Land­kreis Lich­ten­fels zahlt Zuschüs­se für die Anschaf­fung von Kom­po­stern

War­um Kom­po­stie­rung im eige­nen Gar­ten sinn­voll ist und wie sie am besten erfol­gen soll­te

Der opti­ma­le Kom­post­platz, so der Tipp von Kreis­fach­be­ra­ter Micha­el Stro­mer, besteht aus drei Abtei­len, so dass man die gesam­mel­ten Abfäl­le gut umset­zen und ver­rot­ten las­sen kann und par­al­lel Platz hat für neue Abfäl­le. Wich­tig ist eine gute Durch­mi­schung der ein­ge­brach­ten Stof­fe.
Foto: Land­rats­amt Lichtenfels/​Michael Stro­mer

Kom­post ist das Gold des Gärt­ners! War­um? Jede Pflan­ze im Gar­ten braucht Nähr­stof­fe, die bei der Ern­te von Obst- und Gemü­se oder beim Rück­schnitt von Stau­den und Gehöl­zen dem Gar­ten ent­nom­men wer­den. Durch eine Kom­po­stie­rung der Bio-Abfäl­le und Rück­füh­rung der neu gewon­ne­nen Erde in den Gar­ten wer­den die für das Pflan­zen­wachs­tum so wich­ti­gen Stof­fe dem „System“ wie­der zurück­ge­ge­ben.

Der Boden wird nach­hal­tig ver­bes­sert, die Pflan­zen gedei­hen bes­ser – und das für umsonst. Auf zusätz­li­chen Dün­ger kann weit­ge­hend ver­zich­tet wer­den. Das ist gut für Umwelt, Kli­ma und den Geld­beu­tel. Seit Jahr­zehn­ten för­dert der Land­kreis Lich­ten­fels das Auf­stel­len von Kom­po­stern im eige­nen Gar­ten, in dem er auf Antrag ihre Anschaf­fung bezu­schusst. Jedem Land­kreis-Bür­ger wird beim Kauf eines Kom­po­sters ein Zuschuss in Höhe von bis zu 50 Pro­zent des durch Ori­gi­nal­rech­nung nach­ge­wie­se­nen Kauf­prei­ses gewährt. Die Höchst­gren­ze des Zuschus­ses liegt bei 50 Euro beim Kauf eines Kom­po­sters aus Recy­cling-Kunst­stoff, bei son­sti­gen Mate­ria­li­en bei 25 Euro.

Der Antrag dazu fin­det sich im Inter­net auf den Sei­ten des Land­rats­am­tes Lich­ten­fels. Am besten in der Such­funk­ti­on den Begriff „Kom­po­ster“ ein­ge­ben. Aus­ge­druckt kann der Antrag auch im Land­rats­amt im Sach­ge­biet Abfall­wirt­schaft oder in der Umwelt­sta­ti­on in Weis­main ange­for­dert oder geholt wer­den. Gar­ten- und Bau­märk­te bie­ten Kom­po­ster in ver­schie­de­nen Aus­füh­run­gen an. Natür­lich kann man sich auch einen selbst bau­en oder bau­en las­sen.

Der opti­ma­le Kom­post­platz, so der Tipp von Kreis­fach­be­ra­ter Micha­el Stro­mer, besteht aus drei Abtei­len, so dass man die gesam­mel­ten Abfäl­le gut umset­zen und ver­rot­ten las­sen kann und par­al­lel Platz hat für neue Abfäl­le. Wich­tig ist eine gute Durch­mi­schung der ein­ge­brach­ten Stof­fe. Der ruhen­de Kom­post­teil soll­te nach einem knap­pen Jahr sein Rei­festa­di­um erreicht haben, gut zer­setzt sein und somit „fer­tig“ sein. Wich­tig ist, dass der Hau­fen nicht aus­trock­net, da die unzäh­li­gen flei­ßi­gen Klein- und Kleinst­le­be­we­sen für ihre Zer­set­zungs­ar­beit Feuch­tig­keit brau­chen.

Ther­mo-Kom­po­ster, übli­cher­wei­se aus Recy­cling-Kunst­stoff, kom­men ohne das Umset­zen aus und „arbei­ten“ schnel­ler, dafür sind sie für grö­ße­re Men­gen nicht so prak­tisch.