Land­kreis Lich­ten­fels: Wer ist „Schlau­wie­nix“?

Symbol-Bild Heimatkunde / Franken

Wer die­sen acht Kilo­me­ter Rund­weg erkun­det, wird mit Sicher­heit „Schlau­wie­nix“: Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner (Mit­te) und der Lei­ter der Umwelt­sta­ti­on, Micha­el Stro­mer (2.v.li.), stell­ten den neu­en Kul­tur-Lehr­pfad von Weis­main zum Kor­di­gast vor. Bei der Eröff­nung fan­den die Ver­tre­ter der betei­lig­ten Kom­mu­nen loben­de Wor­te (v.re.): der Erste Bür­ger­mei­ster der Stadt Weis­main, Micha­el Zapf, der Zwei­te Bür­ger­mei­ster der Gemein­de Alten­kunst­adt, Mar­co Weid­ner, und die Zwei­te Bür­ger­mei­ster der Stadt Burg­kunst­adt, Susan­ne Bock von Wül­fin­gen. Foto: Land­rats­amt Lichtenfels/​Heidi Bau­er

Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner und der Lei­ter der Umwelt­sta­ti­on Weis­main, Micha­el Stro­mer, eröff­nen mit den Bür­ger­mei­stern der betei­lig­ten Kom­mu­nen neu­en Natur-Kul­tur-Lehr­pfad von Weis­main zum Kor­di­gast

LICH­TEN­FELS (10.09.2020). Wuss­ten Sie, dass es in Giech­kröt­ten­dorf ein Rit­ter­gut gab? Wo die Kel­ten genau am Kor­di­gast sie­del­ten, wo in der Regi­on Mehl­bee­ren wach­sen und war­um sie so bedeu­tend sind? Nein? Dann wird es höch­ste Zeit für „Schlau­wie­nix“: Der gleich­na­mi­ge Lehr­pfad von Weis­main zum Kor­di­gast lädt zu einer span­nen­den Ent­deckungs­rei­se ein, wie der Lei­ter der Umwelt­sta­ti­on, Micha­el Stro­mer, bei der offi­zi­el­len Eröff­nung mit Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner, dem Weis­mai­ner Bür­ger­mei­ster Micha­el Zapf, der Zwei­ten Burg­kunst­adter Bür­ger­mei­ster Susan­ne Bock von Wül­fin­gen und dem Zwei­ten Alten­kunst­adtern Mar­co Weid­ner erläu­ter­te.

„Bei die­sem abwechs­lungs­rei­chen Rund­weg kann jeder noch etwas über die Regi­on ler­nen – eine run­de Sache!“, lob­te Land­rat Chri­sti­an Meiß­ner. Das The­men­spek­trum sei sehr viel­fäl­tig und rei­che von Geschich­te über Geo­gra­phie und Geo­lo­gie bis hin zur Bot­an­tik. „Auf jeden Fall emp­feh­lens­wert für Ein­hei­mi­sche genau­so wie für Tou­ri­sten“, stell­te der Land­rat fest. Mar­co Weid­ner beton­te, dass damit das Frei­zeit­an­ge­bot in der Regi­on wei­ter aus­ge­baut wer­de. Eine „schö­ne Beschäf­ti­gung für Kin­der und Fami­li­en“, befand Susan­ne Bock von Wül­fin­gen.

Die geschichts- und geschich­ten­rei­che Land­schaft in und um Weis­main, herr­li­che, ver­kehrs­freie Täler wie der Pfau­en­grund oder atem­be­rau­ben­de Aus­blicke mit zuge­hö­ri­ger Beschrei­bung sind nur eini­ge der reiz­vol­len Zuta­ten, mit denen der neue Natur-Kul­tur-Lehr­pfad von Weis­main zum Kor­di­gast und wie­der zurück „gar­niert“ ist, sag­te Micha­el Stro­mer. Ins­ge­samt 16 Tafeln erzäh­len eini­ge die­ser Geschich­ten und wei­sen auf inter­es­san­te Punk­te aus der Natur und Kul­tur hin.

Start­punkt des acht Kilo­me­ter lan­gen Rund­we­ges ist der Kasten­hof in Weis­main direkt an der Stadt­mau­er bei der Umwelt­sta­ti­on. Dort kann man auch sein Auto kosten­los par­ken. Wer mit dem öffent­li­chen Nah­ver­kehr kommt, steigt am nahen Markt­platz aus. Der Weg ist mit der Wege­mar­kie­rung „Schlau­wie­nix“ durch­ge­hend aus­ge­schil­dert.

Wie der Lei­ter der Umwelt­sta­ti­on bei der Vor­stel­lung von „Schlau­wie­nix“ her­aus­stell­te, ist der Kasten­hof selbst schon ein bedeut­sa­mes Kul­tur­gut. Von hier aus führt der Weg an der Weis­main mit der Natur-Kneipp­an­la­ge ent­lang und am Giech­kröt­ten­dor­fer Schloss vor­bei in sanf­tem Anstieg aus dem Sied­lungs­ge­biet hoch in die von Wei­de- und klei­nen Acker­flä­chen gepräg­te Jura-Land­schaft.

Dabei erfährt man, wie sich das Stadt­ge­biet und die Land­schaft über die Jah­re ver­än­dert haben, was es mit der Kor­di­gast-Mehl­bee­re auf sich hat oder auf wel­che Geschich­te das Giech­kröt­ten­dor­fer Schloss blicken kann. Wei­te­re Sta­tio­nen sind das Pla­teau des Gro­ßen Kor­di­ga­stes mit dem neu instal­lier­ten Pan­ora­ma-Aus­blick, der Aben­teu­er­spiel­platz „Spiel­wie­nix“ und der Gast­hof Stei­ner­ne Hoch­zeit, wo eine Tafel über die Sage und die Fels­for­ma­tio­nen des Klei­nen Kor­di­ga­stes infor­miert. Der Abstieg geht dann durch ein kur­zes Wald­stück an Ober­loch vor­bei in den Pfau­en­grund, durch Zie­gen­wei­den und Obst­wie­sen zurück nach Weis­main.

Die Ein­rich­tung des „Schlau­wie­nix“ ist Bestand­teil des Pro­jek­tes „Attrak­ti­vie­rung Kor­di­gast“, geför­dert durch das Baye­ri­sche Staats­mi­ni­ste­ri­um für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und For­sten und den Euro­päi­schen Land­wirt­schafts­fonds für die Ent­wick­lung des länd­li­chen Rau­mes (ELER). Damit sei Pha­se I abge­schlos­sen, ließ Micha­el Stro­mer wis­sen. In den näch­sten Mona­ten wer­de zu bespre­chen sein, ob und in wel­chem Zeit­rah­men wei­te­re Maß­nah­men am Kor­di­gast („Attrak­ti­vie­rung Pha­se 2“) ange­gan­gen wer­den sol­len