Bay­reuth: Fäl­len von Bäu­men – Was ist erlaubt? Gar­ten win­ter­fest machen – Umwelt­amt macht auf die Regeln der Baum­schutz­ver­ord­nung auf­merk­sam

BAY­REUTH – Der Herbst ist da – und damit auch die Zeit, den Gar­ten win­ter­fest zu machen. Vor die­sem Hin­ter­grund macht das Amt für Umwelt­schutz auf die Rege­lun­gen der städ­ti­schen Baum­schutz­ver­ord­nung auf­merk­sam. Mit ihr soll der Bestand an gro­ßen Laub­bäu­men im Stadt­ge­biet geschützt wer­den. Es gibt aber auch Aus­nah­men:

Nicht geschützt sind ein­stäm­mi­ge Bäu­me mit einem Stamm­um­fang unter 80 Zen­ti­me­ter und mehr­stäm­mig aus­ge­bil­de­te Bäu­me, wenn kei­ner der Stäm­me mehr als 50 Zen­ti­me­ter Umfang auf­weist – jeweils gemes­sen einen Meter über dem Erd­bo­den. Bei Nadel­bäu­men gilt die Baum­schutz­ver­ord­nung nur für Eiben und Ging­kos. Pap­peln (mit Aus­nah­me der Sil­ber­pap­pel) und Obst­bäu­me (mit Aus­nah­me von Wild­obst- und Wal­nuss­bäu­men) fal­len eben­falls nicht unter die Ver­ord­nung. Glei­ches gilt für den Baum­be­stand der Forst­wirt­schaft, des Öko­lo­gisch-Bota­ni­schen Gar­tens der Uni­ver­si­tät, für Bäu­me in Baum­schu­len und Gärt­ne­rei­en sowie in aus­ge­wie­se­nen Klein­gar­ten­an­la­gen.

Wer einen geschütz­ten Baum fäl­len oder wesent­lich ver­än­dern will, braucht hier­für grund­sätz­lich eine Befrei­ung der Stadt Bay­reuth. Sie muss schrift­lich bean­tragt wer­den. Der voll­stän­di­ge Text der Baum­schutz­ver­ord­nung und die Antrags­for­mu­la­re sind beim Amt für Umwelt­schutz im Neu­en Rat­haus, Luit­pold­platz 13, erhält­lich. Sie ste­hen außer­dem auf der städ­ti­schen Home­page www​.bay​reuth​.de zum Down­load zur Ver­fü­gung.

Das Umwelt­amt weist dar­auf hin, dass die Ent­schei­dung über einen Antrag zur Baum­fäl­lung auf­grund der erfor­der­li­chen fach­li­chen Stel­lung­nah­men gerau­me Zeit in Anspruch nimmt. Anträ­ge soll­ten daher recht­zei­tig vor der beab­sich­tig­ten Fäl­lung gestellt wer­den.

Für wei­te­re Aus­künf­te ste­hen die Mitarbeiter/​innen des Amtes für Umwelt­schutz im Neu­en Rat­haus, Luit­pold­platz 13, Zim­mer 411 oder 414, Tele­fon 0921 25–1368, 25–1388 oder 25–1175, zur Ver­fü­gung.