Land­kreis Wun­sie­del erhält Fair Tra­de Sie­gel

Die Freu­de über das Fair Tra­de Sie­gel will man im Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge mit ande­ren Tei­len. Die Jugend­ab­tei­lun­gen der Fuß­ball-Ver­ei­ne im Land­kreis bekom­men je einen fair gehan­del­ten Fuß­ball geschenkt. / Foto: Pri­vat

“Regio­nal, öko­lo­gisch, nach­hal­tig”

Fair Tra­de – da ist längst mehr als die Idee, kolum­bia­ni­sche Kaf­fee­bau­ern ange­mes­sen zu bezah­len. Heu­te geht der Fair Tra­de Gedan­ke deut­lich wei­ter. Natür­lich spie­len fair gehan­del­te Pro­duk­te aus aller Welt eine gro­ße Rol­le, doch seit eini­ger Zeit ste­hen auch nach­hal­tig sowie öko­lo­gisch her­ge­stell­te und natür­lich regio­na­le Pro­duk­te im Fokus des Fair Tra­de Gedan­kens.

Im Land­kreis Wun­sie­del i. Fich­tel­ge­bir­ge wird von jeher nach­hal­tig und öko­lo­gisch gedacht. Schon die Lage im Natur­park Fich­tel­ge­bir­ge legt sol­che Ansät­ze nahe. Der Land­kreis hat des­halb auch ent­schlos­sen, sich als Fairtra­de-Town – oder eben als Fair Tra­de Land­kreis – zer­ti­fi­zie­ren zu las­sen. Die Bewer­bung war erfolg­reich und das Sie­gel ist nun offi­zi­ell ver­ge­ben wor­den.

Doch wel­che Mög­lich­kei­ten hat ein Land­kreis über­haupt, den Fair Tra­de Gedan­ken zu för­dern? Aus­schlag­ge­bend für die erfolg­rei­che Bewer­bung als Fair Tra­de Regi­on war unter ande­rem, dass man sich im Land­kreis auf eine Stra­te­gie der Nach­hal­ti­gen Beschaf­fung ver­stän­digt hat. Per Grund­satz­be­schluss hat der Kreis­tag ent­schie­den, dass künf­tig bei allen Beschaf­fun­gen von Lebens­mit­teln über Büro­ar­ti­kel, bis hin zu Fahr­zeu­gen und ande­ren Din­gen des täg­li­chen Gebrauchs auf Nach­hal­tig­keit, Öko­lo­gie und Lang­le­bit­keit geach­tet wird. Natür­lich gehört dazu auch den regio­na­len Ein­kauf zu unter­stüt­zen. Und es bedeu­tet letzt­end­lich auch, nicht grund­sätz­lich das Gün­stig­ste zu kau­fen wenn ein ande­res Pro­dukt aus Grün­den der Nach­hal­tig­keit mehr Sinn macht. Kli­ma­schutz­ma­na­ger Jür­gen Kro­mer: „Bedenkt man, dass die öffentlli­che Hand deutsch­land­weit pro Jahr für mehr 280 Mil­li­ar­den Euro beschafft, dann kann man sehen, was für eine Markt­macht hin­ter die­sem The­ma steht. Da sind wir als Land­kreis natür­lich, was die Aus­ga­ben angeht, ein ganz klei­nes Licht. Aber: Ver­än­de­rung beginnt aus unse­rer Sicht im Klei­nen.“

„Wir sehen uns als Öffent­li­che Hand da auch in einer Art Vor­bild­funk­ti­on. Wir über­neh­men damit sozia­le Ver­ant­wor­tung und möch­ten uns als inno­va­ti­ve und welt­of­fe­ne Regi­on posi­tio­nie­ren.“, sagt Land­rat Peter Berek. „Und möch­ten das The­ma „nach­hal­tig und fair“ sicht­bar machen und ein Stück weit ins Bewusst­sein der Öffent­lich­keit zu brin­gen.“