Stadt Kulm­bach sagt vor­weih­nacht­li­che Ver­an­stal­tungs­high­lights ab

Auf­grund der der­zeit gel­ten­den Coro­na-Schutz­maß­nah­men und den damit ver­bun­de­nen Ein­schrän­kun­gen des öffent­li­chen Lebens sieht sich die Stadt Kulm­bach gezwun­gen, die vor­weih­nacht­li­chen Ver­an­stal­tungs­high­lights abzu­sa­gen. Der Stadt­rat hat­te sich bereits in der Ver­gan­gen­heit gegen grö­ße­re Ver­an­stal­tun­gen in Zei­ten der Pan­de­mie aus­ge­spro­chen und die­ser Ent­schei­dung möch­te man auch mit Hin­blick auf wei­te­re mög­li­che Events und Ereig­nis­se fol­gen.

So hat der Betriebs­aus­schuss des Tou­ris­mus & Ver­an­stal­tungs­ser­vices beschlos­sen, den Kulm­ba­cher Advents­markt am Markt­platz in die­sem Jahr aus­fal­len zu las­sen. Die Auf­la­gen für Weih­nachts­märk­te (Ein­bahn­we­ge, Abstands­flä­chen, Steue­rung des Besu­cher­stroms, etc.) machen ein sorg­lo­ses und wirt­schaft­lich ren­ta­bles Markt­trei­ben nicht mög­lich. Hin­zu kommt die Absa­ge des Kunst­hand­wer­ker­mark­tes im Burg­gut Waag­gas­se sowie des Mark­tes der Geschwi­ster-Gum­mi-Stif­tung an der Alten Vil­la am Schieß­gra­ben, die zusam­men mit dem Markt am Markt­platz seit vie­len Jah­ren das Fest­wo­chen­en­de „Kulm­bach im Advent“ bil­den, wel­ches dann als sol­ches ohne­hin nicht statt­fin­den kann. Auch wei­te­re Städ­te wie Kro­nach, Mit­witz und Tir­schen­reuth haben ihre Weih­nachts­märk­te bereits abge­sagt.

Um die Fier­an­ten und Markt­händ­ler, die in die­sem Jahr bereits auf einen gro­ßen Umsatz­ein­bruch blicken müs­sen, den­noch zu unter­stüt­zen, bie­ten wir an, auf frei­en Stell­flä­chen in der Innen­stadt Buden auf­zu­stel­len, an denen dann die Waren ver­kauft wer­den kön­nen. Die­se Alter­na­ti­ve kann dann zeit­lich unbe­grenzt wäh­rend der Advents­zeit von den Händ­lern wahr­ge­nom­men wer­den. Inter­es­sen­ten mel­den sich bit­te bei Mari­on Eber (09221/958–888 oder unter Eber@​tuv.​stadt-​kulmbach.​de).

Als wei­te­res High­light in der Vor­weih­nachts­zeit gilt das Weih­nachts­kon­zert von Diri­gen­tin Ljub­ka Bia­go­ni zu Gut­ten­berg. Auf­grund der Zuschau­er­be­gren­zung – in den Saal der Dr.-Stammberger-Halle pas­sen ent­spre­chend dem Hygie­nekon­zept nur 170 Per­so­nen – ist die­ses Kon­zert finan­zi­ell nicht rea­li­sier­bar.

Auch das Win­ter­dorf der Fami­lie Grau­ber­ger wird es heu­er in Kulm­bach nicht geben. Eine Ein­hal­tung der Hygie­ne- und Schutz­maß­nah­men wäre auf dem begrenz­ten Raum nur schwer mög­lich.

Ein Hei­lig Abend-Früh­schop­pen am 24.12.2020 wird auch nicht statt­fin­den. Alle wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zu die­ser Absa­ge und zu mög­li­chen Schutz­vor­keh­run­gen gegen grö­ße­re Men­schen­an­samm­lun­gen in der Obe­ren Stadt wer­den in einer Pres­se­kon­fe­renz Ende Okto­ber erläu­tert.

Ober­bür­ger­mei­ster Ingo Leh­mann bedau­ert die Viel­zahl an Absa­gen, betont aber zugleich, dass der Schutz und die Gesund­heit der Men­schen an ober­ster Stel­le ste­hen. „Als Ober­bür­ger­mei­ster ste­he ich in der Ver­ant­wor­tung, dass wir in Zei­ten einer Pan­de­mie pflicht­be­wusst und mit Augen­maß mit den ent­spre­chen­den Auf­la­gen umge­hen. Einen Advents­markt oder einen Früh­schop­pen in der Obe­ren Stadt abzu­hal­ten wäre zu ris­kant und kann schwer­wie­gen­de Fol­gen mit sich füh­ren, die wir alle ver­mei­den wol­len. Daher haben wir uns schwe­ren Her­zens ent­schlos­sen, heu­er auch auf unse­re Advents­ver­an­stal­tun­gen zu ver­zich­ten. Ich bit­te um Ver­ständ­nis, aber in einer der­ar­ti­gen Situa­ti­on sind Vor­sicht und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein gebo­ten“, so der Ober­bür­ger­mei­ster.

Um den­noch etwas Weih­nachts­stim­mung in der Innen­stadt auf­kom­men zu las­sen, wird die auf­wän­di­ge Weih­nachts­be­leuch­tung aber auch heu­er wie­der wie gewohnt instal­liert wer­den.