Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz ent­fernt Wurm­fort­sät­ze des Blind­darms kom­pli­ka­ti­ons­los

Jähr­lich wer­den in Deutsch­land 135 000 Blind­där­me ent­fernt, ein Rou­ti­ne­ein­griff, bei dem im Kli­nik­check trotz­dem Qua­li­täts­un­ter­schie­de sicht­bar wer­den. Das Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz wur­de in die­sem Lei­stungs­be­reich als Top-Per­for­mer gewer­tet basie­rend auf den anony­mi­sier­ten Abrech­nungs­da­ten der AOK.

Bei ins­ge­samt 117 AOK-Blind­darm­ent­fer­nun­gen, die bewer­tet wur­den, gab es ledig­lich zwei Kom­pli­ka­tio­nen inner­halb von 90 Tagen nach dem Ein­griff. Dr. med. Bern­hard Drum­mer, Chef­arzt der All­ge­mein­chir­ur­gie am Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz, erläu­tert: „Wir ent­fer­nen den ent­zün­de­ten Wurm­fort­satz des Blind­darms prin­zi­pi­ell mini­mal inva­siv ( in Schlüs­se­loch­tech­nik ), also mit einem Laparo­skop ( Stab­ka­me­ra ), wel­ches über die Bauch­decke in den Bauch­raum ein­ge­bracht wird. Die Schmer­zen sind gerin­ger und nach zwei Tagen kann der Pati­ent die Kli­nik wie­der ver­las­sen. Als eines der ersten Kran­ken­häu­ser, wel­ches seit 1991 die soge­nann­te Schlüs­sel­loch­chir­ur­gie ein­setzt, haben wir die größ­te Erfah­rung mit die­ser Ope­ra­ti­ons­tech­nik. Wir freu­en uns auch sehr über die hohe Wei­ter­emp­feh­lungs­ra­te unse­rer Fach­ab­tei­lung von 83 Pro­zent auf der ‘Wei­ssen Liste‘. Unse­re Pati­en­ten loben uns für unse­re Kom­pe­tenz im Bereich der laparo­sko­pi­schen Chir­ur­gie, bei der post­ope­ra­ti­ven Ver­sor­gung und für unse­ren guten Team­geist.“

Sym­pto­me

Eine Blind­darm­ent­zün­dung – eigent­lich Wurm­fort­satz­ent­zün­dung – kann in jedem Alter auf­tre­ten, aber 70 Pro­zent der Betrof­fe­nen erkran­ken zwi­schen dem 5. und 30. Lebens­jahr mit einer beson­ders gro­ßen Häu­fung bei den 10- bis 15-Jäh­ri­gen. Sym­pto­ma­tisch für eine Blind­darm­ent­zün­dung sind star­ke Schmer­zen im gesam­ten Bauch­raum, beson­ders im rech­ten, unte­ren Teil des Bau­ches sowie eine Bauch­decken­span­nung. Wenig spä­ter kommt es zum typi­schen „Los­laß­schmerz“, der beim Ein­drücken und Los­las­sen der Bauch­decke ent­steht. Bei aku­ten und unkla­ren Bauch­schmer­zen, die län­ger als zwei Stun­den andau­ern, ist unbe­dingt ein Arzt zu Rate zu zie­hen. Bern­hard Drum­mer beschreibt die Risi­ken: „Wenn die ent­zün­de­te Darm­wand ein­reißt, ent­ste­hen im Bauch­raum Abszes­se oder der Dar­m­in­halt fließt in die Bauch­höh­le. Das hat dann eine aus­ge­dehn­te Ent­zün­dung des Bauch­fel­les zur Fol­ge, die es auf jeden Fall zu ver­hin­dern gilt.“

Ope­ra­ti­ver Ein­griff

Beim Nabel führt der Chir­urg durch einen klei­nen Schnitt ein Endo­skop mit einer beleuch­te­ten Kame­ra in die Bauch­höh­le ein. Die not­wen­di­gen Instru­men­te wer­den durch zwei wei­te­re klei­ne Schnit­te im unte­ren Teil des Bau­ches ein­ge­führt. Mit­tels eines Klam­mer­ge­rä­tes wird der Wurm­fort­satz vom Dick­darm abge­schnit­ten und die Abset­zungs­stel­le mit fei­nen Metall­klam­mern sicher ver­schlos­sen. Der Wurm­fort­satz wird dann über einen der drei klei­nen Haut­schnit­te aus dem Bauch­raum ent­fernt. Dann wer­den die drei Schnit­te ver­näht. Die Fäden lösen sich von sel­ber auf, müs­sen also nicht gezo­gen wer­den.

Der Kli­nik­check ist ein gemein­sa­mes Pro­jekt der Nürn­ber­ger Zei­tung und dem Lehr­stuhl für Gesund­heits­ma­nage­ment der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät in Nürn­berg.