Bayerisches Heimatministerium fördert Wasserstoff-Offensive für die Metropolregion Nürnberg

Ines Eichmüller, Veranstaltungs- und Projektmanagerin der ENERGIEregion, und Simon Reichenwallner, Netzwerkmanager der ENERGIEregion und Projektleiter HyPowerEMN, freuen sich über die Förderzusage durch das Bayerische Heimatministerium für ihr Projekt HyPowerEMN; Foto: ENERGIEregion Nürnberg e.V./ K. Fuchs
Ines Eichmüller, Veranstaltungs- und Projektmanagerin der ENERGIEregion, und Simon Reichenwallner, Netzwerkmanager der ENERGIEregion und Projektleiter HyPowerEMN, freuen sich über die Förderzusage durch das Bayerische Heimatministerium für ihr Projekt HyPowerEMN; Foto: ENERGIEregion Nürnberg e.V./ K. Fuchs

Mit dem Projekt HyPowerEMN setzt die ENERGIEregion Nürnberg Impulse für Bildung, Regionalentwicklung und eine gemeinsame Vision – auch die HyExpert-Region Fichtelgebirge profitiert

Am 30. September 2020 überreichte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker den digitalen Förderbescheid in Höhe von 335.311,20 Euro für das Projekt „Kommunikations- und Regionalentwicklungsoffensive für die Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg (HyPowerEMN)“ an die Kompetenzinitiative ENERGIEregion Nürnberg e.V. Im Projekt werden der Standort als Wasserstoffregion sichtbar gemacht sowie Impulse für Bildung und Fachkräfte im Bereich Wasserstoff gegeben.

„Vor dem Hintergrund von zentralen Herausforderungen, wie Klimawandel, Globalisierung, Auseinanderdriften von Städten und ländlichen Räumen sowie Energie- und Mobilitätswende, zeichnen sich derzeit gravierende, strukturelle Umwälzungen für die Metropolregion Nürnberg ab. Unser Fokus muss daher in den nächsten Jahren darauf liegen, diese Entwicklungen aktiv zu gestalten und insbesondere für die Beschäftigten in den betroffenen Branchen und für zukünftige Generationen aussichtsreiche Perspektiven zu schaffen. Hierzu zählt insbesondere die Automobilindustrie mit über 100.000 Beschäftigten in der Metropolregion Nürnberg, die wir stärken wollen. Mit ‚HyPowerEMN‘ bringen wir das Thema Wasserstoff als verbindendes und identitätsstiftendes Element für Gesellschaft, Kommunen, Wirtschaft und Forschung in der Metropolregion voran und schöpfen neue Wirtschaftskraft“, erläutert Dr. Michael Fraas, Geschäftsführer des Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Metropolregion Nürnberg und Vorstandsvorsitzender der ENERGIEregion Nürnberg e.V.

Dr. Jens Hauch, Geschäftsführer der Kompetenzinitiative, ergänzt dazu: „Bereits heute besteht in der Metropolregion Nürnberg eine relativ große Identifikation mit dem Thema Wasserstoff. So haben sich seit 2019 über hundert kommunale, wirtschaftliche, politische und wissenschaftliche Akteure in einer Wasserstoff-Initiative zusammengefunden. Zudem gibt es schon viele kleine, aber auch große Wasserstoff-Projekte, wie die HyExpert-Region Fichtelgebirge oder die HyStarter-Region Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Unser Ziel ist es, im Rahmen von ‚HyPowerEMN‘ diese Vielfalt an Kompetenzen und Projekten zu bündeln und sichtbarer zu machen. Darüber hinaus wollen wir die Öffentlichkeit durch Kommunikations- und Bildungsimpulse über die Potentiale von Wasserstoff informieren und für die gemeinsame Vision einer Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg begeistern. Wir freuen uns sehr, dass uns das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat im Rahmen des Programms ‚Regionale Identitäten‘ die Möglichkeit gibt, diese Chance wahrzunehmen!“

„Uns ist besonders wichtig, dass die regionale Wasserstoff-Landschaft auf der Basis von erneuerbaren Energien aufgebaut wird und sich nicht auf fossil erzeugten Strom stützt“, betont Projektleiter Simon Reichenwallner, der seit 2013 das Netzwerkmanagement der ENERGIEregion Nürnberg innehat. „Nur so lässt sich eines der Hauptziele von ,HyPowerEMN‘ – nämlich die Akzeptanz von Wasserstoff-Technologien und -Anwendungen seitens der Öffentlichkeit zu steigern – erreichen.“

Hierzu werden im Projekt zwei Ansatzpunkte verfolgt: Einerseits wird die Profilbildung für eine Wasserstoff-Metropolregion Nürnberg, deren wirtschaftliche und wissenschaftliche Kompetenzlandschaft und deren Potentiale für die regionale Wertschöpfung durch spezifische Öffentlichkeitsarbeit und regionsübergreifende Marketing-Maßnahmen forciert. Zum anderen setzt ‚HyPowerEMN‘ auf Informationsangebote und Bildungsimpulse für Öffentlichkeit und Fachkräfte. So sollen beispielsweise Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen in der Metropolregion Nürnberg initiiert werden, um generell über Wasserstoff als Energieträger und dessen Nutzung aufzuklären und Schüler*innen neue Berufsfelder aufzuzeigen. Aber auch eine regionale Austauschplattform für die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Wasserstoffbereich ist angedacht, um fachspezifische Bildungsträger und interessierte Unternehmen zu vernetzen.

Akteure aus der Metropolregion Nürnberg, die Interesse an einer Zusammenarbeit im Rahmen von HyPowerEMN haben, können sich gerne per Email an den Projektleiter Simon Reichenwallner wenden: simon.reichenwallner@energieregion.de