Mit­tel­fran­ken: Fir­men als Opfer – Vor­sicht vor Über­wei­sungs­be­trü­gern

Symbolbild Polizei

Mit­tel­fran­ken (ots) – Immer wie­der fal­len auch in Mit­tel­fran­ken Unter­neh­men scha­dens­träch­ti­gen Über­wei­sungs­be­trü­ge­rei­en zum Opfer. In einem aktu­el­len Fall, den Betrugs­er­mitt­ler bei der Kri­mi­nal­po­li­zei Ans­bach bear­bei­ten, gelang es den Tätern eine Fir­ma um meh­re­re zehn­tau­send Euro zu brin­gen. Die Poli­zei warnt in die­sem Zusam­men­hang ins­be­son­de­re vor einem zu leicht­fer­ti­gem Umgang mit
Fir­men­da­ten.

Bereits Mit­te Juli die­ses Jah­res fiel ein Händ­ler für Out­door-Pro­duk­te einem sol­chen Über­wei­sungs­be­trug zum Opfer. Ein ver­meint­li­cher Kun­de des Unter­neh­mens hat­te sich per E‑Mail an die Buch­hal­tungs­ab­tei­lung der Fir­ma gewandt und eine geän­der­te Bank­ver­bin­dung mit­ge­teilt. In meh­re­ren Raten über­wies das betro­ge­ne Unter­neh­men dar­auf­hin über 60.000 Euro auf ein Kon­to, das in Wirk­lich­keit Betrü­gern gehör­te.

Pro­fes­sio­nel­len Betrü­gern gelingt es mit die­ser Masche regel­mä­ßig, hohe Geld­be­trä­ge von Fir­men­kon­ten abzu­grei­fen. Neben einer oft­mals unzu­rei­chen­den Über­prü­fung von betrü­ge­ri­schen E‑Mails haben die Täter auch auf­grund eines häu­fig zu fahr­läs­si­gen Umgangs mit den eige­nen Fir­men­da­ten leich­tes Spiel.

Aus die­sem Grund gibt die Poli­zei fol­gen­de grund­le­gen­de Ver­hal­tens­hin­wei­se:

- Sei­en Sie vor­sich­tig, wenn Geschäfts­part­ner kurz­fri­stig alter­na­ti­ve Kon­to­da­ten ange­ben. Prü­fen Sie genau, ob die im
Geschäfts­ver­kehr ange­kün­dig­ten Ände­run­gen plau­si­bel sind. Im Zwei­fels­fall kann ein per­sön­li­cher Anruf bei den betrof­fe­nen
Geschäfts­part­nern zur Auf­klä­rung des Betrugs­ver­suchs füh­ren und einen finan­zi­el­len Scha­den ver­hin­dern.

- Eine aktu­el­le Unter­su­chung des Gesamt­ver­bands der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV) ergab, dass Daten von mehr als jedem
zwei­ten mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men im Darknet kur­sie­ren. Oft hacken Täter Inter­net­sei­ten wie Online-Shops, Sozia­le Netz­wer­ke oder
Gaming-Por­ta­le, um an Log-In-Daten zu kom­men. Gera­de wenn zur Anmel­dung auf der­ar­ti­gen Sei­ten die E‑Mail-Adres­se einer Fir­ma
genutzt wird, gelingt es Tätern oft, an die not­wen­di­gen E‑Mail-/Pass­wort­kom­bi­na­tio­nen zu gelan­gen. Anschlie­ßend kön­nen die
Täter im Namen der Fir­ma per E‑Mail geän­der­te Kon­to­da­ten an Geschäfts­part­ner über­mit­teln, um sich bei­spiels­wei­se Rech­nungs­be­trä­ge
auf das eige­ne Kon­to über­wei­sen zu las­sen.

Es wird daher drin­gend davon abge­ra­ten, E‑Mail-Adres­sen, die von Fir­men im Geschäfts­ver­kehr genutzt wer­den, für pri­va­te Zwecke zu nut­zen. Dienst­li­che und pri­va­te Daten wie E‑Mail-Adres­sen und Log­in-Pass­wör­ter soll­ten stets von­ein­an­der getrennt blei­ben.

Nähe­re Infor­ma­tio­nen zu den Erkennt­nis­sen aus der Unter­su­chung der GDV kön­nen einem aktu­el­len News­let­ter des Bun­des­am­tes für Sicher­heit in der Infor­ma­ti­ons­tech­nik (BSI) ent­nom­men wer­den:

https://​www​.bsi​-fuer​-bue​r​ger​.de/​S​h​a​r​e​d​D​o​c​s​/​N​e​w​s​l​e​t​t​e​r​/​D​E​/​B​S​I​F​B​/​B​u​e​r​g​e​r​C​E​R​T​-​N​e​wsl
etter/18_Sicher-Informiert_03-09–2020.html;jsessionid=34CDB17C487F1CC60B9FDF1234
AB08C6.1_cid502

Unab­hän­gig von die­sem News­let­ter bie­tet der Inter­net­auf­tritt des BSI umfas­sen­de
Infor­ma­tio­nen rund um das The­ma Sicher­heit im Inter­net:

https://​www​.bsi​-fuer​-bue​r​ger​.de/​B​S​I​F​B​/​D​E​/​H​o​m​e​/​h​o​m​e​_​n​o​d​e​.​h​t​m​l​;​j​s​e​s​s​i​o​n​i​d​=​8​E​7​C​9​206
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