Smar­tes Fich­tel­ge­bir­ge: zwei­te Run­de der Bür­ger­be­tei­li­gung star­tet

Seit dem Start der Bür­ger­be­tei­li­gung zum Smar­ten Fich­tel­ge­bir­ge im Mai sind mehr als 1400 Rück­mel­dun­gen aus der Bevöl­ke­rung ein­ge­gan­gen. Auf der Online-Platt­form (https://​mach​-mit​.frei​raum​-fich​tel​ge​bir​ge​.de) wur­den dazu teil­wei­se inten­siv dis­ku­tiert. Seit­dem wur­den auf Basis die­ser Anre­gun­gen und wei­te­ren Gesprä­chen mit loka­len Akteu­ren im näch­sten Schritt zwölf Exper­ten­work­shops durch­ge­führt und erste Pro­jekt­ideen und Ansät­ze wei­ter­ent­wickelt und zwi­schen­zeit­lich noch tie­fer aus­ge­bar­bei­tet. Die­se wer­den dem­nächst der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt, die dann erneut zur Dis­kus­si­on auf­ge­ru­fen sein wird.

„Die erste Pha­se hat uns ein­mal mehr gezeigt, wie viel Kraft und Poten­ti­al in die­ser Regi­on steckt. Auf der Platt­form und in den Work­shops hat man förm­lich gespürt, wie vie­le Ideen es gibt, die nur dar­auf war­ten, ent­wickelt zu wer­den. Und auch wenn wir jetzt im ersten Schritt nur eini­ge davon wei­ter­ver­fol­gen kön­nen, ist kei­ne Anre­gung ver­lo­ren, son­dern bleibt im Pro­zess und wird zu einem spä­te­ren Zeit­punkt wie­der auf­ge­grif­fen wer­den“, sagt Land­rat Peter Berek. Er wird am Sonn­tag in einer Woche (18.10.) den Start­schuss für die zwei­te Run­de der Bür­ger­be­tei­li­gung geben, die auch in Pha­se zwei eine unver­än­dert wich­ti­ge Rol­le ein­neh­men wird.

Um sicher­zu­stel­len, dass die ent­wickel­ten Lösungs­ideen die Bür­ger­mei­nun­gen auch tat­säch­lich wider­spie­geln ist für die­sen Ter­min eine Bür­ger­werk­statt geplant, die der erneu­ten Dis­kus­si­on auf der Betei­li­gungs­platt­form vor­an­ge­hen wird. Zusam­men mit dem Pro­jekt­part­ner T‑Systems wer­den für die­sen Ter­min die bis­he­ri­gen Pro­jekt­er­geb­nis­se gra­fisch aus­ge­ar­bei­tet und aus­ge­stellt.

Im Rah­men der Aus­stel­lung, die von den Besu­chern coro­na­kon­form durch­lau­fen wer­den kann, haben die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Mög­lich­keit, sich über die ein­zel­nen Pro­jekt­vor­schlä­ge zu infor­mie­ren und über ein Live-Voting eige­ne Anre­gun­gen zu platz­ie­ren. Beglei­tet wird der Nach­mit­tag von einer Aus­stel­lung ver­schie­de­ner digi­ta­ler Expo­na­te des Pro­jekt-Part­ners T‑Systems sowie aus dem Bay­ern­Lab Wun­sie­del.

„Wir wer­den im Zuge der Aus­stel­lung zum Bei­spiel die Idee soge­nann­ter Mobi­li­täts­sta­tio­nen zei­gen, also zen­tra­le Punk­te im Land­kreis, wo neben dem her­kömm­li­chen ÖPNV auch ein soge­nann­ter Flex­bus hält, der on demand gebucht wer­den kann, und wo man zeit­gleich viel­leicht auch Car­Sha­ring-Autos und E‑Bikes lei­hen kann. Ange­bo­te, über die man sich bei­spiels­wei­se auch gleich­zei­tig in einer Mobi­li­täts-App infor­mie­ren und die ent­spre­chen­den Lei­stun­gen buchen kann. Wir spre­chen aber auch über digi­ta­le Pfle­ge­stütz­punk­te, in den Ange­hö­ri­ge Hil­fe­stel­lun­gen fin­den, wir spre­chen über Hil­fen für das Ehren­amt, über weit­ge­hend flä­chen­decken­des öffent­li­ches WLAN im Land­kreis oder über einen vir­tu­el­len „Fich­tel­markt“, einer Platt­form, die den Han­del und die Anbie­ter in der Regi­on sicht­bar machen soll und wo man sich regio­na­le und Bio-Pro­duk­te nach Hau­se bestel­len kann“, erklärt der Lei­ter der Ent­wick­lungs­agen­tur, Tho­mas Edel­mann.

Land­rat Peter Berek: „Die Ideen sind jetzt auf dem Tisch. Nun geht es dar­um, sie wei­ter­zu­ent­wickeln, zu testen, und viel­leicht bei ein­zel­nen Ansät­zen auch ein­mal zu schei­tern. Auch das sieht der Pro­zess vor, denn auch Schei­tern kann ein Teil der Lösung sein. Über all dem steht unser Ziel mit den ent­wickel­ten Pro­jek­ten eine Mehr­wert für unse­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu bie­ten. Wir möch­ten prak­ti­sche Hil­fen für den All­tag, die es so noch nicht gibt.“

Dar­über hin­aus hat das Pro­jekt­team des Smar­ten Fich­tel­ge­bir­ges erkannt, dass es zur erfolg­rei­chen Umset­zung des Pro­jek­tes ein gro­ßes Netz­werk aus loka­len, aber auch über­re­gio­na­len Part­nern braucht. Das Bür­ge­re­vent ist des­halb der Start­punkt einer Rei­he wei­te­rer Ver­an­stal­tun­gen rund um das The­ma Digi­ta­li­sie­rung im Fich­tel­ge­bir­ge. Am Fol­ge­tag, den 19.Oktober, steht die Aus­stel­lung allen Kreis­rä­ten des Land­krei­ses zur Ver­fü­gung. Zum Abschluss der drei­tä­gi­gen Ver­an­stal­tungs­rei­he schließt sich am 20. Okto­ber die Auf­takt­ver­an­stal­tung zur Initia­ti­ve „Digi­ta­ler Baye­ri­scher Main/​Donau“ vom Zen­trum Digi­ta­li­sie­rung Bay­ern an. Die­se Ver­an­stal­tung rich­tet sich an alle baye­ri­schen Land­rä­te und Bür­ger­mei­ster ent­lang des Mains und der Donau mit dem Ziel, sich mit ande­ren Regio­nen aus­zu­tau­schen und ein eige­nes Netz­werk zur Bün­de­lung der Digi­ta­li­sie­rungs­ak­ti­vi­tä­ten zu grün­den.

Öffent­li­che Bür­ger­werk­statt:
Sonn­tag, 18.10.2020, 14:00 bis 17:00 Uhr, Fich­tel­ge­birgs­hal­le Wun­sie­del