SPD-Hau­sen zwi­schen Kom­mu­nal- und Bun­des­tags­wahl: Feh­ler­ana­ly­se und Auf­bruchs­stim­mung

Bericht über die Orts­ver­eins-Sit­zung der SPD-Hau­sen am 23.09.2020 im Hau­se­ner Bür­ger­haus

Nach lan­ger Zeit ohne Prä­senz­sit­zung tra­fen sich die Genos­sin­nen und Genos­sen der Hau­se­ner SPD am ver­gan­ge­nen Mitt­woch­abend wie­der zu einer OV-Sit­zung, um mit­ein­an­der die Ana­ly­se der Kom­mu­nal­wahl­er­geb­nis­se zu betrei­ben, Dele­gier­te für die Auf­stel­lungs­ver­samm­lung zur Bun­des­tags­wahl zu wäh­len, die Jah­res­haupt­ver­samm­lung vor­zu­be­rei­ten und über künf­ti­ge Aktio­nen zu spre­chen.

Kri­ti­sche Töne bei der Ana­ly­se der Kom­mu­nal­wah­len

Man kön­ne mit den eige­nen Ergeb­nis­sen bei der Kom­mu­nal­wahl nicht zufrie­den sein, dar­in stimm­ten alle anwe­sen­den über­ein. Der Orts­ver­eins­vor­sit­zen­de Richard Schmidt hielt dazu kri­tisch fest: „Wir sind sowohl bei der Bürgermeister‑, als auch bei der Gemein­de­wahl weit unter unse­ren Zie­len geblie­ben – da gibt es nichts zu beschö­ni­gen. Jetzt aber den Kopf in den Sand zu stecken wäre fatal. Es gilt im Dia­log mit den Men­schen in Hau­sen und Wim­mel­bach offen die Feh­ler zu ana­ly­sie­ren und uns durch Kon­ti­nui­tät und Trans­pa­renz für die näch­ste Kom­mu­nal­wahl in Posi­ti­on zu brin­gen.“

Daher soll – in Hau­sen wie auch in Wim­mel­bach – künf­tig ver­mehrt Prä­senz gezeigt wer­den. Das tra­di­tio­nel­le Kohl- und Pin­kel­es­sen, wie auch das Som­mer­fest sol­len (vor­be­halt­lich einer ent­spann­ten Infek­ti­ons­la­ge) im kom­men­den Jahr wie­der statt­fin­den, wie auch der Stamm­tisch in der Hau­se­ner Kro­ne. Aber auch in die Öffent­lich­keits­ar­beit möch­te der Orts­ver­ein künf­tig mehr inve­stie­ren und einen offe­nen Dia­log mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern auf­recht­erhal­ten. „Wir müs­sen wie­der Ansprech­part­ner Num­mer 1 für die Bedürf­nis­se und Sor­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unse­rer Gemein­de wer­den“, for­dert Gemein­de-und Kreis­rä­tin Ger­lin­de Kraus.

Jah­res­haupt­ver­samm­lung mit vor­ge­zo­ge­nen Neu­wah­len

An der Jah­res­haupt­ver­samm­lung soll vor­zei­tig die Vor­stand­schaft neu gewählt wer­den. „Nach einem sol­chen Kom­mu­nal­wahl­er­geb­nis ist es mir ein wich­ti­ges Anlie­gen, die Mit­glie­der ent­schei­den las­sen, ob sie den Weg mit mir als Vor­sit­zen­den wei­ter­ge­hen wol­len.“, erläu­tert Richard Schmidt. Dar­über hin­aus erklär­ten bereits die stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den Gerd Zim­mer und Bern­hard For­ster, sich bei die­ser Gele­gen­heit aus dem Amt zurück­zie­hen zu wol­len. „Mir ist es wich­tig, dass wir den Weg der Erneue­rung kon­se­quent wei­ter­ge­hen, den wir bereits mit der Wahl Richards zum Vor­sit­zen­den ein­ge­schla­gen haben. Wir haben vie­le moti­vier­te, krea­ti­ve Mit­glie­der, für die es nun an der Zeit ist, für unse­re SPD Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.“, erklärt der ehe­ma­li­ge Bür­ger­mei­ster Gerd Zim­mer die Ent­schei­dung.

Als Ter­min für die Jah­res­haupt­ver­samm­lung leg­ten die anwe­sen­den den 15. Okto­ber 2020, 19:00 Uhr fest.

Für die Bun­des­tags­wahl in Stel­lung gebracht

Zur Auf­stel­lungs­ver­samm­lung für die Kan­di­da­tur zur Bun­des­tags­wahl im Wahl­kreis Bam­berg dele­giert die SPD-Hau­sen Gemein­de­rä­tin Ger­lin­de Kraus und Vor­sit­zen­den Richard Schmidt. Ersatz­de­le­gier­te sind Nadi­ne Zim­mer und Bern­hard For­ster.

Die Genos­sin­nen und Genos­sen sind mit Blick auf die Bun­des­tags­wahl opti­mi­stisch. Zusam­men­fas­send hält Ger­lin­de Kraus mit Blick auf umge­setz­te Pro­jek­te wie Min­dest­lohn und Grund­ren­te fest: „Die SPD hat in der aktu­el­len Legis­la­tur­pe­ri­ode den Löwen­an­teil der inhalt­li­chen Arbeit gelei­stet. Wir konn­ten die­ser Koali­ti­on einen ein­deu­tig erkenn­ba­ren sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Stem­pel auf­drücken.“

Sel­ten sei es schon der­art früh vor der Wahl abseh­bar gewe­sen, wel­che immensen Her­aus­for­de­run­gen für eine künf­ti­ge Regie­rung anste­hen. So müs­se man den Spa­gat schaf­fen, das Land gleich­zei­tig aus der Coro­na-Kri­se her­aus­zu­füh­ren und dabei den Kli­ma­wan­del mit effek­ti­ven, sozi­al­ver­träg­li­chen Maß­nah­men zu bekämp­fen. „Das schaf­fen wir nur mit einer klu­gen Inve­sti­ti­ons­po­li­tik. Ein har­ter Spar­kurs nach Coro­na, wie er zum Teil schon jetzt von Uni­on und Libe­ra­len pro­pa­giert wird, wür­de uns gera­de in der Kli­ma­po­li­tik weit zurück­wer­fen. Das kön­nen wir uns nicht lei­sten.“, ana­ly­siert Richard Schmidt abschlie­ßend mit Blick auf die Arbeit der zukünf­ti­gen Bun­des­re­gie­rung.