Bam­berg: Immer in der Nähe – der Johan­ni­ter-Haus­not­ruf Die Johan­ni­ter geben Tipps für Ange­hö­ri­ge

Bis ins hohe Alter in der gewohn­ten häus­li­chen Umge­bung leben und sich dabei sicher füh­len – das wün­schen sich vie­le Men­schen. Zahl­rei­che tech­ni­sche Pfle­ge­hilfs­mit­tel kön­nen heu­te älte­re Men­schen dar­in unter­stüt­zen, län­ger frei und unbe­schwert zu leben und so ihre Auto­no­mie auch im Alter zu wah­ren.

Ein sol­ches Hilfs­mit­tel ist der Haus­not­ruf. Denn für den Fall, dass ein­mal etwas pas­siert, ermög­licht er es, schnell pro­fes­sio­nel­le Hil­fe zu rufen – eine gro­ße Ent­la­stung nicht nur für die Nut­zer selbst, son­dern auch für ihre Ange­hö­ri­gen.

Vie­len Men­schen fällt es jedoch schwer, sich ein­zu­ge­ste­hen, dass eine Unter­stüt­zung im All­tag sinn­voll wäre und ihre Lebens­si­tua­ti­on ver­bes­sern und ihnen ein Stück Unbe­schwert­heit zurück­ge­ben könn­te. Kin­der oder Enkel erken­nen dies oft frü­her als die Betrof­fe­nen selbst.

Aber wie kommt man in der Fami­lie am besten ins Gespräch zu die­sem The­ma? Und wie fin­det man anschlie­ßend gemein­sam die pas­sen­de Unter­stüt­zung? Für Ange­hö­ri­ge in die­ser Situa­ti­on hat Anni­ka Mark­graf, Lei­te­rin Not­ruf­dien­ste der Johan­ni­ter in Ober­fran­ken, vier ein­fa­che Tipps parat:

  • Das sozia­le Netz­werk akti­vie­ren: Mit älte­ren Men­schen ins Gespräch zu kom­men über Mög­lich­kei­ten einer Unter­stüt­zung im All­tag, ist nicht immer ganz ein­fach. Bezie­hen Sie ande­re Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge, Freun­de und Bekann­te mit ein und tei­len Sie sich die Auf­ga­be.
  • Bei der Aus­wahl unter­stüt­zen: Las­sen Sie sich gemein­sam bera­ten, wel­che Hilfs­mit­tel es gibt und wel­che für Ihre Situa­ti­on sinn­voll sind. Sani­täts­häu­ser und Pfle­ge­stütz­punk­te bie­ten hier umfas­sen­de Bera­tungs­mög­lich­kei­ten an. Auch Haus- und Fach­ärz­te geben Tipps.
  • Angst vor der Hand­ha­bung neh­men: Phy­sio­the­ra­peu­ten oder Mit­ar­bei­ter von Sani­täts­häu­sern kön­nen beim Umgang schu­len. Vie­le Anbie­ter bie­ten Pro­be­wo­chen an. Auch Haus­not­ruf­dien­ste kön­nen unver­bind­lich gete­stet wer­den. Wich­tig: Hel­fen Sie Ihren Ange­hö­ri­gen nicht nur bei der Anschaf­fung, son­dern üben Sie auch ein paar Mal gemein­sam, wie man bei­spiels­wei­se den Haus­not­ruf rich­tig benutzt. Auch die­se Auf­ga­be lässt sich gut mit ande­ren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen tei­len, z.B. mit den oft tech­nisch ver­sier­te­ren Enkeln.
  • Kosten­über­nah­me durch die Pfle­ge­kas­se prü­fen: Prak­ti­sche All­tags­hel­fer für älte­re Men­schen müs­sen nicht teu­er sein: bestimm­te Lei­stun­gen von Pfle­ge­hilfs­mit­teln, bei­spiels­wei­se wie beim Haus­not­ruf, wer­den von der Pfle­ge­kas­se über­nom­men.

„Ein Haus­not­ruf ist nach unse­rer Erfah­rung eines der wich­ti­gen Hilfs­mit­tel, um im Alter mög­lichst selbst­be­stimmt und unbe­schwert leben zu kön­nen – beson­ders, wenn man allei­ne lebt und die Ange­hö­ri­gen nicht in unmit­tel­ba­rer Nähe woh­nen“, so Anni­ka Mark­graf. „Die Gewiss­heit, dass immer jemand zur Stel­le ist, wenn Hil­fe nötig sein soll­te, ist für alle Betei­lig­ten wich­tig – für die älte­ren Men­schen selbst wie für ihre Ange­hö­ri­gen.“

Wie funk­tio­niert der Johan­ni­ter-Haus­not­ruf?

Herz­stück des Johan­ni­ter-Haus­not­rufs ist ein klei­ner Sen­der, der als Arm­band, Hals­ket­te oder Clip getra­gen wer­den kann. Wenn Hil­fe benö­tigt wird, genügt ein Knopf­druck, um die Haus­not­ruf­zen­tra­le der Johan­ni­ter zu errei­chen. Fach­kun­di­ge Mit­ar­bei­ter neh­men rund um die Uhr den Not­ruf ent­ge­gen und ver­an­las­sen die not­wen­di­ge Hil­fe. Auf Wunsch wer­den auto­ma­tisch die Ange­hö­ri­gen infor­miert. Der Haus­not­ruf kann um Bewe­gungs- und Rauch­warn­mel­der, Fall­de­tek­to­ren sowie durch eine Hin­ter­le­gung des Haus­tür­schlüs­sels erwei­tert wer­den. Der Haus­not­ruf ist von den Pfle­ge­kas­sen als Pfle­ge­hilfs­mit­tel aner­kannt und stellt eine haus­halts­na­he Dienst­lei­stung dar. Die Kosten für einen Haus­not­ruf kön­nen daher von der Steu­er abge­setzt wer­den.

Vier Wochen lang gra­tis testen

Vom 28. Sep­tem­ber bis zum 8. Novem­ber 2020 besteht die Mög­lich­keit, den Johan­ni­ter-Haus­not­ruf vier Wochen lang gra­tis zu testen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter der Ser­vice­num­mer 0800 32 33 800 (gebüh­ren­frei) oder im Inter­net unter www​.johan​ni​ter​.de/​h​a​u​s​n​o​t​r​u​f​-​t​e​s​ten.