War­nung vor Hand­werks­be­trü­gern und „Teer­ko­lon­nen“

Symbolbild Polizei

OBER­FRAN­KEN. Mehr­fach kam es in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit zu voll­ende­ten und ver­such­ten Straf­ta­ten in Ober­fran­ken durch soge­nann­te „Teer­ko­lon­nen“. Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei infor­miert und warnt vor die­ser Betrugs­ma­sche.

Anfang Sep­tem­ber klin­gel­te ein Mit­ar­bei­ter einer bri­ti­schen Teer­ko­lon­ne bei einem 40-jäh­ri­gen Anwoh­ner in Markt­leug­ast im Land­kreis Kulm­bach und bot ihm sei­ne Dien­ste an. Sie ver­ein­bar­ten, dass die Arbei­ter einen Weg des Man­nes tee­ren soll­ten. Dabei han­del­ten bei­de Par­tei­en einen Preis im unte­ren vier­stel­li­gen Eurobe­reich aus. Die Arbei­ter began­nen mit den Teer­ar­bei­ten, unter­bra­chen die­se zwi­schen­zeit­lich und ver­lang­ten einen wei­te­ren fünf­stel­li­gen Euro­be­trag als Rest­zah­lung. Der Anwoh­ner fiel auf die­se Masche nicht rein und die Kolon­ne zog auf ihrer Suche nach neu­en Kun­den wei­ter nach Neu­en­markt im Land­kreis Kulm­bach. Die Beam­ten der Poli­zei Stadt­stein­ach konn­ten dort die Per­so­na­li­en der Mit­ar­bei­ter fest­stel­len und ermit­teln gegen den 29-jäh­ri­gen Chef der Hand­wer­ker wegen Betru­ges.

Bei die­ser Vor­ge­hens­wei­se begin­nen die Teer­ar­bei­ter zunächst mit ihrer Tätig­keit, unter­bre­chen dann aber und for­dern oft­mals nach­drück­lich wei­te­re Zah­lun­gen ein. Teil­wei­se schlie­ßen die Kolon­nen ihre Arbei­ten ab; das Ergeb­nis ist dann aller­dings oft qua­li­ta­tiv min­der­wer­tig. Die Mit­ar­bei­ter die­ser Teer­ko­lon­nen kom­men über­wie­gend aus Groß­bri­tan­ni­en oder Ost­eu­ro­pa. Die Ver­trä­ge wer­den in der Regel nur münd­lich ver­ein­bart.

Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei warnt aus die­sem Anlass vor die­sen Haus­tür­ge­schäf­ten:

  • Kau­fen oder unter­schrei­ben Sie nie­mals etwas an der Haus­tür. Die ange­bo­te­nen Hand­wer­k­erlei­stun­gen sind meist nur min­der­wer­tig oder wer­den nicht abge­schlos­sen.
  • Las­sen Sie unauf­ge­for­dert kom­men­de „Hand­wer­ker“ oder „Ver­käu­fer“ nicht in Ihre Woh­nung.
  • Sei­en Sie bei Ange­bo­ten an der Haus­tür stets skep­tisch.
  • Rufen Sie bei einer orts­an­säs­si­gen Fir­ma an. Schil­dern und ver­glei­chen Sie das Ange­bot
  • Las­sen Sie sich durch for­sches Auf­tre­ten nicht unter Druck set­zen.
  • Beauf­tra­gen Sie die­se Per­so­nen mit Schwarz­ar­beit, machen Sie sich unter Umstän­den selbst straf­bar.
  • Wen­den Sie sich im Zwei­fel an ihre ört­li­che Poli­zei­in­spek­ti­on oder rufen Sie im Not­fall die 110.
  • Mel­den Sie ähn­li­che Vor­fäl­le oder ver­däch­ti­ge Wahr­neh­mun­gen.