Pinz­berg: Gegen die Beto­nie­rung des Wie­sent­tals – Demon­stra­ti­on gegen die Ost­span­ge

Eine kla­re Bot­schaft: “Stoppt die Ost­span­ge!” / Foto: Ulrich Buch­holz

Auch in Aus­nah­me­zei­ten sind die Pro­ble­me, wel­che ver­schie­de­ne geplan­te Bau­pro­jek­te im Land­kreis mit sich brin­gen, nicht vom Tisch. Um dies der Bevöl­ke­rung wie­der ins Bewusst­sein zu brin­gen, ver­an­stal­te­ten die jun­gen Akti­ven der BIWO die dies­jäh­ri­ge Demon­stra­ti­on. Sie führ­te vom Bahn­hof Pinz­berg zum Ker­s­ba­cher Krei­sel und zurück. Dort ange­kom­men spra­chen eini­ge der Teil­neh­mer in Form von kur­zen State­ments zu den Demon­stra­ti­ons­teil­neh­mern. Alfons Eger, der geschäfts­füh­ren­de Vor­sit­zen­de der BIWO, unter­strich die nega­ti­ven Fol­gen, wel­che das Pro­jekt auf die Land­schaft haben wird. Ilja Eger als Mit­glied des Ver­an­stal­ters zog einen Kreis von der Geschich­te des Wider­stan­des bis hin zu den wei­te­ren Maß­nah­men der Bür­ger­initia­ti­ve. Lisa Badum, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te für die Grü­nen, beschwor die Anwe­sen­den, den Wider­stand und den Druck auf die Ver­ant­wort­li­chen nicht zu ver­rin­gern und sicher­te die Unter­stüt­zung ihrer Frak­ti­on zu. Ulrich Buch­holz als 1. Vor­sit­zen­der der Kreis­grup­pe Forch­heim des BN stell­te einen Bezug zwi­schen dem zu errich­ten­den Denk­mal am Ker­s­ba­cher Krei­sel und der Natur als Spie­gel der mensch­li­chen See­le her. Fazit: Ver­armt die Natur, so ver­armt auch der Mensch der Regi­on. Chri­sti­an Kiehr, Vor­sit­zen­der der Orts­grup­pe Eber­mann­stadt des BN, erin­ner­te an die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen der Pla­nung auf die Ent­wick­lung des Markts Eber­mann­stadt. Zum Schluss eröff­ne­te Nor­bert Braun, dass neben der Ost­span­ge noch wei­te­re Pro­jek­te wie der land­wirt­schaft­li­che Kern­we­ge­plan eine zusätz­li­che Asphal­tie­rung von Frei­flä­chen mit sich brin­gen wer­den.

Die Anwe­sen­den waren sich einig, im Wider­stand nicht nach­zu­las­sen, bis die Ost­span­ge aus dem vor­dring­li­chen Bedarf des Bun­des-Ver­kehrs­we­ge­plans her­aus­ge­nom­men wird. Zu Zei­ten knap­per wer­den­den Trink­was­sers soll­ten alle Pro­jek­te kri­tisch betrach­tet wer­den, wel­che Haupt-Grund­was­ser­zu­flüs­se kreu­zen, wie es das Pro­jekt Ost­span­ge nach den Plan­un­ter­la­gen in jedem Fall tun wird.

Dr. Ulrich Buch­holz