Bro­se Bam­berg ver­liert in Mün­chen

symbolbild basketball

Bro­se Bam­berg muss­te sich dem FC Bay­ern Mün­chen Bas­ket­ball mit 55:86 geschla­gen geben. Dabei erwisch­ten die Gäste, die auf die ver­letz­ten Odia­se und Fie­ler ver­zich­ten muss­ten, einen guten Start, lagen nach dem ersten Vier­tel mit 18:15 vor­ne. Mehr als sie­ben Minu­ten ohne Punkt lie­ßen den Vor­sprung aber nicht nur schmel­zen, son­dern sorg­ten auch dafür, dass Mün­chen zu Beginn des drit­ten Abschnitts erst­mals mit über 20 Punk­ten davon­zie­hen konn­te (31:52, 22.). Davon erhol­te sich Bro­se bis zum Ende nicht mehr. Bester Bam­ber­ger Wer­fer war Miche­le Vita­li mit 22 Zäh­lern.

Ben­net Hundt: „Das erste Vier­tel war sehr ordent­lich. Dann aber gab es einen Bruch bei uns und wir haben es den Münch­nern viel zu ein­fach gemacht. Sowohl vor­ne wie auch hin­ten lief plötz­lich nichts mehr. Das darf natür­lich nicht sein. Den­noch ist es gut, dass uns jetzt sol­che Spie­le pas­sie­ren. Wir sind in einem Lern­pro­zess, da gehört so etwas auch dazu.”

Von Beginn an war es eine inten­siv geführ­te Par­tie, in der vor allem die Ver­tei­di­gungs­rei­hen beid­sei­tig gute Arbeit lei­ste­ten. Ein Vier­punkt­spiel von Miche­le Vita­li brach­te Bro­se nach 90 Sekun­den erst­mals in Front: 4:2. In der Fol­ge gelang es kei­ner Mann­schaft sich abzu­set­zen, da kaum ein­fa­che Wür­fe zuge­las­sen wur­den. Ein Drei­er von Ben­net Hundt setz­te den Schluss­punkt unter das erste Vier­tel, das Bam­berg mit 18:15 für sich ent­schied. Der Drei­er war es auch, der den Auf­takt für einen – vier­tel­über­grei­fend – 10:0‑Lauf der Gäste leg­te, die nach elf Minu­ten mit acht Zäh­lern vor­ne lagen: 23:15. Danach aller­dings woll­te, von jetzt auf gleich, bei Bro­se nichts mehr gelin­gen. Ledig­lich fünf Punk­te kamen bis zur Pau­se noch dazu, in den letz­ten fünf Minu­ten vor der Halb­zeit fand gar kein Ball mehr den Weg in den Münch­ner Korb. Die Haus­her­ren, bei denen Coach Trinchie­ri nach gut 14 Minu­ten mit zwei tech­ni­schen Fouls die Hal­le ver­las­sen muss­te, dreh­ten offen­siv und defen­siv auf. Am Ende ent­schie­den sie Vier­tel zwei mit 27:10 für sich, so dass Bro­se mit einem 14-Punk­te-Rück­stand in die Kabi­ne ging: 28:42.

In Hälf­te zwei blieb es dabei: Mün­chen war aggres­si­ver, ließ Bam­berg vor allem defen­siv kaum Spiel­raum zur Ent­fal­tung der Syste­me. Bro­se selbst aber zog nun in der Ver­tei­di­gung auch wie­der etwas an. Vor­ne war es – nach ins­ge­samt gut sie­ben Minu­ten ohne Punkt – zwei­mal Miche­le Vita­li, der mit sei­nen Drei­ern drei und vier den Bam­ber­ger Rück­stand zumin­dest etwas in Gren­zen hielt. Den­noch ging Abschnitt drei mit 16:10 an die Gast­ge­ber, die damit vor dem Schluss­vier­tel mit 18 Punk­ten führ­ten bzw. anders aus­ge­drückt: Bro­se lag vor den letz­ten zehn Minu­ten mit 40:58 zurück. Und auch da hat­te Bam­berg vor­ne und hin­ten den Münch­nern nur wenig ent­ge­gen­zu­set­zen. Vor allem das Team­spiel fand zu sel­ten statt, was ledig­lich zehn Assists nach 40 Minu­ten gut zeig­ten. Am Ende stand eine 55:86-Niederlage auf der Anzei­ge­ta­fel und die Erkennt­nis, dass noch viel zu tun bleibt in den kom­men­den Tagen und Wochen. Aller­dings hat Bro­se bereits am kom­men­den Sams­tag die Mög­lich­keit, Schrit­te nach vor­ne zu machen. Von Mün­chen aus ging es näm­lich nach der Par­tie direkt nach Ulm, wo über­mor­gen der näch­ste Test gegen ratio­pharm ulm ansteht.

Bro­se Bam­berg:

Lock­hart 2, Blakes 6, Ple­scher, Ogbe 7, Vita­li 22, Hundt 6, Seng­fel­der 4, Kra­vish 2, Grütt­ner, Lar­son 6