Höch­städ­ter CSU zeigt sich dop­pelt über­rascht obgleich der Hand­lung des Bür­ger­mei­sters

Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch wur­de in den Lokal­tei­len der bei­den orts­an­säs­si­gen Zei­tun­gen über die erwar­te­ten Steu­er­aus­fäl­le der Stadt Höchstadt berich­tet. Der Bür­ger­mei­ster gab dabei einen kur­zen Über­blick über die dar­aus resul­tie­ren­den Fol­gen und brach­te vor allem eine Ver­zö­ge­rung des Eis­sta­di­on-Neu­baus ins Gespräch. Dar­über zeigt sich die CSU-Frak­ti­on Höchstadts sehr über­rascht. Ohne Abspra­che mit den ent­spre­chen­den Gre­mi­en oder einer gemein­sa­men Prio­ri­sie­rung von Pro­jek­ten wer­den Maß­nah­men vom Bür­ger­mei­ster der Stadt Höchstadt eigen­mäch­tig ver­scho­ben. Der Stadt­rat erfährt hier­von aus der Pres­se. Ist das die groß ange­kün­dig­te, neue Zusam­men­ar­beit auf brei­ter Basis?

Eine ver­läss­li­che Pla­nung kann unse­rer Ansicht nach erst erfol­gen, wenn die Zah­len für den Haus­halt vor­lie­gen. Trotz mehr­ma­li­ger Nach­fra­gen wur­de der Haus­halts­ent­wurf für das Jahr 2020 (!) bis heu­te noch nicht dem Stadt­rat vor­ge­stellt. Wir erwar­ten, dass direkt nach der Som­mer­pau­se eine Vor­be­ra­tung des Haus­hal­tes 2020 im Haupt- und Finanz­aus­schuss statt­fin­det. Auf die­ser Basis kön­nen dann die anste­hen­den Pro­jek­te prio­ri­siert und geplant wer­den.

Eben­falls mit gro­ßer Über­ra­schung konn­ten wir fest­stel­len, dass nun sowohl der Bür­ger­mei­ster als auch der Frak­ti­ons­spre­cher der Jun­gen Liste, Micha­el Ulb­rich (Schul­lei­ter an der Rit­ter-von-Spix-Schu­le), den Erwei­te­rungs­bau der Mit­tel­schu­le als wich­tig ein­stu­fen. Bei den Haus­halts­ver­hand­lun­gen für den Haus­halt 2019 im April letz­ten Jah­res war es die CSU Höchstadt, die den Antrag stell­te, den Aus­bau der Rit­ter-von-Spix-Schu­le in die mit­tel­fri­sti­ge Finanz­pla­nung mit auf­zu­neh­men. Sowohl Bür­ger­mei­ster als auch JL-Frak­ti­ons­spre­cher stimm­ten damals dage­gen und die Mit­tel­schu­le wur­de im Inve­sti­ti­ons­plan nach hin­ten ver­scho­ben. Woher kommt der plötz­li­che Sin­nes­wan­del? Waren vor der Wahl öffent­lich­keits­wirk­sa­me­re Pro­jek­te wich­ti­ger?

Nach der Kom­mu­nal­wahl wur­de vom Ersten Bür­ger­mei­ster ange­kün­digt, er wol­le auf brei­ter Basis mit allen Frak­tio­nen im Höchstadter Stadt­rat zusam­men­ar­bei­ten. Lei­der deu­tet eini­ges dar­auf hin, dass es aber so wei­ter­ge­hen soll wie bis­her. Bereits bei den Bera­tun­gen zum Flä­chen­nut­zungs­plan hat sich das ange­deu­tet. Die­ser soll­te in einer mit vie­len wei­te­ren Tages­ord­nungs­punk­ten gespick­ten Sit­zung auf Wunsch des Bür­ger­mei­sters beschlos­sen wer­den. Erst in einer von der CSU orga­ni­sier­ten Klau­sur, zu der alle Stadt­rats­mit­glie­der ein­ge­la­den waren, ergab sich aus­rei­chend Gele­gen­heit, zu einem inten­si­ven Aus­tausch und der Bespre­chung wich­ti­ger Eck­punk­te des Flä­chen­nut­zungs­pla­nes. Durch die sehr kon­struk­ti­ve Dis­kus­si­on konn­ten somit gute Kom­pro­mis­se erreicht wer­den. Die­ses Ergeb­nis wur­de dann auch von einer gro­ßen Mehr­heit in der fol­gen­den Sit­zung des Höchstadter Stadt­ra­tes ver­ab­schie­det. So stel­len wir uns ech­te Zusam­men­ar­beit vor.

Für die CSU Stadt­rats­frak­ti­on

Alex­an­der Schulz

Frak­ti­ons­spre­cher