie­den­ste Men­schen zu inte­grie­ren. Chor­for­scher und Bil­dungs­po­li­ti­ker sind sich einig, Dass Chor­zen­tren ent­schei­dend dazu bei­tra­gen, die­sen posi­ti­ven Effekt auf die Gesell­schaft zu unter­stüt­zen und zudem durch die Pfle­ge von musi­ka­li­schen Mei­ster­wer­ken ein Erin­ne­rungs­zen­trum zu sein.

Beson­ders hob Brusniak auch das Enga­ge­ment der Chor­ju­gend im Frän­ki­schen Sän­ger­bund her­vor, die von Anfang an bei der Pla­nung des Chor­zen­trums dabei war und im Vor­stand des För­der­ver­eins ver­tre­ten ist. Auch wenn das The­ma „Sil­ber­klang – ein Leben lang“ eher den Blick auf Älte­re rich­te­te, war es bemer­kens­wert, dass die Chor­ju­gend durch Zuhö­ren, Beob­ach­ten und Wei­ter­ent­wickeln beim ersten Semi­nar die Zukunft des Chor­ge­sangs reprä­sen­tier­te.
Wie Chor­ge­sang den Blick nach vor­ne wei­tet, wur­de dann durch die beim Semi­nar erklin­gen­den Weih­nachts­lie­der deut­lich: vor­be­rei­tet sein ist alles!

Diet­lin­de Peter