Bay­reuth: “Som­mer, Son­ne, Kreu­zer” – Hun­de­ba­de­tag für 2020 abge­sagt

Das Kreuz­stein­bad hat seit rund sechs Wochen geöff­net. Die Stadt­wer­ke Bay­reuth zie­hen ein erstes, posi­ti­ves Fazit. Im Gepäck hat das Unter­neh­men aller­dings auch eine Nach­richt, die vie­le Hun­de­be­sit­zer weh­mü­tig stim­men dürf­te.

Bay­reuth – Allen Betei­lig­ten bei den Stadt­wer­ken Bay­reuth war klar, dass die Frei­bad­sai­son im Kreu­zer die­ses Jahr alles ande­re als nor­mal sein wür­de. Schließ­lich steht auch hier der Infek­ti­ons­schutz an erster Stel­le. „Wir haben immer gesagt: Wir wol­len unser Kreu­zer für die Men­schen in unse­rer Regi­on öff­nen – wenn wir davon über­zeugt sind, dass ein siche­rer Betrieb mög­lich ist”, betont Harald Schmidt, Bäder­lei­ter bei den Stadt­wer­ken. Die ersten sechs Wochen hät­ten gezeigt, dass das Hygie­nekon­zept im Kreu­zer funk­tio­niert. Dar­in sind Abstands­re­geln fest­ge­hal­ten, Des­in­fek­ti­ons­plä­ne, dass Kar­ten online reser­viert wer­den müs­sen, dass inzwi­schen höch­stens 1.200 Gäste gleich­zei­tig ins Bad dür­fen, und dass es zum Schutz der Besu­cher und der Stadt­wer­ke-Mit­ar­bei­ter kei­ne Attrak­tio­nen wie den Sprung­turm, die Wel­le oder die Rut­sche gibt. Deren Feh­len hät­ten natür­lich auch die Gäste bemerkt, bestä­tigt Uwe Kasel, stell­ver­tre­ten­der Kreu­zer-Chef. „Aber die aller­mei­sten sind froh, dass wir über­haupt offen haben – die Leu­te haben Ver­ständ­nis, was der Haupt­grund dafür ist, dass bis­her alles recht ent­spannt ablief.”

Aus­ge­bucht war das Kreuz­stein­bad bis­lang noch nicht, auch nicht in den ersten Tagen der Som­mer­fe­ri­en – in den ersten Wochen besuch­ten ins­ge­samt rund 20.000 Bade­gä­ste das Frei­bad. „Das ist nicht ver­gleich­bar mit unse­ren Zah­len aus den Vor­jah­ren, aber die kön­nen ange­sichts der spe­zi­el­len Situa­ti­on nicht der Maß­stab sein. Unser Kon­zept mit der Online-Reser­vie­rung geht bis­her auf, zumin­dest muss­ten wir nie­man­den nach Hau­se schicken”, sagt Harald Schmidt. Und man mache sich kon­ti­nu­ier­lich Gedan­ken, wie man das Hygie­nekon­zept anpas­sen kann. „Als wir in die Frei­bad­sai­son gestar­tet sind, waren Kon­takt­sport­ar­ten noch unter­sagt”, erklärt Schmidt. Die­se behörd­li­chen Auf­la­gen sei­en inzwi­schen gelockert wor­den, wes­we­gen die Gäste im Kreu­zer inzwi­schen auch wie­der Fuß­ball, Tisch­ten­nis und Beach­vol­ley­ball spie­len kön­nen. Außer­dem bie­ten die Stadt­wer­ke auch wie­der zwei Warm­du­schen je Dusch­be­reich an. Ab dem 11. August ver­län­ge­re man von diens­tags bis sonn­tags die Bade­zeit für Besu­cher bis 19 Uhr. Bis­lang war die Zeit zwi­schen 18 und 19 Uhr für Ver­ei­ne reser­viert, die kei­ne ande­re Trai­nings­mög­lich­kei­ten haben. Die Nach­fra­ge sei aber so stark zurück­ge­gan­gen, dass die­ses Zeit­fen­ster wie­der für alle da sein soll. Bei allen Über­le­gun­gen spie­le die Sicher­heit die größ­te Rol­le, ver­si­chert Schmidt. „Genau des­we­gen wür­den wir uns sehr freu­en, wenn alle die Bade­se­en und Flüs­se mei­den und statt­des­sen in den Frei­bä­dern der Regi­on schwim­men gehen. Im Kreu­zer und in den ande­ren Frei­bä­dern kön­nen Ihnen im Ernst­fall aus­ge­bil­de­te Ret­tungs­schwim­mer hel­fen.”

Der Hun­de­ba­de­tag, der für gewöhn­lich am letz­ten Bade­tag der Sai­son im Kreu­zer statt­fin­det, wür­de die­ses Jahr eigent­lich in die sech­ste Run­de gehen, aber auch hier ist durch Coro­na alles anders. „Das Pro­blem ist, dass wir rund um das Wel­len­becken zu wenig Platz haben, um aus­rei­chend Abstand zuein­an­der zu hal­ten, wes­we­gen wir den Hun­de­ba­de­tag absa­gen müs­sen”, sagt Harald Schmidt. „Das schmerzt uns genau so sehr wie die Hun­de­be­sit­zer, aber auch hier geht die Sicher­heit vor. Wir hof­fen auf das Ver­ständ­nis aller Hun­de­ba­de­tag-Fans und freu­en uns schon auf einen hof­fent­lich Coro­na-frei­en Hun­de­ba­de­tag 2021.”

Nach Bade­schluss des­in­fi­zie­ren Uwe Kasel und das Kreu­zer-Team die Ober­flä­chen der Umklei­den, sämt­li­che Hand­läu­fe und vie­les mehr. / Foto: Stadt­wer­ke Bay­reuth

Über die Stadt­wer­ke Bay­reuth
Die Stadt­wer­ke Bay­reuth lie­fern 100 Pro­zent Öko­strom und Öko­gas – auto­ma­tisch, ohne Auf­preis und TÜV-zer­ti­fi­ziert. Dar­über hin­aus bie­ten die Stadt­wer­ke Fern­wär­me und Ener­gie-Con­trac­ting an. Außer­dem belie­fern die Stadt­wer­ke ihre Kun­den in und um Bay­reuth jedes Jahr mit rund fünf Mil­li­ar­den Litern Trink­was­ser und beför­dern all­jähr­lich etwa sechs Mil­lio­nen Fahr­gä­ste durch den Bus­ver­kehr im Stadt­ge­biet. Zudem betreibt das Unter­neh­men meh­re­re Park­ein­rich­tun­gen in Bay­reuth. Die Lohen­grin Ther­me, das Stadt­bad, das Kreuz­stein­bad und das Frei­luft­bad Bür­ger­reuth gehö­ren eben­falls zum Port­fo­lio. Die Stadt­wer­ke Bay­reuth beschäf­ti­gen rund 400 Mit­ar­bei­ter und erwirt­schaf­te­ten im Jahr 2018 einen Umsatz in Höhe von 131 Mil­lio­nen Euro. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter stadt​wer​ke​-bay​reuth​.de.