Län­der­über­grei­fen­der Sicher­heits­tag mit viel­fäl­ti­gen Ein­satz­maß­nah­men

Symbolbild Polizei

OBER­FRAN­KEN. Mit umfang­rei­chen und viel­sei­ti­gen Ein­satz­maß­nah­men betei­lig­ten sich alle Dienst­stel­len des Poli­zei­prä­si­di­ums Ober­fran­ken am Frei­tag, 25. Sep­tem­ber 2020, erfolg­reich an dem drit­ten län­der­über­grei­fen­den Sicher­heits­tag.

Im Zuge der exi­stie­ren­den Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen zwi­schen den Bun­des­län­dern Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg, Rhein­land-Pfalz, Hes­sen und dem Saar­land fan­den im März 2019 im Bereich des Poli­zei­prä­si­di­ums Unter­fran­ken und im Okto­ber 2019 im Bereich der Poli­zei­prä­si­di­en Schwa­ben Nord und Schwa­ben Süd/​West län­der­über­grei­fen­de Sicher­heits­ta­ge mit dem Hand­lungs­schwer­punkt „Sicher­heit im öffent­li­chen Raum“ statt.

Für den nun­mehr drit­ten län­der­über­grei­fen­den Sicher­heits­tag über­nahm das Poli­zei­prä­si­di­um Ober­fran­ken die Kon­zi­pie­rung und Durch­füh­rung unter Betei­li­gung aller ober­frän­ki­schen Kri­mi­nal- und Schutz­po­li­zei­dienst­stel­len.

Viel­fäl­ti­ge Ein­satz­maß­nah­men zur Straf­ta­ten­be­kämp­fung und Prä­ven­ti­on

Im Regie­rungs­be­zirk Ober­fran­ken fan­den am Frei­tag, im Zeit­raum von 6 Uhr bis 24 Uhr, über 100 ver­schie­de­ne Ein­satz­maß­nah­men statt. Obgleich coro­nabe­dingt eini­ge Aktio­nen, wie bei­spiels­wei­se der Hub­schrau­ber-Simu­la­tor oder die Prä­ven­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen in Alten- und Pfle­ge­hei­men, nicht mög­lich waren, ließ sich der Groß­teil der viel­fäl­ti­gen Maß­nah­men unter der Ein­hal­tung ent­spre­chen­der Hygie­ne­maß­nah­men durch­füh­ren.

So waren die Beam­tin­nen und Beam­ten bei Fahn­dungs­kon­trol­len im grenz­na­hen Raum, Geschwin­dig­keits- und Abstands­kon­trol­len, Alko­hol- und Dro­gen­kon­trol­len, Maß­nah­men zur Schul­weg­si­che­rung, Infor­ma­ti­ons- und Prä­ven­ti­ons­stän­den zu ver­schie­den­sten The­men, Kon­trol­len von Asyl­be­wer­ber­un­ter­künf­ten, Jugendschutz‑, Rot­licht- und Gast­stät­ten­kon­trol­len, Fuß­strei­fen und vie­lem mehr, im Ein­satz.

Bei den Maß­nah­men unter­stütz­ten die Baye­ri­sche Bereit­schafts­po­li­zei, die Rei­ter­grup­pe Mit­tel­fran­ken, das Baye­ri­sche Lan­des­kri­mi­nal­amt sowie die Sicher­heits­wacht, wie auch die Bun­des­po­li­zei und der Zoll die ober­frän­ki­schen Poli­zi­sten. Ins­ge­samt waren über 700 Ein­satz­kräf­te ein­ge­setzt.

Die Ein­satz­kräf­te kon­trol­lier­ten im Ver­lauf des Sicher­heits­ta­ges rund 1.800 Per­so­nen, 1.200 Fahr­zeu­ge und über­prüf­ten an die 1.700 Doku­men­te. Bei acht Per­so­nen erfolg­te eine Fest­nah­me bzw. Gewahrs­am­nah­me.

Die Beam­ten nah­men Ermitt­lun­gen zu 38 Ver­ge­hen bzw. Ver­bre­chen auf; ins­be­son­de­re wegen Ver­stö­ßen nach dem Betäubungsmittel‑, Waf­fen- und Aus­län­der­ge­setz. Auch 36 Ord­nungs­wid­rig­kei­ten nach dem Waf­fen­ge­setz, Aus­län­der- und Gast­stät­ten­ge­setz sowie der Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung (BayIfSMV) stell­ten sie fest.

Wei­ter­hin deck­ten die Ein­satz­kräf­te sechs Ver­kehrs­straf­ta­ten auf und stopp­ten meh­re­re Fahr­ten unter Alko­hol- und Dro­gen­ein­fluss. Sie beschlag­nahm­ten außer­dem zir­ka 50 Gramm Mari­hua­na sowie klei­ne­re Men­gen Cry­s­tal, Metham­phet­amin und Mor­phin.

Rund 870 Ver­kehrs­ord­nungs­wid­rig­kei­ten, ins­be­son­de­re Geschwin­dig­keits­ver­stö­ße, waren von den Beam­ten zu ver­zeich­nen.

An den ver­schie­de­nen Infor­ma­ti­ons- und Prä­ven­ti­ons­stän­den im Regie­rungs­be­zirk infor­mier­ten sich etwa 1.550 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger.

Der ober­frän­ki­sche Poli­zei­prä­si­dent Alfons Schie­der sowie Poli­zei­vi­ze­prä­si­dent Armin Schmel­zer waren am Ein­satz­tag an ver­schie­de­nen Ört­lich­kei­ten im Regie­rungs­be­zirk vor Ort und mach­ten sich ein Bild von den Ein­sät­zen.

Her­aus­ra­gen­de Kon­troll­erfol­ge

An einer Kon­troll­stel­le der Ver­kehrs­po­li­zei Coburg auf der Auto­bahn A73 ent­deck­ten die Ein­satz­kräf­te im Auto eines 42-Jäh­ri­gen, zugriffs­be­reit unter dem Bei­fah­rer­sitz, eine Mache­te sowie in des­sen Ruck­sack eine schuss­be­rei­te Pisto­le mit drei gefüll­ten Maga­zi­nen (jeweils mit 20 Schuss 9x19 mm). Der Mann war nicht im Besitz eines Waf­fen­scheins. Nach Rück­spra­che mit der Staats­an­walt­schaft erfolg­te im Rah­men der straf­recht­li­chen Ermitt­lun­gen die Sicher­stel­lung der Gegen­stän­de.

Bei einer Geschwin­dig­keits­mes­sung der Ver­kehrs­po­li­zei Coburg auf der Auto­bahn A73 wur­de ein Fahr­zeug­füh­rer bei erlaub­ten 60 Stun­den­ki­lo­me­tern mit 157 Stun­den­ki­lo­me­tern gemes­sen und ange­zeigt.

Beam­te der Ver­kehrs­po­li­zei Bay­reuth konn­ten im Rah­men ihrer Fahn­dungs- und Kon­troll­maß­nah­men einen Fah­rer aus Bela­rus stop­pen, der in sei­nem Auto zwei Hun­de­wel­pen, mit dem Ziel des Wei­ter­ver­kaufs, ille­gal nach Deutsch­land gebracht hat­te.

Im Rah­men von Ver­kehrs­kon­trol­len der Poli­zei­in­spek­ti­on Münch­berg stell­ten die Beam­ten 34 Gramm Mari­hua­na sicher.

Bei der Bege­hung einer Asyl­be­wer­ber­un­ter­kunft in Bam­berg fan­den die Ein­satz­kräf­te diver­ses Die­bes­gut, etwa eine Jacke aus einem Auto­auf­bruch, einen Geld­beu­tel mit Debit­kar­te sowie einen grie­chi­schen Aus­weis und ein Fahr­rad. Des Wei­te­ren stell­ten sie Bar­geld in Höhe von 1.000 Euro sowie eine gerin­ge Men­ge Mari­hua­na sicher. Ins­ge­samt nah­men die Poli­zi­sten drei marok­ka­ni­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge wegen Ver­dachts des Dieb­stahl bzw. der Heh­le­rei vor­läu­fig fest.

Beam­te der Grenz­po­li­zei­in­spek­ti­on Selb fan­den bei ver­schie­de­nen Kon­trol­len diver­se Betäu­bungs­mit­tel und gefähr­li­che Gegen­stän­de auf. Die Tat­ver­däch­ti­gen hat­ten unter ande­rem Amphet­amin, Mari­hua­na, Metham­phet­amin und Mor­phin sowie ein Pfef­fer­spray ohne Kenn­zeich­nung und ein Ein­hand­mes­ser uner­laubt in ihrem Besitz.

Bei einem Tref­fen von zir­ka 80 Auto­tu­n­ern / Auto­po­sern, die sich mit ihren etwa 50 Fahr­zeu­gen im Bereich der Poli­zei­in­spek­ti­on Peg­nitz auf­hiel­ten, stell­ten die Beam­ten in einem Fall ein Ver­ge­hen der Trun­ken­heit im Ver­kehr und in zwei Fäl­len das Erlö­schen der Betriebs­er­laub­nis, auf­grund Mani­pu­la­tio­nen an der Aus­puff­an­la­ge, fest.

Gast­stät­ten­kon­trol­len in Bam­berg zogen zehn Ver­stö­ße nach der BayIfSMV nach sich, zudem acht wei­te­re Ver­stö­ße im Bereich Bay­reuth.

Von der Ter­ras­se eines Anwe­sens in Forch­heim wur­den in den ver­gan­ge­nen Näch­ten wie­der­holt Gegen­stän­de ent­wen­det. Die Zivi­le Ein­satz­grup­pe Bam­berg führ­te geziel­te Über­wa­chungs­maß­nah­men durch und konn­te einen 17-jäh­ri­gen Tat­ver­däch­ti­gen aus Forch­heim fest­neh­men.

Beglei­tung des Sicher­heits­ta­ges auch auf den Social Media-Kanä­len ein Erfolg

Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei mach­te das umfang­rei­che Ein­satz­ge­sche­hen auch durch eine pro­ak­ti­ve media­le Beglei­tung sicht­bar, um der Öffent­lich­keit ein reprä­sen­ta­ti­ves Bild der breit gefä­cher­ten Maß­nah­men zu ver­mit­teln.

Par­al­lel dazu beglei­te­te das Poli­zei­prä­si­di­um Ober­fran­ken das gesam­te Ein­satz­ge­sche­hen unter dem Hash­tag #Wir­zei­gen­Ein­satz auf den Social Media-Kanä­len Twit­ter und Face­book und star­te­te mit dem Beginn des Sicher­heits­ta­ges auch auf der Platt­form Insta­gram.

An den Ein­satz­stel­len wie auch über die Social Media Kanä­le beka­men die Poli­zi­sten vie­le posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen für ihre Arbeit.

Poli­zei­prä­si­dent Alfons Schie­der zeig­te sich am Ende des Sicher­heits­ta­ges zufrie­den: „Mit gro­ßem Enga­ge­ment waren die Beam­tin­nen und Beam­ten bei den viel­fäl­ti­gen Ein­satz­maß­nah­men vor Ort aktiv und mach­ten ihr poli­zei­li­ches Han­deln so trans­pa­rent wie mög­lich. Auch durch zahl­rei­che Gesprä­che konn­ten wir dazu bei­tra­gen, dass sich die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Ober­fran­ken wei­ter­hin sehr sicher füh­len kön­nen.“

Auch in Zukunft wer­den wei­te­re län­der­über­grei­fen­de Sicher­heits­ta­ge mit dem Hand­lungs­schwer­punkt „Sicher­heit im öffent­li­chen Raum“ statt­fin­den.