Frak­ti­ons­ge­mein­schaft Grü­nes Bamberg/​ÖDP/​Volt: “Men­schen in Moria sind in Not. Bam­berg muss hel­fen. Jetzt!”

STAND­PUNKT – Die Frak­ti­ons­ge­mein­schaft Grü­nes Bamberg/​ÖDP/​Volt spricht sich dafür aus, Men­schen aus dem Elend in Moria zu ret­ten und in Bam­berg auf­zu­neh­men. #wir­ha­ben­platzDie Zustän­de in den Flücht­lings­la­gern in Grie­chen­land sind seit fünf Jah­ren furcht­bar und men­schen­un­wür­dig. Das wird von Euro­pa so gedul­det, das Flücht­lings­pro­blem ist damit kei­nes mehr für die euro­päi­schen Staa­ten.

Nach dem Brand im Lager Moria sind die­se Zustän­de zur Kata­stro­phe gewor­den. Die Men­schen haben das Weni­ge, das sie besa­ßen, ver­lo­ren. Es gibt kein Was­ser, kaum Essen, kei­ne medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Inzwi­schen wur­de ein neu­es Lager errich­tet, die Men­schen wer­den gezwun­gen, dort hin­zu­ge­hen. Anson­sten wer­den sie nicht mit dem Nötig­sten ver­sorgt. Doch auch die­ses Lager kommt bereits wie­der an die Gren­zen sei­ner Kapa­zi­tä­ten.

Die Bun­des­re­gie­rung hat sich nach lan­ger Dis­kus­si­on bereit erklärt, 1.500 Men­schen auf­zu­neh­men. Bun­des­in­nen­mi­ni­ster See­hofer sprach von „schutz­be­rech­tig­ten Men­schen“. Zyni­scher geht es kaum. Wel­cher Mensch ist nicht schutz­be­rech­tigt? Aber See­hofer mein­te damit Men­schen, deren Asyl­ver­fah­ren posi­tiv beschie­den wor­den waren und die trotz­dem wei­ter unter men­schen­un­wür­di­gen Bedin­gun­gen in den Lagern hau­sen muss­ten.

Ja, es muss eine euro­päi­sche Lösung für die Auf­nah­me von Geflüch­te­ten geben, und ja, wenn Deutsch­land Geflüch­te­te auf­nimmt, könn­te das dazu füh­ren, dass mehr Men­schen nach Deutsch­land wol­len. Aber des­halb nichts zu tun wäre unmensch­lich und unver­ant­wort­lich. Es ist unse­re Pflicht, jetzt zu hel­fen. Wenn die­se Men­schen in Sicher­heit sind, dann kön­nen wir über euro­päi­sche Lösun­gen reden. #wir­ha­ben­platz.

Grü­nes Bam­berg, ÖDP und Volt set­zen sich dafür ein, dass die Stadt Geflüch­te­te aus Moria auf­nimmt. Und dass die­se Men­schen dezen­tral in Gemein­schafts­un­ter­künf­ten und nicht im Anker­zen­trum unter­ge­bracht wer­den.

Ulri­ke Sän­ger (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Grü­nes Bam­berg)
und Andre­as Eichen­se­her, Karin Ein­wag, Jonas Glü­sen­kamp, Wolf­gang Gra­der, Chri­sti­an Hader, Ste­fan Kurz, Vera Mame­row, Leo­nie Pfa­den­hau­er, Tama­ra Pruch­now, Michi Schmitt, Ursu­la Sowa

(Grü­nes Bam­berg)
Lucas Büch­ner (ÖDP)
Hans-Gün­ter Brün­ker (Volt)