Offe­ner Brief: Bam­ber­ger CSU-Frak­ti­on for­dert Trans­pa­renz bei För­de­rung von Lastenfahrrädern

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Sehr geehr­ter Herr Ober­bür­ger­mei­ster Starke,
sehr geehr­ter Herr Bür­ger­mei­ster Glü­sen­kamp, lie­ber Jonas,

lei­der haben wir auf die in unse­rem Face­book­post vom 4.9. gestell­ten Fra­gen zum För­der­pro­gramm Lasten­fahr­rä­der kei­ne Reak­ti­on sei­tens der Stadt Bam­berg erhalten.

Mitt­ler­wei­le wur­den wir von ver­schie­de­nen Sei­ten auf den sowohl intrans­pa­ren­ten För­der­pro­zess als auch den eben­so intrans­pa­ren­ten Umgang mit För­der­mit­teln ange­spro­chen. Für uns stellt sich die Chro­no­lo­gie wie folgt dar:

  • Im Mobi­li­täts­se­nat vom 7.7. wur­den ins­ge­samt 50.000 Euro für das För­der­pro­gramm Lasten­fahr­rä­der und die Image­kam­pa­gne Fahr­rad­stadt beschlossen
  • Mit Pres­se­mit­tei­lung vom 28.8. gab die Stadt Bam­berg bekannt, dass man ab dem 1.9. die För­de­rung bean­tra­gen kann
  • Auf ihrer Home­page infor­mier­te die Stadt Bam­berg, dass die För­de­rung „auf Grund der beson­de­ren Haus­halts­la­ge der­zeit aus­ge­setzt“ ist
  • Auf der glei­chen Home­page benann­te die Stadt Bam­berg eine För­der­sum­me von 15.000 Euro, die wohl dem Beneh­men nach für das För­der­pro­gramm zur Ver­fü­gung stand
  • Der Rad­ent­scheid Bam­berg – zu des­sen Füh­rungs­gre­mi­um u.a. Jonas Glü­sen­kamp und Chri­sti­an Hader gehö­ren – kom­men­tier­te am 3.9. einen Face­book­post von Bam­berg – mei­ne Stadt , dass 5.000 Euro zur Ver­fü­gung standen
  • In der Pres­se­mit­tei­lung vom 3.9. hieß es, dass die För­der­mit­tel auf­grund der gro­ßen Nach­fra­ge nach kür­ze­ster Zeit erschöpft waren
  • Die Stadt Bam­berg kom­men­tier­te am 4.9. ihren eige­nen Face­book­post, dass “die ver­al­te­te Sei­te gelöscht” wur­de. Eine irre­füh­ren­de Infor­ma­ti­on über den Zeit­punkt des För­der­be­ginns online zu schal­ten und dann mit einem lapi­da­ren Satz off­line zu neh­men, ohne weder eine ange­brach­te adäqua­te Ent­schul­di­gung zu ver­fas­sen noch eine Erklä­rung zum wei­te­ren För­der­pro­ze­de­re abzu­ge­ben, ist ver­wal­tungs­mä­ßig befremdlich

Wir bit­ten den Ober­bür­ger­mei­ster um Beant­wor­tung fol­gen­der Fragen:

  1. Wel­che För­der­sum­me stand für das För­der­pro­gramm Lasten­fahr­rä­der zur Verfügung?
  2. Wel­che För­der­sum­me stand bzw. steht dann noch für die Image­kam­pa­gne Fahr­rad­stadt zur Verfügung?
  3. Wie vie­le Anträ­ge konn­ten geneh­migt wer­den und in wel­cher Höhe?
  4. Ent­ge­gen der Infor­ma­ti­on der Stadt Bam­berg, dass die För­de­rung „auf Grund der beson­de­ren Haus­halts­la­ge der­zeit aus­ge­setzt“ wäre, wur­den offen­sicht­lich För­der­an­trä­ge geneh­migt. Wur­den bzw. wer­den von der Stadt Bam­berg nach Kennt­nis des Feh­lers wei­te­re För­der­be­schei­de bzw. För­der­zu­sa­gen erlassen?
  5. Wie konn­te der “För­der­topf” so schnell aus­ge­schöpft sein, wenn die brei­te anspruchs­be­rech­tig­te Öffent­lich­keit man­gels Erfolgs­aus­sich­ten einen För­der­an­trag des­we­gen erst gar nicht gestellt hat?
  6. Wie ver­fährt die Stadt Bam­berg mit För­der­an­trä­gen, die auf­grund der Kor­rek­tur nach­ge­reicht werden?
  7. Han­del­te es sich aus Sicht der Stadt Bam­berg um eine fai­re, trans­pa­ren­te und recht­lich ein­wand­freie Vergabe?

Eine Kopie die­ses Schrei­bens erging eben­falls an die Regie­rung von Oberfranken

Mit freund­li­chen Grüßen 
Flo­ri­an Köhn 
Wolf­gang Heim 
Dr. Ursu­la Redler