Adels­dor­fer Mode­la­bel “Hem­pA­ge” erhält Aus­zeich­nun­gen – Ein­satz für den Roh­stoff Hanf

Das Mode­un­ter­neh­men erhält wegen sei­nes nach­hal­ti­gen Pro­dukt­sor­ti­ments erneut den best­mög­li­chen „Lea­der-Sta­tus“ beim „Brand Per­for­mance Check“ der inter­na­tio­nal täti­gen Fair Wear Foun­da­ti­on (Amster­dam) sowie die PETA-Aus­zeich­nung „Vegan Fashion Award“ – Hem­pa­ge ist nun Mit­glied bei FAIR BAND.

Das Team der Hempage AG in Adelsdorf um Thorsten Keil (3. von links) und Robert Hertel (Vorstandsvorsitzender, ganz rechts) freut sich über den Vegan Fashion Award von PETA und den Leader-Status des „FWF“. Foto: Hempage AG

Das Team der Hem­pa­ge AG in Adels­dorf um Thor­sten Keil (3. von links) und Robert Her­tel (Vor­stands­vor­sit­zen­der, ganz rechts) freut sich über den Vegan Fashion Award von PETA und den Lea­der-Sta­tus des „FWF“. Foto: Hem­pa­ge AG

Die Hem­pa­ge AG im Land­kreis Erlan­gen-Höchstadt hat sich auf den Han­del mit Beklei­dung aus Hanf spe­zia­li­siert. Seit mehr als zwan­zig Jah­ren betrei­ben die Mit­tel­fran­ken Pio­nier­ar­beit, um bei­spiels­wei­se Hem­den, Blu­sen und Jacken, die aus der Nutz­pflan­ze her­ge­stellt wer­den, zu kre­ieren und Kun­den damit zu erfreu­en.

Man­che Per­so­nen tun sich mit Hanf­klei­dung noch immer schwer. Anders sieht es bei Ver­brau­chern mit öko­lo­gi­scher Denk­wei­se aus. Hanf ist von Natur aus resi­stent gegen Schäd­lin­ge, benö­tigt für ein ertrag­rei­ches Wachs­tum weder Pesti­zi­de noch ande­re bedenk­li­che Hilfs­stof­fe.

Somit sind alle Hanft­ex­ti­li­en öko­lo­gisch ein­wand­frei und nach­hal­tig. Dazu besit­zen aus Hanf­fasern geweb­te Klei­dungs­stücke aus­ge­zeich­ne­te Tra­ge­ei­gen­schaf­ten und sind feuch­tig­keits­re­gu­lie­rend. Vor dem Sie­ges­zug von Baum­wol­le und Kunst­fa­ser war Hanf zudem über Jahr­tau­sen­de ein bewähr­ter Roh­stoff für Tex­ti­li­en.

Qua­li­täts­sie­gel und FWF-Mit­glied­schaft als Garan­tie für fai­re Pro­duk­ti­on und Han­del

Die Hanf­fasern wer­den vor allem in Chi­na ange­baut und ver­ar­bei­tet. Hem­pa­ge erzielt mit sei­nen dor­ti­gen Part­nern her­vor­ra­gen­de Qua­li­tä­ten und dies unter eben­sol­chen Arbeits­be­din­gun­gen. Dies lässt sich das Adels­dor­fer Unter­neh­men all­jähr­lich mit­tels Brand Per­for­mance Check durch die Fair Wear Foun­da­ti­on (FWF) bestä­ti­gen. „Die FWF ist hin­sicht­lich Sozi­al­stan­dards und Arbeits­be­din­gun­gen in unse­ren Augen die ein­zi­ge ver­trau­ens­wür­di­ge Platt­form hin­sicht­lich Zer­ti­fi­zie­rung und Mit­glied­schaft, da sie Prü­fun­gen vor Ort grund­sätz­lich nur mit ört­li­chen NGOs durch­führt, wel­che sich der Arbeits- und Men­schen­rech­te ver­schrie­ben haben“, sagt Thor­sten Keil, Mar­ke­ting­lei­ter bei Hem­pa­ge. Die “Orga­ni­sa­ti­on für fai­re Klei­dung” ist eine Stif­tung mit Sitz in Amster­dam und hat dafür sie­ben ver­schie­de­ne Kri­te­ri­en ent­wickelt: über Beschaf­fung, Kon­trol­le und Kor­rek­tur, Umgang mit Beschwer­den, Hil­fe zur Selbst­hil­fe, Infor­ma­ti­ons­be­schaf­fung und Aus­tausch, Ver­öf­fent­li­chung von Doku­men­ten der Lie­fer­ket­te sowie Eva­lua­ti­on.

Hem­pa­ge-Vor­stand Robert Her­tel ist über­zeugt von der seit 2009 bestehen­den Mit­glied­schaft. Er weiß: “Die FWF hilft uns, unse­re Wer­te durch eine unab­hän­gi­ge und glaub­wür­di­ge Stel­le nach außen zu tra­gen.” Beim aktu­el­len Brand Per­for­mance Check erreich­te sein Unter­neh­men 81 von 100 mög­li­chen Punk­ten. Jedes Jahr prüft die Foun­da­ti­on den Sta­tus, Hem­pa­ge erhält jähr­lich seit 2014 den best­mög­li­chen Sta­tus, den soge­nann­ten “Leader”-Status, ver­bun­den mit dem Recht, das FWF-Logo zu ver­wen­den. Die Adels­dor­fer befin­den sich in bester Gesell­schaft, unter ande­rem mit dem Mode­la­bel Jack Wolfs­kin, das eben­so einen Lea­der-Sta­tus besitzt.

In Adels­dorf setzt man auch künf­tig auf wei­te­re ste­ti­ge Ver­bes­se­run­gen, ins­be­son­de­re im Bereich Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty (CSR). „CSR“ steht für frei­wil­li­ge Lei­stun­gen einer Fir­ma zu einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung, die gesetz­li­che Anfor­de­run­gen über­trifft. Gemeint sind damit unter ande­rem öko­lo­gisch rele­van­te Aspek­te und Bezie­hun­gen mit Mit­ar­bei­tern und Sta­ke­hol­dern. Die Trans­pa­renz der Lie­fer­ket­te ist für Kun­den auch auf der Hem­pa­ge-Home­page ein­seh­bar.

Seit Juni 2020 ist das Mode­la­bel neu­es Mit­glied bei FAIR BAND, einem Zusam­men­schluss von mehr als 40 klei­nen und mitt­le­ren Impor­teu­ren und Händ­lern für fair gehan­del­te Pro­duk­te. Der FAIR BAND wählt sei­ne Mit­glie­der nach sozia­len und öko­lo­gi­schen Kri­te­ri­en aus, um den Welt­lä­den eine unbe­denk­li­che Aus­wahl an Lie­fe­ran­ten für ihr Sor­ti­ment zu bie­ten. Zweck der Mit­glied­schaft ist vor allem ein bes­se­rer Zugang zu neu­en Ver­triebs­part­nern.

„Vegan Fashion Award“ für Hem­pa­ge-Pro­duk­te

Erfreu­lich ist die aktu­el­le Aus­zeich­nung für eines der Hem­pa­ge-Pro­duk­te durch den Vegan Fashion Award. Die­ser wird in meh­re­ren Kate­go­rien seit 2013 all­jähr­lich von der eta­blier­ten Tier­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on PETA Deutsch­land e.V. ver­ge­ben. Das aus­ge­zeich­ne­te Hanf­hemd wur­de von PETA aus dem aktu­el­len Hem­pa­ge-Kata­log aus­ge­wählt, auf den Ver­zicht tie­ri­scher Mate­ria­li­en geprüft und schließ­lich prä­miert.

Vor­stand Robert Her­tel freut sich, “dass unser 100% Hanf­hemd DH052 die Aus­zeich­nung gewon­nen hat. Es wird wohl der erste 100-pro­zen­ti­ge Hanfar­ti­kel mit die­ser Aus­zeich­nung sein. Wir sind sehr stolz dar­auf, da es auch eine Aus­zeich­nung des Roh­stoffs ist, von dem wir hier alle über­zeugt sind und für den wir uns täg­lich ein­set­zen.”

Kurz­por­trät Hem­pa­ge AG, Adels­dorf

Die Hem­pa­ge AG mit Sitz in der mit­tel­frän­ki­schen Gemein­de Adels­dorf, Kreis Erlan­gen-Höchstadt, ist ein inno­va­ti­ves Mode­un­ter­neh­men, das sei­ne Pro­duk­te aus dem von Natur aus öko­lo­gi­schen Roh­stoff Hanf fer­ti­gen lässt. Das Unter­neh­men ging im Jahr 1999 aus der Fusi­on der Fir­men Colour Con­nec­tion und Hanf­zeit her­vor.

Kern der Geschäfts­tä­tig­keit sind die fai­re Her­stel­lung und der Ver­trieb von öko­lo­gi­schen Tex­ti­li­en ver­bun­den mit dem Ziel, dem in den letz­ten Jahr­zehn­ten ver­nach­läs­sig­ten Roh­stoff Hanf wie­der zu der Gel­tung zu ver­hel­fen, die er nach Mei­nung der Geschäfts­lei­tung ver­dient.

Nach Jah­ren der per­ma­nen­ten Ent­wick­lung und Suche nach geeig­ne­ten Pro­duk­ti­ons­stand­or­ten wur­de Allein­vor­stand Robert Her­tel schließ­lich im fer­nen Osten fün­dig. Im Gegen­satz zu bil­li­ger Indu­strie­pro­duk­ti­on fer­ti­gen die chi­ne­si­schen Part­ner­fir­men hoch­wer­ti­ge Qua­li­tä­ten unter fai­ren Bedin­gun­gen. Auch in die­ser Hin­sicht besitzt Hem­pa­ge eine Vor­rei­ter­rol­le, ist des­halb Mit­glied der Fair Wear Foun­da­ti­on (FWF) und besitzt dort den “Leader”-Status.

Erreicht wur­de der Sta­tus vor allem dadurch, dass man als erstes Label bei sei­nen chi­ne­si­schen Part­nern Arbeit­neh­mer­ver­tre­tun­gen und die Bezah­lung des Living Wage, eines exi­stenz­si­chern­den Loh­nes, der weit über den ört­li­chen Min­dest­löh­nen liegt, ein­ge­führt hat. Auf der Home­page des Unter­neh­mens https://​www​.hem​pa​ge​.de/ ist die Lie­fer­ket­te trans­pa­rent und authen­tisch dar­ge­stellt.

Heu­te bie­tet Hem­pa­ge sei­nen Kun­den ein brei­tes Sor­ti­ment an Mode für Sie und Ihn sowie Acces­soires aus Hanft­ex­ti­li­en, seit 2018 auch über einen eige­nen Online-End­kun­den­shop. Den weit­aus größ­ten Teil sei­nes Umsat­zes erzielt das Unter­neh­men mit sei­nen der­zeit 16 Mit­ar­bei­tern über den Groß­han­del. Abneh­mer sind hier­bei zahl­rei­che Mode­ein­zel­händ­ler, Ver­sand­händ­ler sowie Welt­lä­den, längst hat man sich in der Bran­che eta­bliert.

Das gemein­schaft­li­che und sozia­le Enga­ge­ment von Hem­pa­ge erstreckt sich auch auf die For­schungs­ar­beit im Bereich der Faser­ge­win­nung und ‑wei­ter­ver­ar­bei­tung. Mit drei Mit­strei­tern hat die Hem­pa­ge AG des­halb im Jahr 2012 eine For­schungs­ge­sell­schaft, die Bast und Faser GmbH in Adels­dorf, gegrün­det. Zusätz­lich arbei­tet man in euro­päi­schen Gre­mi­en mit, die sich der Ver­brei­tung von Hanf in ande­ren Berei­chen wie Dämm­ma­te­ria­li­en oder Faser­ver­bund­werk­stof­fen ver­schrie­ben haben.

Zum Selbst­an­spruch der Adels­dor­fer gehört ein respekt­vol­ler, koope­ra­ti­ver Umgang mit Kun­den, Lie­fe­ran­ten und Geschäfts­part­nern. Tole­ranz, Natur­ver­bun­den­heit sowie Krea­ti­vi­tät und Qua­li­täts­be­wusst­sein sind eben­so wesent­li­che Eck­pfei­ler der Unter­neh­mens­phi­lo­so­phie.