Jan Gemein­hardt als Künst­ler der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg aus­ge­zeich­net

Die Jury des Forums Kul­tur der Euro­päi­schen Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg hat den Maler Jan Gemein­hardt zum Künst­ler der Metro­pol­re­gi­on gewählt.

Jan Gemeinhardt o.T. 30 x 40 cm 2020 Acryl auf Leinwand. © Jan Gemeinhardt

Jan Gemein­hardt o.T. 30 x 40 cm 2020 Acryl auf Lein­wand. © Jan Gemein­hardt

Der 1988 in Hof gebo­re­ne Maler sucht im Dun­keln die Welt. Sei­ne Arbei­ten schei­nen auf den ersten Blick düster und geheim­nis­voll, ja mythisch auf­ge­la­den zu sein. Das Spiel der Schat­tie­run­gen zwi­schen Grau, Grün, Tief­blau und natür­lich Schwarz beherrscht er mei­ster­haft. Vor­nehm­lich Land­schaf­ten sind auf den meist klein­for­ma­ti­gen Bil­dern zu sehen. Aber es han­delt sich nie um Idyl­len, die man zu Ansichts­kar­ten ver­ar­bei­ten könn­te. Sei­ne Vor­bil­der sind in der Roman­tik, der Schwar­zen Roman­tik zu fin­den.

Düster scheint die Welt Gemein­hardts, aber nie ohne Zuver­sicht. Etwas Licht, ein Schim­mer, Hoff­nung viel­leicht, glimmt immer. Auch geben unver­mu­te­te Gegen­stän­de Rät­sel auf: ein bren­nen­der Weg­wei­ser, Men­schen­ge­mach­tes oder ein ganz irra­tio­na­les Leuch­ten. Men­schen tau­chen eher sel­ten auf, und dann nicht als Indi­vi­du­um cha­rak­te­ri­siert. Viel­leicht nur als Teil der Natur, eher nicht als Akteur. Und doch meint man in Gemein­hardts Bil­der eine tie­fe Sor­ge zu spü­ren. Er schockiert den Betrach­ter nicht, aber so in die Tie­fe füh­rend die Bil­der sind, so tief sol­len auch die evo­zier­ten Gedan­ken sein. Die Welt ist mehr, als das was wir sehen. Der in Nürn­berg leben­de Maler füllt die­se eigent­lich bana­le Erkennt­nis auf sei­ne ganz eige­ne Wei­se. Er hin­ter­lässt uns nach­denk­lich – wir tei­len sei­ne Sor­ge und haben doch Hoff­nung.

Künstler der Metropolregion Nürnberg Jan Gemeinhardt. Foto: Thomas May

Künst­ler der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg Jan Gemein­hardt. Foto: Tho­mas May

Jan Gemein­hardt schloss sein Stu­di­um an der Aka­de­mie der Bil­den­den Kün­ste Nürn­berg 2014 als Mei­ster­schü­ler bei Pro­fes­sor Ralph Fleck ab. Kaum ein Jahr ver­ging seit 2011 ohne drei bis fünf Ein­zel- oder Grup­pen­aus­stel­lun­gen in renom­mier­ten Häu­sern Nord­bay­erns, aber auch natio­nal und inter­na­tio­nal von Frank­furt bis Lon­don oder Seo­ul. Die Nürn­ber­ger Nach­rich­ten zeich­ne­ten ihn 2013 und 2014 im Rah­men ihres Kunst­prei­ses aus. Sti­pen­di­en führ­ten ihn bereits nach Finn­land und brin­gen ihn 2021 nach Nor­we­gen. Der­zeit stellt er ihn Ans­bach aus: „Ans­bach Con­tem­pora­ry 2020 – 3. Bien­na­le für zeit­ge­nös­si­sche Kunst in Ans­bach“ vom 14. August bis 20. Sep­tem­ber 2020.

Alle bis­her aus­ge­zeich­ne­ten Künst­le­rin­nen und Künst­ler der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg sind zu fin­den unter www​.metro​pol​re​gi​on​nu​ern​berg​.de/​k​u​e​n​s​t​l​e​r​i​n​n​e​n​-​d​e​r​-​m​e​t​r​o​p​o​l​r​e​g​i​o​n​-​n​u​e​r​n​b​erg