Der ober­frän­ki­sche Arbeits­markt im August 2020

Der erste Ein­druck, ein ganz nor­ma­ler August

Im August nahm die Zahl der Arbeits­lo­sen um 4,8 Pro­zent (+636 Per­so­nen) auf 13 978 Per­so­nen zu. Mit dem Start in die Som­mer­fe­ri­en mel­den sich Schul­ab­gän­ger und Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten vor­über­ge­hend arbeits­los. In Ver­bin­dung mit den Aus­wir­kun­gen der Coro­na Kri­se auf den Arbeits­markt erhöh­te sich die Arbeits­lo­sig­keit daher wie­der stär­ker als im Juli (+1,1 Pro­zent, 120 Per­so­nen). Der Anstieg fiel jedoch um 29,5 Pro­zent bzw. 266 Per­so­nen spür­bar gerin­ger aus als im letz­ten Jahr.

60,5 Pro­zent der Mel­dun­gen ent­fie­len im ver­gan­ge­nen Monat auf die jun­gen Men­schen bis 25 Jah­re. Ihr Bestand erhöh­te sich in den letz­ten vier Wochen um 385 (+24,1 Pro­zent). Der Anstieg der Jugend­ar­beits­lo­sig­keit im August ist jedoch nur teil­wei­se kri­sen­be­dingt. All­jähr­lich mel­den sich jun­ge Men­schen, da ihr Lehr­be­trieb sie nicht direkt im Anschluss ein­stel­len konn­te. Schul­ab­gän­ger, die ab Sep­tem­ber eine Aus­bil­dung begin­nen oder stu­die­ren, sind eben­falls häu­fig über­gangs­wei­se regi­striert. In die­sem Jahr fiel die Erhö­hung jedoch um 28,8 Pro­zent (+86 Per­so­nen) grö­ßer aus als im Vor­jahr. Ende August waren 1 985 Jugend­li­che gemel­det, 531 bzw. 36,5 Pro­zent mehr als in 2019.

Ins­ge­samt liegt die Zahl der Arbeits­lo­sen um 29,7 Pro­zent bzw. 3 203 Men­schen über dem Vor­jah­res­wert. Es wur­den 1 308 Frau­en und Män­ner ent­las­sen. Das waren 10,7 Pro­zent (-156) weni­ger als im ver­gan­ge­nen Jahr. 1 046 Per­so­nen fan­den einen neu­en Arbeits­platz, etwas mehr (+0,6 Pro­zent, 6 Per­so­nen) als im Vor­jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te erhöh­te sich um 0,2 Pro­zent­punk­te auf 4,0 Pro­zent. Vor einem Jahr zähl­te sie 3,1 Pro­zent.

Arbeits­markt­ent­wick­lung: Kurz­ar­beit sichert wei­ter­hin Arbeits­plät­ze

Brigitte Glos

Bri­git­te Glos, die Lei­te­rin der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg

Bri­git­te Glos, Lei­te­rin der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg, zur aktu­el­len Lage am Arbeits­markt: „Der durch die Coro­na Kri­se beding­te Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit hat den drit­ten Monat infol­ge an Schwung ver­lo­ren. Das Risi­ko ent­las­sen zu wer­den, ist wei­ter gesun­ken. Die Chan­cen auf eine neue Beschäf­ti­gung haben sich erneut ver­bes­sert. Ent­las­sungs­ri­si­ko und Neu­ein­stel­lun­gen lagen mitt­ler­wei­le den zwei­ten Monat infol­ge auf dem Vor­kri­sen­ni­veau. Befri­stun­gen von Arbeits­ver­trä­gen wer­den anstatt aus­zu­lau­fen, wie­der zuneh­mend ver­län­gert. Der für August sai­son­üb­li­che Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit blieb deut­lich hin­ter dem vom letz­ten Jahr zurück. Der Kon­so­li­die­rungs­pro­zess am Arbeits­markt setz­te sich im Gro­ßen und Gan­zen im August fühl­bar fort. Dazu trägt auch der mas­si­ve Ein­satz von Kurz­ar­beit bei.

Im April (aktu­ell­ster Wert) waren im Agen­tur­be­zirk ins­ge­samt 4 524 Betrie­be mit 47 919 Arbeits­kräf­ten in Kurz­ar­beit. Einen Monat zuvor waren es noch 2 423 Unter­neh­men mit 19 976 Arbeit­neh­mern gewe­sen. Die Aus­wir­kun­gen der Kri­se über­la­gern jedoch auch von ihr ent­kop­pel­te struk­tu­rel­le Ent­wick­lun­gen, die bereits vor­her ein­ge­setzt haben. Wich­tig ist daher, dass Betrie­be nach deren Ende nicht nur wie­der schnell durch­star­ten, son­dern auch die Trans­for­ma­ti­on mei­stern. Um sie dabei zu unter­stüt­zen, inve­stiert die Agen­tur für Arbeit in die Qua­li­fi­zie­rung von Beschäf­tig­ten, die auch in Zei­ten der Kurz­ar­beit mög­lich ist.“

Hoff­nungs­schim­mer – Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit ver­liert in allen Regio­nen an Schwung

Der Arbeits­markt der Agen­tur Bam­berg-Coburg umfasst fol­gen­de Gebiets­kör­per­schaf­ten: Stadt und Land­kreis Bam­berg, Stadt und Land­kreis Coburg sowie die Land­krei­se Forch­heim, Kro­nach und Lich­ten­fels.

Über die Som­mer­fe­ri­en mel­den sich jähr­lich vie­le Schul­ab­gän­ger und Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­ten zur Über­brückung vor­über­ge­hend arbeits­los. Neben der Coro­na Kri­se trug auch die­ser Effekt in den ver­gan­ge­nen Wochen zu einem leich­ten Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit bei.

Er ver­lor jedoch im gesam­ten Bezirk den zwei­ten Monat in Fol­ge deut­lich an Dyna­mik. In Lich­ten­fels erhöh­te sie sich die Zahl der Arbeits­lo­sen um 6,8 Pro­zent, in Forch­heim um 6,6 Pro­zent, im Land­kreis Bam­berg um 5,9 Pro­zent, in der Stadt Coburg um 5,0 Pro­zent, in Kro­nach um 3,9 Pro­zent, im Land­kreis Coburg um 3,7 Pro­zent sowie in der Stadt Bam­berg um 1,5 Pro­zent.

Im Vor­jah­res­ver­gleich zeigt sich bei der Stei­ge­rung der Zahl der Arbeits­lo­sen agen­tur­be­zirks­weit eine sicht­bar grö­ße­re pro­zen­tua­le Sprei­zung. Das Bam­ber­ger Land (+41,4 Pro­zent) ver­zeich­net die stärk­ste Erhö­hung, gefolgt von Forch­heim (+32,5 Pro­zent), dem Land­kreis Coburg (+30,0 Pro­zent), dem Land­kreis Lich­ten­fels (+29,3 Pro­zent), sowie den Städ­ten Bam­berg (+24,9 Pro­zent) und Coburg (+24,6 Pro­zent). Kro­nach ver­bucht mit 20,5 Pro­zent mit Abstand den klein­sten Anstieg.

Die nied­rig­ste Arbeits­lo­sen­quo­te und wei­ter­hin Voll­be­schäf­ti­gung hat der Land­kreis Bam­berg mit 3,0 Pro­zent, wäh­rend sie in der Stadt Coburg mit 6,6 Pro­zent am höch­sten ist.

Stel­len­markt: Stel­len­zu­gang auf Über­hol­spur – Bestän­de auf Erho­lungs­kurs

„Der Stel­len­markt gewinnt seit vier Mona­ten kon­ti­nu­ier­lich an Dyna­mik. Im August fiel der Neu­zu­gang fast dop­pelt so hoch aus wie zu Beginn der Kri­se im April. Erst­mals seit Sep­tem­ber letz­ten Jah­res über­traf er wie­der das Vor­jah­res­ni­veau. Stei­gen­der Per­so­nal­be­darf besteht größ­ten­teils in der Indu­strie und in Hand­werks­be­trie­ben, die in den letz­ten Mona­ten auf­grund von Ein­schrän­kun­gen und Lie­fer­eng­päs­sen ihre Auf­trä­ge gescho­ben haben. Gefragt sind über­wie­gend gut qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te. Der Abbau des Stel­len­be­stands ist seit drei Mona­ten gestoppt und erholt sich lang­sam wie­der,“ sagt Glos.

Der Arbeit­ge­ber­ser­vice der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg bekam im August 1 444 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te gemel­det, 16,0 Pro­zent (+199) mehr als im Juli. Im Ver­gleich zum Vor­jahr leg­te der Zugang um 3,4 Pro­zent (+48) zu.

Der Stel­len­be­stand nahm im letz­ten Monat um 96 Ange­bo­te (+1,6 Pro­zent) auf 6 029 zu und knack­te erst­mals seit April wie­der die 6 000 – Mar­ke. Er liegt jedoch mit einem Minus von 1 442 Ange­bo­ten (-19,3 Pro­zent) wei­ter­hin deut­lich unter dem Vor­jah­res­ni­veau. Die Dif­fe­renz ver­rin­ger­te sich im letz­ten Monat jedoch um 254 Stel­len. Auf 100 gemel­de­te Arbeits­platz­an­ge­bo­te kom­men rein sta­ti­stisch nur 232 Arbeits­lo­se.

Der Stel­len­rück­gang betrifft zum Groß­teil den Bereich Pro­duk­ti­on und Fer­ti­gung mit einem Minus von 30,8 Pro­zent auf 1 829 Job­an­ge­bo­te, gefolgt von Ver­kehr, Logi­stik, Schutz und Sicher­heit (-23,1 Pro­zent) mit 1 184 Stel­len. Der Han­del, Tou­ris­mus und Dienst­lei­stungs­sek­tor nahm um 19,5 Pro­zent auf ins­ge­samt 656 Stel­len­an­ge­bo­te ab. Im Bau­be­reich ver­rin­ger­te sich der Bestand seit dem Vor­jahr nur noch leicht (-4,6 Pro­zent) auf 707. Im Gesund­heits­we­sen liegt das Ange­bot mit 968 Offer­ten etwas über dem Vor­jah­res­ni­veau (+0,8 Pro­zent). Die größ­te Redu­zie­rung an Per­so­nal­be­darf ver­bucht die Zeit­ar­beit. Mit 1 617 Vakan­zen waren es Ende August 32,4 Pro­zent weni­ger als vor einem Jahr.

Job­cen­ter – Arbeits­lo­sig­keit sta­gniert

In den Job­cen­tern des Agen­tur­be­zirks sta­gnier­te in den ver­gan­ge­nen vier Wochen die Zahl der Arbeits­lo­sen. Sie ver­rin­ger­te sich leicht um 5 Per­so­nen (-0,1 Pro­zent) auf 4 662. Die Arbeits­lo­sen­zahl lag zum Monats­wech­sel um 423 Per­so­nen bzw. 10,0 Pro­zent über dem Vor­jah­res­le­vel. Der Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit ent­fiel im August somit gänz­lich auf den Ver­si­cher­ten­be­reich des SGB III. Erfah­rungs­ge­mäß wirkt sich der für August übli­che Anstieg der Jugend­ar­beits­lo­sig­keit wegen Schul- und Aus­bil­dungs­en­de größ­ten­teils auf den SGB III Bereich aus, der von sai­so­nal beding­ten Schwan­kun­gen mehr betrof­fen ist. Auf­grund des Arbeits­lo­sen­geld­an­spruchs erhöht sich die Zahl der Arbeits­lo­sen wegen der Coro­na Kri­se zunächst inten­si­ver im Ver­si­cher­ten­be­reich des SGB III. Dort stieg sie im Ver­gleich zu 2019 um 42,5 Pro­zent (+2 780 Per­so­nen) auf 9 316.

Arbeits­markt­ent­wick­lung in den Regio­nen

Stadt Coburg

In der Stadt Coburg stieg die Arbeits­lo­sig­keit zum Schul­jah­res­en­de im August um 73 Per­so­nen (+5,0) auf 1 531. Sie liegt um 302 oder 24,6 Pro­zent über dem Vor­jah­res­wert. Die sai­son­üb­li­che Erhö­hung fiel um 43 Pro­zent gerin­ger aus als im letz­ten Jahr. Es ver­lo­ren genau­so vie­le Per­so­nen ihre Beschäf­ti­gung wie in 2019. Gleich­zei­tig fan­den 20,4 Pro­zent mehr einen neu­en Arbeits­platz. Vor allem jun­ge Men­schen mel­de­ten sich ver­stärkt nach ihrem Aus­bil­dungs­en­de arbeits­los, da nicht immer ein naht­lo­ser Über­gang in eine Beschäf­ti­gung auf­grund der Kri­se sowie der Feri­en­zeit gelang. Die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit (unter 25 Jah­re) stieg daher im August um 33 oder 15,2 Pro­zent auf 250 (+30,2 Pro­zent mehr als 2019). Die Arbeits­lo­sen­quo­te klet­ter­te um 0,3 Pro­zent­punk­te auf 6,6 Pro­zent. Vor einem Jahr betrug sie 5,3 Pro­zent.

Der Arbeit­ge­ber­ser­vice bekam im August 153 Stel­len gemel­det. Das waren 14 (-8,4 Pro­zent) weni­ger als vor einem Jahr. Im Bestand sind aktu­ell 733 Job­an­ge­bo­te, 61 (-7,7 Pro­zent) weni­ger als in 2019.

Land­kreis Coburg

Im Land­kreis Coburg erhöh­te sich die Zahl der Arbeits­lo­sen im letz­ten Monat um 74 Per­so­nen (+3,7 Pro­zent) auf 2 084. Das sind 481 Men­schen (+30,0 Pro­zent) mehr als in 2019. Der größ­ten­teils sai­son­be­ding­te Anstieg im August fiel heu­er um über die Hälf­te gerin­ger aus (-51,6 Pro­zent) als im Vor­jahr. Es ver­lo­ren 19,1 Pro­zent weni­ger Per­so­nen ihre Beschäf­ti­gung als vor einem Jahr. Gleich­zei­tig fan­den ledig­lich zwei Men­schen weni­ger einen neu­en Arbeits­platz. Vor allem jun­ge Berufs­ein­stei­ger mel­de­ten sich ver­stärkt nach dem Aus­bil­dungs­en­de arbeits­los, da nicht immer ein naht­lo­ser Über­gang in eine neue Tätig­keit auf­grund der Feri­en­zeit sowie der Kri­se mög­lich war. Die Zahl der Arbeits­lo­sen unter 25 Jah­ren erhöh­te sich des­we­gen im abge­lau­fe­nen Monat um 58 oder 22,5 Pro­zent auf 316 (+32,2 Pro­zent im Ver­gleich zu 2019). Die Arbeits­lo­sen­quo­te leg­te um 0,1 Pro­zent­punk­te auf 4,1 Pro­zent (Vor­jahr 3,2 Pro­zent) zu.

Im August mel­de­ten die Arbeit­ge­ber aus dem Land­kreis Coburg 167 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len, 24 (-12,6 Pro­zent) weni­ger als vor einem Jahr. Im Pool sind aktu­ell 800 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 293 (-26,8 Pro­zent) weni­ger als vor zwölf Mona­ten.

Land­kreis Kro­nach

Im Land­kreis Kro­nach zog die Zahl der Arbeits­lo­sen im August wie­der leicht an. Zum Monats­wech­sel waren 1 608 Per­so­nen arbeits­los, 60 mehr (+3,9 Pro­zent) als im Juli. Vor einem Jahr waren es 274 weni­ger gewe­sen (-20,5 Pro­zent). Es ver­lo­ren 42 Men­schen bzw. 23,5 Pro­zent weni­ger ihre Beschäf­ti­gung als in 2019. Gleich­zei­tig fan­den 25 Per­so­nen weni­ger eine neue Beschäf­ti­gung (-17,1 Pro­zent) als vor einem Jahr. Die Zahl der jün­ge­ren Arbeits­lo­sen unter 25 Jah­ren stieg im August um 62 (+32,1 Pro­zent) auf 255. Im August mel­den sich vor­zugs­wei­se jun­ge Men­schen nach dem Aus­bil­dungs­en­de arbeits­los, da in der Feri­en­zeit nicht immer ein naht­lo­ser Über­gang in eine Beschäf­ti­gung gelingt. In die­sem Jahr fiel der sai­son­üb­li­che Anstieg jedoch auf­grund der Kri­se zwei­ein­halb Mal so groß aus wie im letz­ten Jahr. Aktu­ell sind 89 Jugend­li­che oder 53,6 Pro­zent mehr arbeits­los als 2019. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt 4,2 Pro­zent (Vor­mo­nat 4,0 Pro­zent, Vor­jahr 3,5 Pro­zent).

Der Arbeit­ge­ber­ser­vice bekam im August 113 Stel­len­an­ge­bo­te gemel­det. Das sind 27,0 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Der Stel­len­markt zieht seit eini­gen Wochen in der Regi­on spür­bar an. Gefragt sind über­wie­gend gut aus­ge­bil­de­te Fach­kräf­te in der Indu­strie und in Hand­werks­be­trie­ben, die in den letz­ten Mona­ten auf­grund von Lie­fer­eng­päs­sen ihre Auf­trä­ge gescho­ben haben. Im Bestand gibt es aktu­ell 588 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 103 (-14,9 Pro­zent) weni­ger als vor einem Jahr.

Land­kreis Lich­ten­fels

Nach einem ersten leich­ten Rück­gang der Arbeits­lo­sig­keit im Juli seit Beginn der Kri­se, stieg sie im Land­kreis Lich­ten­fels in den ver­gan­ge­nen vier Wochen wie­der.
1 817 Men­schen waren Ende August arbeits­los gemel­det, 115 (+6,8 Pro­zent) mehr als im Vor­mo­nat. Vor einem Jahr war die Zahl der Arbeits­lo­sen um 412 Män­ner und Frau­en bzw. 29,3 Pro­zent nied­ri­ger gewe­sen. Der über­wie­gend sai­son­be­ding­te Anstieg im August fiel heu­er um 27,2 Pro­zent gerin­ger aus als in 2019.
Im ver­gan­ge­nen Monat wur­den 20,8 Pro­zent weni­ger Beschäf­tig­te frei­ge­setzt (-41) als im letz­ten Jahr. Die Beschäf­ti­gungs­auf­nah­men lagen mit ins­ge­samt 122 leicht über dem Vor­jah­res­ni­veau (+4 Per­so­nen). Vor allem jun­ge Men­schen mel­de­ten sich ver­stärkt nach Aus­bil­dungs­en­de arbeits­los, da nicht immer ein naht­lo­ser Über­gang in eine neue Tätig­keit auf­grund der Feri­en­zeit und der Coro­na Kri­se klapp­te. Die Zahl der arbeits­lo­sen Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen unter 25 Jah­ren erhöh­te sich des­halb im ver­gan­ge­nen Monat um 64 oder 33,5 Pro­zent auf 255 (+46,6 Pro­zent im Ver­gleich zu 2019). Die Arbeits­lo­sen­quo­te zählt aktu­ell 4,6 Pro­zent (Juli Wert 4,3 Pro­zent). Vor einem Jahr betrug sie 3,6 Pro­zent.

Der Arbeit­ge­ber­ser­vice bekam im August von den Betrie­ben 122 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te gemel­det. Das sind 39,9 Pro­zent (-81) weni­ger als in 2019. Im Pool sind der­zeit 794 Vakan­zen, 268 (-25,2 Pro­zent) weni­ger als im Vor­jahr.

Bam­berg Stadt

In der Stadt Bam­berg flau­te der Auf­wärts­trend der Arbeits­lo­sig­keit infol­ge der Coro­na Kri­se wei­ter ab. Mit einer Erhö­hung um 30 Per­so­nen (+1,5 Pro­zent) schlug hier im letz­ten Monat ledig­lich der zur Feri­en­zeit sai­son­üb­li­che Anstieg zu Buche. Zum Ver­gleich – im Vor­jahr fiel er um gut das 4‑fache grö­ßer aus. Ende August gab es 2 094 Arbeits­lo­se, 418 (+24,9 Pro­zent) mehr als in 2019.
Es ver­lo­ren 13,8 Pro­zent weni­ger Men­schen ihre Anstel­lung als im letz­ten Jahr. Gleich­zei­tig fan­den 13,5 Pro­zent weni­ger eine neue Beschäf­ti­gung. Vor­nehm­lich jun­ge Men­schen mel­de­ten sich ver­stärkt nach dem Aus­bil­dungs­en­de arbeits­los, da ihnen nicht immer ein naht­lo­ser Über­gang in eine Beschäf­ti­gung auf­grund der Kri­se und der Feri­en­zeit gelang. Die Zahl der arbeits­lo­sen jun­gen Erwach­se­nen unter 25 Jah­ren erhöh­te sich daher im letz­ten Monat um 35 oder 17,6 Pro­zent auf 234. Aktu­ell sind es 53 oder 29,3 Pro­zent mehr als im letz­ten Jahr. Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt 4,9 Pro­zent (Juli 4,8 Pro­zent, Vor­jahr 4,0 Pro­zent).

Im August mel­de­ten die Betrie­be dem Arbeit­ge­ber­ser­vice 269 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te, 9,1 Pro­zent (-27) weni­ger als im Vor­jahr. Im Bestand gibt es aktu­ell 1 173 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, 421 oder 26,4 Pro­zent weni­ger als in 2019.

Land­kreis Bam­berg

Im Land­kreis Bam­berg setz­te sich der Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit im August fort – jetzt jedoch über­wie­gend sai­so­nal bedingt. Die Zahl der Arbeits­lo­sen erhöh­te sich bin­nen Monats­frist um 150 Per­so­nen (+5,9 Pro­zent) auf 2 677 Frau­en und Män­ner. Im letz­ten Jahr fiel die Stei­ge­rung um 15,7 Pro­zent grö­ßer aus. Vor einem Jahr waren 784 Per­so­nen (-41,4 Pro­zent) weni­ger arbeits­los gemel­det. Es ver­lo­ren ledig­lich zwei Men­schen mehr ihre Beschäf­ti­gung als in 2019. Gleich­zei­tig fan­den 16,1 Pro­zent mehr einen neu­en Arbeits­platz als vor einem Jahr. Vor­zugs­wei­se jun­ge Men­schen mel­de­ten sich nach ihrem Aus­bil­dungs­en­de arbeits­los, da nicht immer ein naht­lo­ser Über­gang in eine Beschäf­ti­gung auf­grund der Kri­se und der Som­mer­fe­ri­en mög­lich war. Die Zahl der Arbeits­lo­sen unter 25 Jah­ren erhöh­te sich daher im ver­gan­ge­nen Monat um 79 oder 25,7 Pro­zent auf 386 (+28,2 Pro­zent im Ver­gleich zu 2019). Die Arbeits­lo­sen­quo­te beträgt 3,0 Pro­zent (Juli 2,8 Pro­zent, Vor­jahr 2,1 Pro­zent). Das Bam­ber­ger Land hat wei­ter­hin die nied­rig­ste Quo­te des Agen­tur­be­zirks Bam­berg-Coburg sowie Voll­be­schäf­ti­gung.

Im ver­gan­ge­nen Monat mel­de­ten die Unter­neh­men aus dem Land­kreis Bam­berg dem Arbeit­ge­ber­ser­vice 346 Stel­len­an­ge­bo­te, 43,0 Pro­zent (+104) mehr als in 2019. Seit eini­gen Wochen gewinnt der Stel­len­markt an Dyna­mik. Der gestie­ge­ne Per­so­nal­be­darf in Hand­werk und Indu­strie hat hier­bei kei­nen spe­zi­fi­schen Schwer­punkt. Im Bestand gibt es momen­tan 1 172 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Per­so­nal­ge­su­che, 258 oder 18,0 Pro­zent weni­ger als vor einem Jahr.

Land­kreis Forch­heim

Im Land­kreis Forch­heim erhöh­te sich die Arbeits­lo­sig­keit im ver­gan­ge­nen Monat um 134 Per­so­nen (+ 6,6 Pro­zent) auf 2 167 Men­schen. Anders als in den Vor­mo­na­ten fiel die­ser Anstieg auf­grund der Feri­en­zeit jedoch über­wie­gend sai­so­nal bedingt aus (-6,9 Pro­zent gerin­ger als im letz­ten Jahr). Ende August lag die Zahl der Arbeits­lo­sen um 532 Per­so­nen bzw. 32,5 Pro­zent über dem Vor­jah­res­wert. Das Risi­ko ent­las­sen (-2) zu wer­den und die Chan­ce auf einen neu­en Job (+1) beweg­te sich im August auf dem Vor­kri­sen­ni­veau von 2019. Über­wie­gend jun­ge Men­schen mel­de­ten sich arbeits­los. Im Anschluss an ihre Aus­bil­dung klapp­te nicht immer eine Über­nah­me oder direk­ter Über­gang in eine neue Tätig­keit auf­grund der Feri­en­zeit und der Kri­se. Die Zahl der Arbeits­lo­sen unter 25 Jah­ren erhöh­te sich daher im August um 54 oder 23,0 Pro­zent auf 289 (+ 43,8 Pro­zent zum Vor­jah­res­mo­nat). Die Arbeits­lo­sen­quo­te leg­te seit Juli um 0,2 Pro­zent­punk­te auf 3,2 Pro­zent (Vor­jahr 2,4 Pro­zent) zu.

Im August mel­de­ten die Betrie­be dem Arbeit­ge­ber­ser­vice 274 sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Stel­len­an­ge­bo­te, 31,7 Pro­zent (+66) mehr als im Vor­jahr. Der über­wie­gen­de Teil des gestie­ge­nen Zugangs kommt aus den Berei­chen Gesund­heit, Han­del und der Zeit­ar­beit. Im Bestand sind aktu­ell 769 Beschäf­ti­gungs­an­ge­bo­te, ledig­lich 4,7 Pro­zent (-38) weni­ger als in 2019.