IHK-Aus­bil­dungs­be­trie­be im Raum Bay­reuth suchen trotz Coro­na hän­de­rin­gend nach Aus­zu­bil­den­den

“Aus­bil­dung ist die wich­tig­ste Quel­le zur Fach­kräf­te­si­che­rung in unse­rer Wirt­schafts­re­gi­on. Aus­bil­dung muss des­halb höch­ste Prio­ri­tät haben” zeigt Jörg Lich­ten­eg­ger, IHK-Vize­prä­si­dent und Vor­sit­zen­der des IHK-Gre­mi­ums Bay­reuth, Flag­ge für die Aus­bil­dung. Kurz vor Beginn des Aus­bil­dungs­jah­res am 1. Sep­tem­ber 2020 sind in der Regi­on Bay­reuth noch Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt, vie­le Betrie­be suchen wei­ter hän­de­rin­gend nach Bewer­bern. Unter dem aktu­el­len IHK-Mot­to “Ran an die Lehr­stel­len!” rich­tet Lich­ten­eg­ger sei­nen Appell an Wirt­schaft und Jugend­li­che zugleich.

Zum 31. Juli 2020 ver­zeich­net die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth in Stadt und Land­kreis Bay­reuth 374 neu ein­ge­tra­ge­ne Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se für das Aus­bil­dungs­jahr 2020/2021, 162 weni­ger als im Vor­jahr. “In die­sen Zah­len spie­gelt sich die Coro­na-Pan­de­mie wider”, so Bernd Reh­orz, Lei­ter der Beruf­li­chen Bil­dung bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. “Der gesam­te Aus­wahl­pro­zess hat sich gut sechs Wochen nach hin­ten ver­scho­ben. Eine Berufs­ori­en­tie­rung in der Schu­le fand kaum statt, Aus­bil­dungs­mes­sen wur­den abge­sagt, Bewer­bungs­ge­sprä­che erst gar nicht ver­ein­bart.” Inzwi­schen sind immer mehr Unter­neh­men in Sor­ge, dass sie ihre Aus­bil­dungs­plät­ze nicht mehr beset­zen kön­nen.

Auf 489 unbe­setz­te Berufs­aus­bil­dungs­stel­len im Raum Bay­reuth kom­men laut Agen­tur für Arbeit 204 unver­sorg­te Bewer­ber. Tat­säch­lich kom­men im Raum Bay­reuth also auf jeden unver­mit­tel­ten Bewer­ber 2,4 unbe­setz­te Berufs­aus­bil­dungs­stel­len. Zum Ver­gleich: Im Bun­des­ge­biet kom­men auf einen Bewer­ber nur 1,14 Ange­bo­te. “Es ist schlicht­weg falsch, zu glau­ben, dass Coro­na den Aus­bil­dungs­markt still gelegt hat. Der Aus­bil­dungs­markt lebt und hat gera­de jetzt sehr viel zu bie­ten”, so Lich­ten­eg­ger.

Die Zeit ist reif für eine Bewer­bung

“Vie­le jun­ge Men­schen sind davon aus­ge­gan­gen, dass wegen Coro­na auch der Aus­bil­dungs­markt still­ste­he”, so Lich­ten­eg­ger. “Wer will da schon Zukunfts­plä­ne schmie­den?” Die Angst vie­ler Jugend­li­cher, so kurz vor Beginn des Aus­bil­dungs­jah­res am 1. Sep­tem­ber kei­ne attrak­ti­ve Lehr­stel­le mehr zu fin­den, sei aber unbe­grün­det. “Zahl­rei­che Unter­neh­men haben ihre Aus­bil­dungs­plät­ze noch nicht beset­zen kön­nen. Die Chan­cen, einen attrak­ti­ven Aus­bil­dungs­platz zu bekom­men, sind wei­ter­hin sehr gut”, so Lich­ten­eg­ger, der an die Jugend­li­chen appel­liert, ihre Mög­lich­kei­ten zu nut­zen. “Attrak­ti­ve Aus­bil­dungs­plät­ze, inno­va­ti­ve Unter­neh­men, her­vor­ra­gen­de Zukunfts­chan­cen – jetzt ist die Zeit reif für eine Bewer­bung.” Reh­orz weist aus­drück­lich dar­auf hin, dass ein Aus­bil­dungs­start auch noch nach dem 1. Sep­tem­ber mög­lich ist.

Auch die Aus­bil­dungs­be­trie­be der Regi­on nimmt Lich­ten­eg­ger in die Pflicht. “Gera­de jetzt ist es ent­schei­dend, dass die Unter­neh­men die Aus­bil­dung nicht aus dem Fokus ver­lie­ren. Sie müs­sen heu­te in die Fach­kräf­te inve­stie­ren, die sie mor­gen benö­ti­gen.”

Zur Wahl ste­hen über 170 ver­schie­de­ne Aus­bil­dungs­be­ru­fe

Auch wenn es mit dem per­sön­li­chen Wunsch­be­ruf nicht klap­pen soll­te, lohnt es sich, über den Tel­ler­rand auf inhalt­lich ver­wand­te Aus­bil­dungs­be­ru­fe zu blicken. Wer sich für eine Aus­bil­dung ent­schei­det, hat in Ober­fran­ken allei­ne bei den IHK-Aus­bil­dungs­be­trie­ben die Wahl zwi­schen rund 170 aner­kann­ten Aus­bil­dungs­be­ru­fen. Freie Aus­bil­dungs­stel­len gibt es der­zeit noch über prak­tisch alle Bran­chen hin­weg. Auf die Suche gehen kön­nen Jugend­li­che unter ande­rem in der Lehr­stel­len­bör­se der IHK (www​.ihk​-lehr​stel​len​bo​er​se​.de ) und der Agen­tur für Arbeit (www​.arbeits​agen​tur​.de/​b​i​l​d​ung).

Aus­bil­dungs­platz gesucht? Hot­line hilft wei­ter

Wer bei der Fül­le an Infor­ma­tio­nen per­sön­li­che Unter­stüt­zung bevor­zugt, für den hat die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth eine Hot­line ein­ge­rich­tet, die sich sowohl an Aus­bil­dungs­platz­be­wer­ber, als auch an deren Eltern wen­det. IHK-Exper­ten bera­ten dort rund um die The­men Aus­bil­dung, Bewer­bung und Aus­bil­dungs­be­ru­fe und kön­nen wert­vol­le Ori­en­tie­rung auf dem Weg zur Aus­bil­dung geben. Die Aus­bil­dungs­platz-Hot­line ist Mon­tag bis Sams­tag von 9:00 bis 16:00 Uhr unter Tel. 0921 886–182 erreich­bar.

Ansprech­part­ner:
Anja Kova­rik (Pres­se)
Tel. 0921/886–164
E‑Mail: kovarik@​bayreuth.​ihk.​de

Bernd Reh­orz (Beruf­li­che Bil­dung)
Tel.: 0921/886–180
E‑Mail: rehorz@​bayreuth.​ihk.​de